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> Tipps von Einheimischen: Geheimtipps für euren Sommerurlaub
10.07.2025, 10:23 Uhr
Tipps von Einheimischen -
Geheimtipps für euren Sommerurlaub
Der Sommerurlaub steht vor der Tür. Viele von euch fahren weg und genießen ihre wohlverdiente Auszeit. Was ihr in eurer Urlaubsregion tun solltet und was gerade nicht – die echten Do’s und Dont’s von den Einheimischen findet ihr hier.
Wer mag es nicht, neue Orte zu entdecken? Klar kann man übers Internet viel herausfinden, was man in seiner Urlaubsregion alles erleben sollte. Die richtigen Geheimtipps gibt’s doch aber von den Einheimischen selbst. Sie kennen Orte, Verhaltensweisen und Tipps, die eben nicht in jedem Reiseführer stehen. Das ist der Echt Evren-Reiseführer:
- Was sollte man unbedingt gesehen/probiert/erlebt haben?
- Was sollte man nicht machen? Weil es überbewertet ist, ich mich damit blamiere oder vielleicht sogar jemanden aus Versehen beleidige?
- Was ist das Kurioseste in dem Land oder der Region?
- Wie kann man die Leute vor Ort vielleicht sogar beeindrucken?
Von der Wanderroute in Schweden, über den Trinkspruch aus Norddeutschland, bis zum kuriosen Aberglauben in der Türkei.
Österreich
Franz Doppler aus Dreieich-Offenthal kommt ursprünglich aus der österreichischen Hauptstadt Wien. Er kennt sich in der Stadt, aber auch in den umliegenden Regionen bestens aus. Eigentlich ist er IT-Experte und bereitet alte Computer auf und vergibt sie Menschen kostenlos, die sich einen neuen PC nicht leisten können.
Als wir ihn besucht haben, war er aber der Geheimtipp-Geber für sein Heimatland.
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Hallo und Servus, ich bin der Franz Doppler und gebe euch Tipps aus meiner Heimat. Echter Wiener natürlich, der immer wieder mal sagt, oida, das nervt oder so. Wir Wiener müssen einfach kranteln. Und ich gebe euch gerne Tipps aus meinem Heimatland Österreich, großteils aus Wien, weil als echter Wiener muss man das präferieren. Wir fangen mal an mit den Do's, also den, sagen wir mal, den drei Dingen, die man auf jeden Fall erlebt, probiert, gesehen haben muss. Deine persönlichen Tipps. Ja, in Wien gibt es einiges, also zum Beispiel die Wiener Donauinsel, die man unbedingt besuchen soll. Jetzt Anfang Juli ist das Donauinselfest, da kommen rund drei Millionen Leute. Da gibt es extrem viele Konzerte für Kinder, auch viele Veranstaltungen etc. Ein weiterer Tipp in Wien, zum Beispiel der Donauturm, da gibt es für die ganz Mutigen auch ganz oben eine Rutsche auf über 200 Metern. Da kann man dann runterrutschen einen Teil. Und ja, ein kleiner Tipp für die ganz Gemütlichen, zum Beispiel der Marxer Friedhof. Ist wunderschön. Ja, das ist ein kleiner Tipp. Die Wiener gehen dort natürlich auch hin, picknicken, joggen, Rockkonzerte gibt es auch am Friedhof. Ja, wir leben dort zum Teil. Wir verbringen dort unsere Freizeit, weil es schön ruhig ist. Du bist natürlich konzentriert auf Wien, hast aber natürlich auch noch für ein bisschen rund um Wien noch so ein paar Tipps, die du uns geben willst. In der Nähe von Wien gibt es Kanuntum, eine alte Römerstätte, wo vieles ausgegraben wurde, aber auch nachgebaut wurde. Das ist ein großer Tipp von mir, weil da kann man auch in die Gebäude hinein, da wird vieles erklärt. Sonnenschirm sollte man mitnehmen, weil nicht sehr viele Bäume dort sind. Das ist immer ein Tipp. Ein weiterer Tipp ist der Neusiedlersee. Da kann man auch wunderschön spazieren gehen, Boot fahren. Man kann auch zu Fuß ins Wasser, ziemlich weit hinein, weil er sehr flach ist. Ja, dann gibt es auch noch Baden bei Wien mit einem wunderschönen Park und Baden auch selber, schöne Altstadt. Dort gibt es auch den Rosengarten. Dort sind die Rosen, hunderte Rosensträucher. Kann man sich anschauen, das ist auch sehr, sehr schön. Was würdest du denn sagen, ist natürlich neben Wien so der schönste Ort? Österreichs. Gibt es zu viele. Mariazell ist wunderschön, Graz ist wunderschön mit dem Grazer Urturm. Da kann man auch vom Urturm durch den Berg hinunter mit einer Rutsche, für diejenigen, die nicht zu Fuß runtergehen wollen. Und es gibt auch einen Lift hinauf. Okay.
