Sperrungen aufgehoben - Blindgänger bei Wiesbaden ist entschärft
Die Fliegerbombe bei Wiesbaden ist erfolgreich entschärft worden, teilte die Stadt mit. Zwischenzeitlich waren dafür eine Bahnstrecke und die A66 gesperrt.
Auch Straßen und Bahnstrecken waren von der Entschärfung des 500-Kilo-Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg betroffen - etwa die Bahntrasse Wiesbaden-Köln und die A66 zwischen Erbenheim und Nordenstadt.
Es kam auch zu Einschränkungen im Busverkehr. Der Busverkehr sollte so schnell wie möglich wieder den gewohnten Betrieb aufnehmen. Mehr Informationen gibt es bei ESWE-Verkehr.
Bei Sondierungsarbeiten bei Kaserne gefunden
Rund 50 Einwohner rund um den Fundort mussten ihre Häuser verlassen. Für Menschen, die nicht bei Familie, Freunden oder Bekannten außerhalb der Sperrzone unterkommen, gab es eine Betreuungsstelle in der Johanniter Rettungswache in Amöneburg.
Die amerikanische Fliegerbombe sei am Dienstagnachmittag bei Sondierungsarbeiten an der Zufahrt der Bundesstraße 455 zur Lucius D. Clay Kaserne in Erbenheim gefunden worden, hieß es. Der Blindgänger sei gesichert worden und wurde bis zur Entschärfung bewacht.
Wichtiger Militärstandort
Die Lucius D. Clay Kaserne beherbergt mit dem Hauptquartier des US-Heeres für Europa und Afrika eine wichtige Schaltzentrale für die Nato.
Entschärfung sorgte für Verkehrsprobleme
Bis zur Entschärfung mussten Autofahrer zwischen Wiesbaden und Frankfurt weite Umwege auf sich nehmen. Die naheliegende Alternative zur A66-Route zwischen Erbenheim und Nordenstadt, die Mainbrücke bei Hochheim (A671), war nicht befahrbar. Die Brücke wird derzeit noch saniert.
Staus und Sperrungen: Die aktuelle Lage auf Hessens Straßen
Auch auf der Schiene hakt es derzeit zwischen Wiesbaden und Frankfurt: Seitdem am Sonntagabend ein Schalthäuschen abgebrannt ist, ist der Verkehr der entsprechenden Regionalzüge und S-Bahnen eingeschränkt.