Bundesweiter Gemeindecheck - Diese Orte in Hessen schneiden top ab
Schulen, Ärzte, schnelles Internet - welche Gemeinden in Deutschland sind am besten versorgt? Der neue Gemeindecheck des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat 10.817 Gemeinden in Deutschland bewertet. Hessen schneidet dabei besonders gut ab und dominiert die Spitzengruppe.
In der Rangliste belegt das bayerische Haar bei München den ersten Platz. Direkt dahinter liegen die hessischen Städte Offenbach am Main (Platz 2), Frankfurt am Main (Platz 3) und Eschborn (Platz 4). Diese Städte punkten vor allem durch eine hervorragende Mobilität und Gesundheitsversorgung.
Weitere hessische Erfolge
Auch andere hessische Gemeinden sind im Ranking weit vorne. Mühlheim am Main erreicht Platz 9 und Bischofsheim Platz 13. Schwalbach (23), Neu-Isenburg (32), Bad Homburg (91), Darmstadt (40), Wiesbaden (53), Hanau (57), Kassel (65) und Gießen(69) platzieren sich ebenfalls unter den Top 100 in Deutschland.
Nordrhein-Westfalen und Thüringen im Fokus
Nordrhein-Westfalen schneidet im Bundesländervergleich stark ab: 86 Prozent der Gemeinden dort haben gute oder sehr gute Bewertungen.
Der Osten liegt vor dem Westen
Auch wenn eine westdeutsche Stadt und ein westdeutsches Flächenland vorne liegen, zeigt der große Ost-West-Vergleich ein anderes Bild: 30 Prozent der ostdeutschen Städte werden als "sehr gut" versorgt eingestuft, unter den westdeutschen Städten sind es nur knapp 20 Prozent.
Was genau wurde untersucht?
Bewertet wurden etwa die Versorgung mit Kitas und Schulen, die Anbindung an Autobahnen, Nahverkehr und Flughäfen und die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Theater, Museen, Schwimmbäder, aber auch die Mobilfunkabdeckung und die Breitbandverfügbarkeit.
Auch Kleinstädte liegen weit vorn
Jenseits der Metropolen schneiden einige Mittel- oder Kleinstädte überraschend gut ab: Memmingen im Allgäu kommt deutschlandweit auf Rang fünf, Friedrichroda im Thüringer Wald auf Rang zehn. Dagegen landen einige Großstädte abgeschlagen auf hinteren Plätzen: Würzburg etwa auf Rang 1.705, Oldenburg auf 1.462.
Wahrnehmung vs. Realität: Der "Pessimismusfilter"
Ein spannender Aspekt der Studie ist die gefühlte Versorgung. Während über die Hälfte der Deutschen zufrieden ist, zeigt sich bei AfD-Anhängern ein anderes Bild: Hier überwiegt die Unzufriedenheit (39 Prozent). Studienautor Matthias Diermeier spricht von einem „Pessimismusfilter“. Die Forscher warnen: Für die Zufriedenheit mit der Demokratie ist entscheidend, wie die Menschen die Angebote vor Ort wahrnehmen.