Das sollt ihr nicht in Österreich machen
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Ja, also bitte, kein Wiener Schnitzel bestellen und dazu Soße. Das gibt es in Österreich nicht. Was man auch nicht tun sollte, ist in ein Kaffeehaus gehen zum Beispiel und dort nur ein Glas Wasser bestellen. Das wird prinzipiell verrechnet. Wenn, dann bestellt man einen Kaffee und bekommt ein kleines Glas Wasser noch extra dazu. Was man auch nicht machen sollte, Höflichkeit erwarten. Also in vielen Bundesländern ist in Österreich Höflichkeit ein Nebenprodukt, würde ich jetzt mal freundlich sagen. Wenn man etwas fragt, dann muss man damit rechnen, dass die Antwort manchmal ein bisschen gepfefferter ausfällt. Du hast vorhin schon mal das Wort granteln benutzt. Was heißt das denn eigentlich? Was ist das? Ist das so typisch Wiener oder ist das typisch Österreich? Ja, das ist typisch Wiener. Granteln heißt also grantig sein, schlecht aufgelegt sein. Morgen ist kein Kaffee, dann grantelt man sowieso den ganzen Tag. Was ist denn so, wenn du an Österreich denkst, so das Kurioseste, was dir zu dem Land einfällt? Ob es ein Aberglaube ist, eine Marotte? Generell in Österreich, wenn man in ein Kaffeehaus geht, man hat nicht nur fünf Kaffee. Man hat nicht nur fünf Kaffee zur Auswahl, sondern manchmal 50. Das ist so. Also so manche Karte ist schön lang, nur mit Kaffee. Oder auch, dass die Leute im Sommer prinzipiell oder im Winter, im Winter ist es zu kalt, im Sommer ist es zu heiß, im Herbst ist es zu kühl oder zu frisch oder zu windig. Wir lesen dann prinzipiell über alles. Das ist in ganz Österreich aber so. Mit welchem Spruch oder mit welchen Wörtern kann man denn Österreicher beeindrucken? Also wenn man nach dem Weg fragt, könnte man zum Beispiel sagen Herst. Wie komme ich da hin? Oder Master. Wie ist denn der Weg? Master sagt man. Das ist der Meister und man spricht halt manchmal die Leute so auch an. Also passt auf. Ich wünsche euch allen einen schönen Urlaub in Österreich und passt auf, dass niemanden auf die Zechen steckt.
Weitere Österreich-Ausflugstipps, die Franz uns mitgegeben hat:
1. Hubertuswarte bei Wien
Die Aussichtsplattform befindet sich auf dem 508 m hohen Kaltbründlberg im Lainzer Tiergarten. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick über ganz Wien.
2. Salzburger Freilichtmuseum
In Salzburgs größtem Museum stehen 100 wieder errichtete Originalbauten, die euch durch eine Zeitreise durch sechs Jahrhunderte mitnehmen.
3. Hundertwasserkirche in der Steiermark
Unzählige Farben spiegeln sich in der Kirche wider. Kunstvolle Keramikmosaike und ein bunt gestaltetes Ziegeldach mit vergoldeten Kugeln und Turmzwiebel fallen ins Auge.
4. Gasteiner Wasserfall
Er gehört zu den bekanntesten Wasserfällen Österreichs und ist das Wahrzeichen von Bad Gastein.
5. Restaurant Mill in Wien
Grüne Oase: Ein ganz gemütliches Restaurant, wo man auch im Freien zwischen vielen Pflanzen sitzen kann.
6. Das Augustin in Wien
Mit seiner charmanten Vintage-Optik und einer detailverliebten Flohmarkt-Einrichtung versprüht dieser Frühstückssalon einzigartigen Charakter.
7. Heurigenschenke Zur Wildsau in Wien-Hietzing
Ob Stammgast, Spaziergänger oder Radfahrer – im großen Gastgarten genießt man den Blick über Wien und drinnen wartet das Selbstbedienungsbuffet mit hausgemachten Spezialitäten.
8. Schwarzwasserbach im Kleinwalsertal
Wer bei einer Wanderung Abkühlung sucht, ist am Schwarzwasserbach im Kleinwalsertal genau richtig.
