Poseck nach russischer Drohung: "Nicht einschüchtern lassen"
Poseck nach russischer Drohung - "Nicht einschüchtern lassen"
Ein Zuliefer-Betrieb aus Hanau steht auf einer Liste des russischen Verteidigungsministeriums und gilt dort als potenzielles Angriffsziel. Das Unternehmen soll Motoren für Drohnen herstellen, die auch in der Ukraine verwendet werden. Die hessischen Sicherheitsbehörden und die Politik reagieren geschlossen auf die entstandene Verunsicherung.
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) und Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), sowie dessen Stellvertreter haben sich am Abend getroffen, um über die Lage zu beraten. Innenminister Poseck betont, man werde sich nicht einschüchtern lassen.
Gefahr durch Spionage und Sabotage
Die Sicherheitsbehörden tun demnach alles, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. So habe der Landesverfassungsschutz das betroffene Hanauer Unternehmen bereits für mögliche Gefahren durch Spionage und Sabotage sensibilisiert. Für die Einwohner in Hanau gebe es nach bisherigen Informationen allerdings keine konkrete Bedrohung, so Poseck.
Behörden eingeschaltet
Laut Poseck handelt es sich vielmehr um Putins übliche perfide Machenschaften, um Angst zu schüren und das Vertrauen der Bürger in den Staat zu schwächen. Die Stadt Hanau hat nach dem Bekanntwerden umgehend reagiert und unter anderem den Staatsschutz, die Polizei und das Regierungspräsidium Darmstadt eingeschaltet.
Dank an Sicherheitsbehörden
Oberbürgermeister Kaminsky erklärte, Russland versuche die Bürgerinnen und Bürger Hanaus, das betroffene Unternehmen und die Politik durch Desinformation zu irritieren. „Herr Putin, das gelingt Ihnen mit Hanau und Hessen nicht“, so Kaminsky. Dem Innenminister habe er den ausdrücklichen Dank der Firmenverantwortlichen für das schnelle und umsichtige Handeln von Polizei, Landeskriminalamt und Verfassungsschutz übermittelt.
Hintergrund der russischen Liste
Das russische Verteidigungsministerium hat eine Liste mit insgesamt 21 europäischen Unternehmen veröffentlicht. Darauf stehen neben dem Hanauer Betrieb auch zwei Firmen in München. In der Mitteilung aus Moskau heißt es, dass Länder, die Drohnen für die Ukraine produzieren, in den Krieg mit Russland hineingezogen würden. Wie das betroffene Unternehmen aus Hanau heißt oder was genau geliefert wird, ist aktuell nicht bekannt.
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