Dreckige Toiletten: Hessens Rastplätze fallen im Test durch
Müll und verdreckte Toiletten - Hessische Rastplätze fallen im Test durch
Sie sind bei vielen fast so gefürchtet wie der Stau bei der Fahrt in den Urlaub: Rastplätze entlang der Autobahn. Und das zu Recht, sagt der ADAC - wie schon vor vier Jahren schnitten die hessischen Anlagen im deutschlandweiten Test am schlechtesten ab.
Und nicht nur das: der Ekelfaktor an den einfachen Rastplätzen nur mit WC hat in den letzten Jahren teilweise sogar noch zugenommen, sagt der ADAC.
Horror-Rastplatz an der A3 bei Frankfurt
Schlusslicht in ganz Deutschland ist der Rastplatz "Am Stadtwald" an der A3 bei Frankfurt. Seit vier Jahren ist das WC-Häuschen dort geschlossen, mittlerweile gibt es nicht mal mehr mobile Toiletten. Darüber hinaus kritisierten die Tester den stark verdreckten Gesamtzustand. Bei einer gesonderten Begehung Ende Juni sei sogar benutztes Spritzbesteck auf dem Gehweg gefunden, sagt der ADAC.
Ebenfalls auf den hinteren Plätzen
Ähnlich schlecht sieht es am "Nadelöhr" auf der A4 bei Friedewald aus: unangekündigt gesperrte Behindertentoilette, vermüllte Rasenflächen und ein abgestelltes Schrottauto und damit Rang 48 im Test. Platz 46 belegt der Rastplatz “Brühlgraben” an der A5 bei Darmstadt.
Häufigere Reinigung nötig
Der ADAC fordert von der Autobahn GmbH als Betreiber der Rastplätze, eine häufigere Reinigung. „Die Reinigung muss zudem gründlicher erfolgen und darf sich nicht auf die Leerung der Mülltonnen und das oberflächliche Saubermachen der Toiletten, sofern überhaupt vorhanden, begrenzen“, sagt Verkehrsexperte Wolfgang Herda.
Appell an Autofahrer
Einen Appell richtet der ADAC aber auch an die Autofahrer: Rastplätze dienen der Erholung aller Verkehrsteilnehmer und sollten nicht verdreckter hinterlassen werden als vorgefunden.