Schweden
Thomas Edlund aus Marburg kommt ursprünglich aus Nordschweden. Er ist Restaurantbesitzer eines schwedischen Restaurants in der Marburger Oberstadt. Seit 2007 lebt er in Deutschland. Uns hat er verraten, welches Essen ihr probieren müsst, worauf ihr in der Öffentlichkeit achten könnt und welche Orte ihr unbedingt besuchen sollt.
Thomas Empfehlungen für euch in Schweden
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Hey, mein Name ist Thomas und heute werde ich ein paar Tipps geben, was man in Schweden macht. Schweden ist Schweden, richtig? Das ist korrekt. Seit wann lebst du denn in Deutschland? Ich lebe hier seit 2007. Ich bin aus Nordschweden, es ist etwa 800 Kilometer nördlich von Stockholm. Sag mir mal so drei Dinge, die dir einfallen, die man in deinem Land entweder gesehen oder erlebt haben muss. Deine persönlichen Tipps. Was wahrscheinlich viele verbinden mit Schweden ist die Natur. Und das ist natürlich vielleicht das Erste, was man auf die Liste kommt. Dass du erleben darf, allein zu sein. Es gibt viele Badeseen, wo man einfach reinstehen kann im Sommer. Da muss man keinen Eintritt zahlen, es gibt genug Seen, wo man einfach reinspringen kann. Und du hast gesagt, wenn man diese Badeseen besucht, auf jeden Fall alles mitnehmen. Genau, also das ist ja nicht in Schweden selbstverständlich, dass es wie in Deutschland einen Kiosk oder einen Bratwurstbude oder sowas gibt. Sondern ich liebe ein bisschen Fika, nicht verwechseln mit etwas anderem. Also das Fika ist ja das Schwedische Klassische, da man ein bisschen Kaffee, Kuchen oder Brötchen dabei hat. Wo ist da unten in Südschweden so ein Ort, wo du sagst, das muss man in Schweden gesehen haben? Ich finde tatsächlich, das Malmö ist erstmal sehr schön. Da kommt man direkt an, wenn man zum Beispiel mit den Fähren von Deutschland kommt, von Traumünde. Wenn man will, was vielleicht etwas Ausgewöhnliches, was ein bisschen vergessen wird in vielen Reisefähren und so weiter, ist Gotland. Die Insel, die liegt da ein bisschen östlich von Schweden. Das ist eine etwas größere Insel. Das gibt Schiffen, da von Jentai, von Westervik, von Stockholm, also da kommt man gut dran. Es ist eine alte Stadt, das Mittealter. Da gibt es so viele Dinge für Kinder, was man macht. Und die Filme von Pippi Langstrumpf, die sind da gedreht geworden.
Dieses Essen müsst ihr probieren
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Also ich finde, man soll auf jeden Fall richtig zubereitete Schöttböller essen. Also was häufig kommt bei uns im Möbelhaus, hat ja nichts mit dem Original zu tun. Also hausgemachte Schöttböller sollte man genießen und auch manchmal Fisch. Also auf jeden Fall überall in vielen Städten gibt es einen richtig guten Fischrestaurant. Schön Kabeljau, denn man muss nicht unbedingt Lachs essen, aber es ist auch richtig guter Lachs natürlich. Also das kann ich nur empfehlen. Also wenn Fisch auf der Karte ist, isst Fisch. Vor drei oder vier Wochen habe ich Süßtrömming gegessen. Und das war ganz, ganz furchtbar. Also das kann ich nicht empfehlen, das sollte man nicht essen. Wie siehst du denn das? Ich sehe das so. Also Süßtrömming erstmal ist ja so ein ganz, ganz, wie gesagt, ein besonderes Gericht. Mögen nicht alle. Ich habe das gehasst als Kind. Mittlerweile kann ich mich hinsetzen am Tisch und da was essen. Aber es liegt natürlich auch ein bisschen, wie man das macht. Erstmal draußen, schön im Garten, das ist Nummer eins. Zusätzlich ist die Saison erst im August und da ist dann eigentlich eine ganz kurze Saison dafür. So sage ich dann vom 10. August, glaube ich, ist das bis Ende August, wo man das isst. Mit natürlich schön den eigenen Ernten von Kartoffeln, hat man meistens dabei. Eigenes Brot gebackenes und dann isst man natürlich das mit viel Kartoffel. Ein bisschen Zwiebeln, eigenes Brot und dann ganz, ganz, ganz, ganz dünne Streifen von diesem Hering. Also wenn ich das dabei esse, esse ich vielleicht 30, 50 Gramm Hering. Also das ist so dünn, so intensiv ist der Geschmack auch.
