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Arbeitslosigkeit sinkt in Hessen leicht

Arbeitsmarkt in Hessen - Arbeitslosigkeit sinkt in Hessen leicht

Agentur für Arbeit
© Arne Dedert/dpa

In Hessen gab es im Mai weniger Arbeitslose. (Symbolbild)

Im Mai gab es weniger Arbeitslose in Hessen, doch die Unsicherheit am Arbeitsmarkt bleibt spürbar. Der Monat sorgt zwar für positive Impulse, eine echte Trendwende ist aber nicht in Sicht.

In Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai gesunken. Mit 208.672 Menschen waren rund 3.760 Personen weniger arbeitslos gemeldet als im April, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit berichtet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen jedoch um mehr als 5.200.

Die Arbeitslosenquote ging zum Stichtag 12. Mai um 0,1 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent zurück. Auch saisonbereinigt sank die Zahl der Arbeitslosen leicht um rund 1.000 Personen. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten alle Personengruppen profitieren. Am stärksten fiel er prozentual bei unter 25-Jährigen (-2,5 Prozent) sowie bei Menschen ohne deutschen Pass (-2,2 Prozent) aus. Nach Einschätzung der Regionaldirektion der Arbeitsagentur sei aber keine Trendwende am hessischen Arbeitsmarkt erreicht.

Veränderung für Jahreszeit normal

"Die leicht positive Entwicklung bei den aktuellen Arbeitsmarktzahlen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die wirtschaftliche Stimmung in Hessen unverändert schwierig ist", sagt Direktionsleiter Frank Martin. Die schwache Auftragslage, unkalkulierbare geopolitische Risiken, hohe Energiepreise und ein zunehmender Wettbewerbsdruck würden die Einstellungspläne vieler Unternehmen bremsen. "Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich dies zu einer Trendwende verstetigen kann." Nach Einschätzung der hessischen Arbeitsagentur habe sich der Arbeitsmarkt für die Jahreszeit vergleichsweise normal entwickelt. 

Im Mai meldeten Unternehmen und Behörden zudem mehr als 9.150 neue offene Stellen – ein Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Besonders gesucht wurden Fachkräfte (4.180 Stellen), gefolgt von Experten und Spezialisten (2.545) sowie Helfern (1.800). Der Anstieg erstreckte sich dabei über alle Qualifikationsniveaus. Insgesamt zählen die Agenturen damit 41.742 offene Stellen.

Martin: "Noch keine Trendwende"

Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Hessen, sieht noch keinen Anlass für zu viel Optimismus.

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