Fleisch aus dem Drucker: Was dieses Hessen-Start-Up vor hat
Fleisch aus dem Drucker - Was dieses Hessen-Start-Up vor hat
Fleisch aus dem Drucker, Roboter für die Pferdestall-Pflege oder afrikanisches Essen im Glas: In Offenbach steigt am Freitag das Finale beim Hessischen Gründerpreis. Über 200 Start-Ups haben sich beworben, 12 Unternehmen sind in der Endrunde.
Im Finale steht zum Beispiel das Start-Up Fablon aus Darmstadt. Die Gründer wollen aus Tierzellen Fleisch drucken - mit Hilfe sogenannter Bio-Tinte. Die Idee: Bezahlbare Steaks ohne Massentierhaltung. “Seit Jahrzehnten können wir mit bewährten Druckverfahren enorme Mengen in kürzester Zeit produzieren. Warum sollten wir dieses Prinzip nicht nutzen, um auch biologische Produkte industriell herzustellen?”, sagt Mit-Gründer Michael Schaberger.
Siebdruckverfahren zum Steak-Druck
Fablon entwickelt Technologien und Produktionsverfahren, mit denen biologische Materialien industriell gedruckt werden können – beispielsweise kultiviertes Fleisch oder pflanzliche Proteine. Das Problem ist: Viele dieser Innovationen funktionieren heute bereits im Labor, lassen sich aber noch nicht schnell und kostengünstig in großen Mengen herstellen. Genau hier setzt das Start-Up an: “Wir nutzen ein bewährtes industrielles Siebdruckverfahren und übertragen es auf biologische Materialien”, so Schaberger.
Roboter für den Pferdestall
Die Firma ODW Engineering aus Wald-Michelbach will beim Ausmisten oder Kehren von Pferdeställen helfen. Mit Robotern, die die körperlich anstrengenden Arbeiten übernehmen. Die Firma tritt in der Kategorie “Innovative Geschäftsidee” an. Geld gibt es für die Gründerpreis-Gewinner nicht. Dafür aber viel Aufmerksamkeit und die Möglichkeit, ihr Netzwerk auszubauen.
“Mamaye”: Ostafrikanische Küche aus dem Glas
Eine Ehepaar aus Neu-Isenburg wollte ostafrikanische Küche für alle verfügbar machen. Gründer Bahleby Tewelde erzählt im Gespräch mit HIT RADIO FFH: "Meine Mutter hat uns oft gekocht und irgendwann haben wir das in Marmeladengläschen gepackt und ich habe es an der Uni verkosten lassen".
Gründer schon bei “Höhle der Löwen”
Aus der Küchen-Idee ist inzwischen ein deutschlandweit in Supermärkten verfügbares Produkt geworden. Sogar bei der “Höhle der Löwen” waren Bahleby und seine Frau Yemi Desalegn schon. “Mamaye” bedeutet “Meine Mutter” und ist eine Hommage an alle Mamas.