Das ist kurios in Schweden
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Vielleicht in der Sauna behalt erstmal dein Handtuch an, weil viele Saunas nicht FKK-Bereiche sind. Hast du irgendwas, was so wirklich super kurios an Schweden ist? Ja, vielleicht ist das tatsächlich, wir haben gerade Mittsommer erlebt. Und das ist ja unser, muss ja sein, unser Nationalfeiertag. Aber dass man zum Beispiel in Schweden, dass die Frauen sich dann ein Mittsommerkleid aussuchen. Also ein helles, weißes Kleid. Dann macht man auch gerne einen Kranz und so. Und dann ist natürlich der Highlight, dass wir dann rund um diesen Baum diese kleinen Frösche und alle tanzen und springen und singen. Und eigentlich sagen alle, was ist so besonders mit Mittsommer? Und wir feiern den Sommer sozusagen. Aber eigentlich ist das nur, weil wir chillen wir einfach noch. Wir machen eigentlich nicht viel. Wir sitzen da, wir gucken zu, wir haben so einen Beibaum mit hochgestellt. Gibt es einen Spruch, einen Satz, vielleicht ein, zwei Wörter, die bei den Einheimischen dort gut ankommen, die man so sagen kann? Als freundlicher Tourist. Also das Hey ist immer gut. Ja, wie geht's? Kann ich hier tanzen? Ist es okay, wenn ich hier tanze? Ist es okay, wenn ich hier ein Zelt habe? Kannst du den Leuten bei uns in Hessen einfach nochmal viel Spaß im Urlaub und schöne Ferien auf Schwedisch wünschen? Hab ein herrliches Semester. Dankeschön und alles Gute. Danke so viel.
Aktivitäten für Schweden
- die schwedische Natur erkunden
- Badeseen ausprobieren – aber eigenen Proviant mitbringen, gibt keine Kiosks, wie in Deutschland
- Stadt Malmö besuchen, kann man mit der Fähre von Deutschland aus erreichen
- Insel Gotland, liegt östlich von Schweden – Pippi Langstrumpf Filme wurden hier gedreht
- hausgemachte Köttbullar genießen & schwedischen Fisch probieren
Niederlande
Aus dem FFH-Team: Roel Oosthout, Head of Business Operations bei FFH, ist geboren und aufgewachsen in den Niederladen. Seit 1997 lebt er in Deutschland. Er bringt euch ein wenig Niederländisch für Anfänger bei und erzählt von kuriosen Bräuchen, die es so in Deutschland nicht gibt.
Das sollt ihr in den Niederlanden machen
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Hallo, ich bin Roel und heute gebe ich euch Tipps für Verkauf in meinem Geburtsland, Niederland. Fangen wir mal mit den schönen Dingen an. Was muss man denn in deinem Land gesehen, erlebt, probiert haben? Also wo ich am liebsten hinfahre, ist die Küste von Nordholland, das liegt so im Westen, Nordwesten. Und da hat die Stadt Alkmaar, Alkmaar hat einen schönen Käsemarkt, schöne Altstadt. Darunter sind schöne Strände und Dünen, Schrol, Berge, Nordwerk, aber auch die Stadt Haarlem. Da ist so ein bisschen die kleine Schwester von Amsterdam, auch schöne Rachten, schöne Altstadt, aber nicht so den Großstrahttrubel, den man in Amsterdam vielleicht hat, also ganz nett eigentlich. Und man ist auch da relativ nah am Strand, 20 Minuten mit dem Fahrrad. Und auch der Strand von Blumendal ist sehr schön, kann ich empfehlen. Klischee, aber es stimmt, Fahrrad fahren. Die Fahrradwege bei uns sind super ausgebaut, das Land ist flach, keine Berge. Du fährst meistens unter dem Meer in den Spiegel. Vielleicht ein bisschen Gegenwind, aber sowohl auf dem Land als auch in der Stadt ist das ein schöner Weg, um sich zu bewegen. In den Städten ist es meistens auch schneller, als mit dem Auto da rumzufahren. Die Städte sind klein und meist sehr voll und es macht Spaß. Ein kulinarischer Tipp. Jeder kennt Kroketten, Pommes, Strubwafels. Oh ja. Aber mein Insider-Essenstipp ist Potatio Oloch. Okay, was ist das genau? Übersetzt heißt das Pommeskrieg. Das sind Pommes mit Erdnusskühe. Erdnusssoße und Mayonnaise. Ach, vielleicht ein bisschen züppel. Das muss man mögen, aber wenn man das bestellt, dann weiß jeder, du bist ein Kenner, du kennst dich hier aus, du bist ein Insider. Also Potatio Oloch, Pommeskrieg. Das heißt, das gibt es auch überall in Holland? In Missiakla.
