Der ADAC stellt fest - Tief in die Tasche greifen für Nahverkehr
Der ADAC hat Tarife für Bus, Bahn und Tram in 25 Großstädten in Deutschland untersucht. Ergebnis: in Frankfurt ist der Nahverkehr besonders teuer.
14 Millionen Menschen nutzen das Deutschland-Ticket. Nach Ergebnissen einer ADAC-Studie lohnt sich das in einigen deutschen Großstädten besonders. Monatskarten der lokalen Verkehrbetriebe sind oft viel teurer.
Die Untersuchung für den Nahverkehr in Frankfurt ist eindeutig : Während das Deutschland-Ticket aktuell 63 Euro kostet, muss ein Erwachsener für ein Monatsticket des Rhein-Main-Verkehrsbundes 115,70 Euro zahlen. Und mit diesem ist nur eine Fahrt mit den dazugehörigen Verkehrsmitteln gestattet. Das Deutschland-Ticket hingegen ermöglicht eine bundesweite Nutzung des Nahverkehrs.
Im Durchschnitt liegt der Preis eines Monatstickets der 25 untersuchten Städten bei 103 Euro.
Preise für Tickets in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen
Auch das Ticket für die Einzelfahrt ist in Frankfurt vergleichsweise teuer. Der Preis liegt mit 3,80 Euro knapp über dem bundesweiten Durchschnitt von 3,68 Euro.
Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Tagesticket: Hier verzeichnete Frankfurt seit 2021 einen Preisanstieg von 45 Prozent, das ist der höchste Wert aller untersuchten Städte. Im Vergleich lag die kumulierte Inflation im selben Zeitraum bei 22 Prozent. Mit dem Preis von 7,75 Euro fährt man allerdings noch günstiger als in Berlin, wo das Tagesticket einen Erwachsenen 11,20 Euro kostet.
ADAC fordert eine Anpassung
Nun erklärt der ADAC die Notwendigkeit der Verkehrsverbünde, die Tarife neu zu strukturieren, vor allem im Kontext zum Deutschladnticket. Sonst werden die Einnahmen sinken können. Vor allem in Frankfurt müsste man die Tarife umdenken. „In Frankfurt sehen wir zwar bei Wochen- und Monatstickets attraktive Zusatzleistungen wie die Mitnahme weiterer Personen, doch der enorme Preissprung beim Tagesticket ist kritisch zu sehen. Hier erwarten wir eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der Gelegenheitsnutzer", sagt Lukas Berkel, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen.
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