Blindgänger-Fund - Bahnstrecke und A66 bei Wiesbaden dicht
Blindgänger-Fund bei Wiesbaden - Heftig für Pendler: A66 wird gesperrt
Am Mittwoch soll eine Fliegerbombe bei Wiesbaden entschärft werden. Bahnstrecke und A66 werden dafür gesperrt. Wer von den Evakuierungen betroffen ist.
Ein 500-Kilo-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg soll am Mittwoch bei Wiesbaden unschädlich gemacht werden. Die Entschärfung oder kontrollierte Sprengung sei für 11.00 Uhr geplant, teilte die Stadt mit. Der Bereich in einem Radius von 700 Metern um den Fundort werde evakuiert.
Auch Straßen und Bahnstrecken sind betroffen - etwa die Bahntrasse Wiesbaden-Köln und die A66 zwischen Erbenheim und Nordenstadt. Die Autobahn werde in dem Bereich ab 10.30 Uhr gesperrt. Es kommt auch zu minimalen Einschränkungen im Busverkehr - mehr Informationen gibt es bei ESWE-Verkehr.
Bei Sondierungsarbeiten bei Kaserne gefunden
Rund 50 Einwohner rund um den Fundort müssten am Mittwochmorgen ihre Häuser verlassen - bis 9.00 Uhr. Für Menschen, die nicht bei Familie, Freunden oder Bekannten außerhalb der Sperrzone unterkommen, gibt es eine Betreuungsstelle in der Johanniter Rettungswache in Amöneburg.
Die amerikanische Fliegerbombe sei am Dienstagnachmittag bei Sondierungsarbeiten an der Zufahrt der Bundesstraße 455 zur Lucius D. Clay Kaserne in Erbenheim gefunden worden, hieß es. Der Blindgänger sei gesichert worden und werde bis zur Entschärfung bewacht.
Verkehrsprobleme erwartet
Mindestens bis die Entschärfung erfolgt ist, müssen Autofahrer zwischen Wiesbaden und Frankfurt mit weiten Umwegen rechnen. Die naheliegende Alternative zur A66-Route zwischen Erbenheim und Nordenstadt, die Mainbrücke bei Hochheim (A671), fällt weg. Die Brücke wird derzeit noch saniert.
Auch auf der Schiene hakt es derzeit zwischen Wiesbaden und Frankfurt: Seitdem am Sonntagabend ein Schalthäuschen abgebrannt ist, ist der Verkehr der entsprechenden Regionalzüge und S-Bahnen eingeschränkt.