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WHO warnt vor extremer Hitze: Jährlich viele Tote

WHO warnt vor extremer Hitze - Eine halbe Millionen Hitzetote pro Jahr

Eine Person erfrischt sich während einer Hitzewelle in Paris.
© dpa/Christophe Ena

Eine Person erfrischt sich während einer Hitzewelle in Paris an der Fontaine de Varsovie in der Nähe des Eiffelturms (Symbolbild).

Angesichts der aktuellen Hitzewelle warnt die Weltgesundheitsorganisation eindringlich vor den gesundheitlichen Folgen hoher Temperaturen. 

Extreme Hitze gehöre zu den gefährlichsten und am schnellsten zunehmenden Bedrohungen, die mit dem Klimawandel verbunden seien, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Eine halbe Million Tote pro Jahr

Bei einer Pressekonferenz in Genf sagte Tedros, extreme Hitze zähle zu den schwerwiegendsten Gesundheits- und Sicherheitsrisiken unserer Zeit. Weltweit sterben nach Angaben der WHO jedes Jahr rund 500.000 Menschen an den Folgen von Hitze. Viele dieser Todesfälle wären aus Sicht der Organisation jedoch vermeidbar.

Risikogruppen besonders gefährdet

Die WHO fordert deshalb stärkere Schutzmaßnahmen, vor allem für besonders gefährdete Menschen. Dazu zählen ältere und kranke Menschen, Schwangere und Kinder. Aber auch Arbeiterinnen und Arbeiter sowie sozial benachteiligte Gruppen stehen nach Einschätzung der Organisation besonders unter Druck, wenn Temperaturen extrem ansteigen.

Hitzebedingte Todesfälle nehmen zu

Die Warnung der WHO stützt sich auch auf wissenschaftliche Erkenntnisse zu den gesundheitlichen Folgen steigender Temperaturen. Demnach gab es zwischen 2000 und 2019 weltweit zwar insgesamt noch mehr Kälte- als Hitzetote. Zugleich zeigte eine Studie aber, dass die Zahl der kältebedingten Todesfälle in diesem Zeitraum zurückging, während die hitzebedingte Sterblichkeit zunahm.

Sorge auch mit Blick auf die Fußball-WM

Die WHO blickt nicht nur auf Europa, sondern auch auf Großveranstaltungen wie die aktuelle Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika. Hitzewellen könnten dort für Fans und andere Beteiligte zu einer erheblichen Gesundheitsgefahr werden, betonte Tedros.

Nach Angaben des WHO-Chefs arbeitet die Organisation deshalb mit dem Weltfußballverband FIFA und den drei Gastgeberländern zusammen. Ziel sei es, Frühwarnsysteme bereitzustellen sowie ausreichend Trinkwasser und Abkühlungsmöglichkeiten zu organisieren.

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