Zoll stellt 4,7 Tonnen sicher - Kaffee-Razzia in Frankfurt
Zollfahnder haben in einem Frankfurter Lagerhaus rund 4,7 Tonnen unversteuerten Kaffee sichergestellt. Drei Männer stehen im Verdacht, den Kaffee in großen Mengen illegal aus den Benelux-Ländern eingeführt zu haben. Es geht möglicherweise um weitreichende Steuerhinterziehung.
Für den Abtransport der riesigen Kaffeemengen musste sogar das Technische Hilfswerk hinzugezogen werden, teilen das Zollfahndungsamt und die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Außerdem durchsuchten die Einsatzkräfte acht Wohn- und Geschäftsräume in der Mainmetropole.
Jahrelange Ermittlungen
Bereits seit Ende 2024 sind die Ermittler des Zolls den Angaben zufolge den drei Tatverdächtigen auf der Spur. Ausgelöst haben die Ermittlungen Auffälligkeiten bei Geschäftsprüfungen und Zollkontrollen der Hauptzollämter Darmstadt und Bielefeld. Dabei passten die offiziell angemeldeten und die tatsächlich eingeführten Kaffeemengen in den Betrieben der Beschuldigten nicht zusammen, heißt es.
Steuerschaden könnte enorm steigen
In Deutschland unterliegt Röstkaffee als verbrauchsteuerpflichtige Ware der Überwachung durch den Zoll. Sobald der Kaffee aus dem Ausland eingeführt wird, muss die Kaffeesteuer abgeführt werden. Den Angaben zufolge beläuft sich der entstandene Steuerschaden aktuell auf geschätzte 11.000 Euro. Die weitere Auswertung der Beweismittel werde jedoch zeigen, ob diese Summe noch auf ein Vielfaches korrigiert werden müsse, heißt es von den Behörden.