Angelteiche in Not - Hessens Fische sind im Hitzestress
In hessischen Angelteichen wird es diesen Sommer vielen Fischen zu heiß - besonders große Raubfische wie der Hecht leiden. Beim Beuerbacher See im Taunus kommen weitere Probleme hinzu.
Nicht nur Menschen leiden unter dem heißen Sommer - auch viele Fische in hessischen Angelteichen haben Hitzestress. Die hohen Temperaturen seien in flachen Seen von eineinhalb bis zwei Metern Tiefe ein flächendeckendes Problem, sagte der Vizepräsident des Verbandes hessischer Fischer, Karl Schwebel, in Wiesbaden. "Es ist einfach zu warm." Wegen Hitzestress seien an einigen Seen schon Fische verendet.
Auch noch Bauschutt in Beuerbacher See geschüttet
Rund ein Dutzend tote Hechte wurden beispielsweise am Beuerbacher See im Taunus bereits entdeckt - das Gewässer hat mit besonders gravierenden Problemen zu kämpfen. Unbekannte hatten illegal Bauschutt im See abgeladen, zur Entsorgung mussten große Mengen Wasser abgelassen werden, wie der Vereinsvorsitzende Markus Kaczmarek berichtete. Wegen des niedrigen Wasserstandes erwärmt sich der See nun stärker. Sauerstoff wird knapp, da warmes Wasser weniger Sauerstoff binden kann als kühleres. Nun läuft im Bauerbacher See nachts ein Oberflächenbelüfter.