33. Ausgabe - Mühlentag in Hessen: Das Klappern der Mühle selbst hören
Von Apfelweinproben bis Hüpfburg: An Pfingsten öffnen 31 historische Mühlen ihre Türen und bieten Führungen, Mitmachaktionen und regionale Spezialitäten für die ganze Familie.
Es klappert die Mühle am rauschenden Bach – wer diese Liedzeile wörtlich nehmen möchte, sollte am Pfingstmontag (25. Mai) zu einer der 31 geöffneten Mühlen in Hessen gehen. Angekündigt sind Aktivitäten für Groß und Klein - von der Vorführung des Mühlwerks über Apfelweinproben bis hin zu großen Feierlichkeiten am Windmühlenturm in Bad Nauheim.
Festakt in Bad Nauheim
Zur bundesweiten Eröffnung des 33. Mühlentags wird Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (CDU) in Bad Nauheim erwartet. Das Wahrzeichen der Stadt hatte erst am 20. Mai neue Flügel bekommen.
Bei einem Orkan im Jahr 1824 soll die damalige Windmühle zerstört worden sein, zwei Jahre darauf wurden die Flügel entfernt – übrig blieb nur der Turm, wie Frank Mörler vom Verein Wind und Wasserkunst Bad Nauheim erklärt. Pünktlich zum Deutschen Mühlentag soll sich die Windmühle dann offiziell wieder drehen. Besucherinnen und Besucher erwarten ein Mitmachprogramm, Livemusik und Besichtigungen.
Apfelwein in einer Ölmühle
Die alte Mühle in Leun (Lahn-Dill-Kreis) bietet am Mühlentag Führungen zu jeder vollen Stunde an. Hier kann man eine Ölmühle von 1480 begutachten – und danach im Keller der Mühle acht verschiedene Sorten Apfelwein probieren. Das Denkmal öffnet nach Angaben des Betreibers zwischen 11 und 18 Uhr seine Türen.
Flohmarkt und Führung
Auch die Alte Mühle am Gut Laar in Zierenberg (Kreis Kassel) lädt zu einer Führung. Das 1599 als Getreide- und Ölmühle errichtete Bauwerk war bis 1844 aktiv. Nach seiner Stilllegung wurde die Mühle 1904 umgerüstet und bis 1959 zur Stromerzeugung genutzt. Ein Fahrdienst vom Marktplatz Zierenberg zur Mühle wurde organisiert. Der Eintritt ist kostenlos.
Selbst mahlen im Wetteraukreis
In der Mühlenmodell-Ausstellung in Ober-Mockstadt (Wetteraukreis) können Gäste selbst Hand anlegen. Von Getreide- über Kaffee- bis hin zu Gewürzmühlen kann man hier alles einmal ausprobieren – und das Ganze direkt weiterverarbeiten. Auch im Außenbereich warten diverse Maschinen darauf, ausprobiert zu werden. Hier kann man zwischen 13 und 17 Uhr mehr als 200 verschiedene Mühlen begutachten.
Kulinarisches Angebot im Mühlencafé
Wer ganz entspannt dem Plätschern einer Mühle lauschen will, sollte nach Homberg (Schwalm-Eder-Kreis) fahren. Hier können Besucherinnen und Besucher das Mühlrad der Pletschmühle zwar nur vom Hof besichtigen, dafür erwarten sie im Mühlencafé Speisen aus der Region. Das Fachwerkhaus und das Mühlrad wurden zuletzt 2001 saniert und erneuert.
Hüpfburg und Mühlenbesichtigung
Die Rosenbacher Mühle (Odenwaldkreis) lädt Gäste ab 11 Uhr zu einer Mühlenbesichtigung ein. Die ehemalige Getreidemühle aus dem 16. Jahrhundert wird heute zur Stromerzeugung genutzt. Vor allem Kinder kommen hier auf ihre Kosten: Neben Kuchen und herzhaften Häppchen soll eine Hüpfburg aufgebaut werden.
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