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CDU lädt SPD in Rheinland-Pfalz zu Sondierungen ein

Nach der Rheinland-Pfalz-Wahl - CDU lädt SPD zu Sondierungen ein

Der abgewählte und der wohl neue Ministerpräsident
© Andreas Arnold/dpa

Der abgewählte Ministerpräsident Alexander Schweitzer von der SPD (links) und sein voraussichtlicher Nachfolger Gordon Schnieder von der CDU (rechts).

Zwei Tage nach der Landtagswahl bewegen sich CDU und SPD einen entscheidenden Schritt aufeinander zu.

Die CDU in Rheinland-Pfalz hat die SPD zwei Tage nach der Landtagswahl zu Sondierungsgesprächen eingeladen. Ziel ist die Vorbereitung von Koalitionsverhandlungen. Das teilte eine CDU-Sprecherin mit.

Die Gespräche sollen am Donnerstagnachmittag unter Führung des abgewählten Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer von der SPD und seinem voraussichtlichen Nachfolger Gordon Schnieder für die CDU beginnen. 

Große Koalition alternativlos? 

An einer großen Koalition unter einem CDU-Ministerpräsidenten Schnieder geht nach dem vorläufigen Wahlergebnis vom Sonntag nichts vorbei. Ein Bündnis mit den Rechtspopulisten von der AfD haben beide große Parteien ausgeschlossen. Eine rot-grüne oder schwarz-grüne Koalition hätte keine Mehrheit. Andere Parteien haben es nicht in den Landtag geschafft. 

SPD fährt historische Wahlpleite ein

Die CDU ist mit 31 Prozent als stärkste Partei aus der Wahl hervor gegangen. Die SPD ist zwar zweitstärkste Kraft, stürzte aber auf 25,9 Prozent ab – ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Rheinland-Pfalz jemals. Die AfD ist mit 19,5 drittstärkste Kraft. Sie erreichte deutlich mehr als doppelt so viele Stimmen wie vor fünf Jahren. Sie wird voraussichtlich die Opposition anführen. Dem neuen Landtag gehören nur noch vier Parteien an. Die kleinste sind die Grünen, sie erzielte 7,9 Prozent. 

CDU lädt SPD in Rheinland-Pfalz zu Sondierungen ein
© Andreas Arnold/dpa

In Rheinland-Pfalz bahnt sich eine Regierung aus CDU und SPD an. (Archivbild)

CDU und SPD könnten mit einer Zweidrittelmehrheit regieren

CDU und SPD haben zusammen eine Zweidrittelmehrheit und können damit auch die Verfassung ändern. Die CDU hat 39 Sitze, die SPD 32 – das sind zusammen 71. Der neue Landtag ist von 101 auf 105 Sitze gewachsen. Eine große Koalition gab es in der Geschichte von Rheinland-Pfalz noch nie. 

FDP nicht mehr im Parlament

Die Ampel-Regierung in Rheinland-Pfalz hat nach zehn Jahren keine Mehrheit mehr. Die FDP hat den Sprung ins Parlament nicht mehr geschafft. Landeschefin Daniela Schmitt wird das Amt abgeben. Sie hatte angekündigt, bei einer im Mai vorgesehenen Wahl eines neuen Vorstandes nicht mehr anzutreten zu wollen.

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