Konkurrenz für Paypal - Europäische Plattform WERO wird bekannter
Europa will unabhängiger von großen US-Anbietern wie PayPal werden. Der junge europäische Bezahldienst Wero wird immer bekannter, macht dem Marktführer hierzulande aber noch keine wirkliche Konkurrenz.
In Deutschland versendet die Mehrheit (56 Prozent) ihr Geld per PayPal an Bekannte. Das hat eine YouGov-Umfrage ergeben. Wero bevorzugen hiernach aktuell nur vier Prozent der Deutschen. Allerdings wird der Nachfolger von „Kwitt", dem ersten gemeinsamen Dienst der Sparkasse und Volksbank, immer beliebter.
Auf dem Vormarsch in Frankreich
Viel besser lief es bisher nur in Frankreich: Dort gaben 19 Prozent der Befragten an, dass sie die europäische Plattform am häufigsten nutzen. In unseren anderen Nachbarländern dominieren momentan noch nationale Geldtransfer-Plattformen die Märkte. Zum Beispiel wird „MobilePay" in Dänemark von 92 Prozent genutzt, das Äquivalent „Swish" in Schweden von 86 Prozent und in den Niederlanden dominiert „Tikkie" (71 Prozent).
Bald auch im Supermarkt nutzbar
Die Idee für Wero kommt von der European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss von Banken und Zahlungsdienstleistern. Seit Anfang Juli 2024 ist Wero am Start und fokussiert sich wie der US-Konkurrent vor allem auf kostenlose Echtzeit-Überweisungen von Mensch zu Mensch. Inzwischen kann der Dienst auch beim Einkaufen im Netz genutzt werden, ähnlich wie Kreditkarten. Nun möchte Wero auch die Supermarktkassen erobern.