Ärzte aus dem Ausland - Zulassung in Hessen stockt
Das zuständige Landesamt für Gesundheit und Pflege will die Verfahren beschleunigen.
Eine vierstellige Zahl an Ärztinnen und Ärzten, die im Ausland studiert haben, warten auf ihre Zulassung in Hessen. Dem zuständigen Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) in Dillenburg liegen nach eigenen Angaben aktuell 1.209 Anträge auf Erteilung der Approbation vor. Im Durchschnitt würden 70 Prozent bewilligt, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Die Zahl der Deutschen, die im Ausland Medizin studieren, wird vom Landesamt nach eigenen Angaben zurzeit statistisch nicht erfasst. Die Anzahl der deutschen Studienabsolventen ist nach Angaben eines Sprechers jedoch "erfahrungsgemäß eher gering".
"Die Gewinnung von Fachkräften für den hessischen Gesundheitssektor ist ein zentrales Anliegen des Hessischen Landesamtes für Gesundheit und Pflege", sagte der Sprecher. "Das HLfGP verbessert derzeit interne Prozesse und Maßnahmen, damit Approbationen beziehungsweise Berufserlaubnisse zügiger erteilt werden und damit diese wichtigen Fachkräfte in Hessen arbeiten können."
Das für Drittstaaten zuständige Team werde personell verstärkt, eine neue Servicehotline helfe bei den Unterlagen, dringende Fälle würden auf Bitten von Kliniken vorgezogen. Verbesserung erhofft sich das Amt auch von einem Gesetzentwurf zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen auf Bundesebene.