Das lasst ihr lieber dort
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Zu schnell fahren. Bei uns ist das Tempolimit tagsüber nur 100 kmh auf der Autobahn. Die Busgelder sind richtig hoch. Wenn du 20 km zu schnell fährst, zahlst du 250 Euro. Und die machen oft so eine Strecke-Messung, das kriegst du überhaupt nicht mit. Drei Wochen später kommen dann bei dir zu Hause in Deutschland das Schreiben mit der Aufforderung zu bezahlen unter Androhung von einem Kasso und das ist dann richtig teuer. Auch Falschparken ist teuer. 120 Euro kostet das Königchen. Also besser Parkzettel lösen und brav bezahlen, aber sonst wird es teuer. Dann der zweite Tipp von dir. Ja, es gibt immer die Frage, heißt es jetzt die Niederlande oder Holland? Und ja, es ist eigentlich so, dass Holland nur den Westen betrifft, also Nord- und Südholland, und dass alles andere nicht so richtig zu Holland gehörte. Und man sollte vor allem im Norden und im Osten mit dem Begriff Holland ein bisschen vorsichtig sein. Und da ist es halt die Niederlande. Empfindet man das als Niederländer unhöflich, wenn man als Deutscher in die Niederlande kommt und die fangen einfach an, Deutsch mit dir zu reden? Oder wie ist das? Oder sollte man Englisch sprechen? Was ist denn da besser? Ich glaube, es ist ein bisschen eine Altersfrage, weil es so ist, dass jüngere Leute weniger mit der deutschen Sprache in Kontakt kommen. Ja, die großen deutschen Fernsehsendungen. Die es früher im Originalsprache gab, die gibt es so nicht mehr. Die sind mit Social Media und so weiter aufgewachsen. Auch diese Pflicht von Deutsch in der Schule ist teilweise nicht mehr so vorhanden. Also wenn es jüngere Leute sind, kann man nicht mehr davon ausgehen, dass die Deutsch reden. Aber wenn man so in die Touristeregionen unterwegs ist, an der Küste, da kann man davon ausgehen, dass die meisten Leute Deutsch sprechen. Oder auf jeden Fall gut genug, dass man sein Pockviertel oder sein Bier bekommt.
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Dass wir Menschen gratulieren, auch zu einem Geburtstag von Angehörigen. Also, es ist ein Geburtstagsfeier, jemand hat Geburtstag und dann sitzen die alle da und dann gehst du in die Runde und dann sagst du, ja, herzlichen Glückwunsch für den Geburtstag von deiner Frau. Und ich habe da nie darüber nachgedacht, dass das außergewöhnlich ist, bis ich dann nach Deutschland kam und das auch gemacht habe und die Leute sich auch geguckt haben, was ist das dann? Und ich habe auch gesehen, dass auch andere Ausländer sich darüber wundern, wenn sie in Holland kommen und das dann mal erleben. Wenn ihr in Urlaub auf ein Geburtstagsfeier kommt, dann gratuliere alle, die da anwesend sind, mit herzlichen Glückwunsch für den Geburtstag von deiner Nachbarin oder irgendwie sowas, weil das gehört sich so. Das habe ich noch nie vorher gehört, sehr lustig. Jetzt muss ich mal fragen, also es gibt ja diese Vorurteile, die man über die Niederlande so hat. Also Käse, die Holzschwälder. Die Holzschuhe, die Tulpen, die Windmühlen, Fahrräder haben wir schon thematisiert. Ist es denn immer noch so, dass Niederländer keine Gardinen an den Fenstern haben? Das stimmt schon noch und das fällt einem auch auf, wenn man vor allem abends irgendwie irgendwo ist und dann sieht, dass alles zu sehen ist. Das hat ein bisschen zu tun, sogar religiöse Hintergründe. Holland ist überwiegend christlich und da war es irgendwie wichtig, alle zu zeigen, dass du brav bist und dass du einen vernünftigen Haushalt hast. Und deswegen hat man das schönste Zimmer immer alle gezeigt. Was dann in der Küche passiert ist, hat eh keiner mitbekommen. Aber das war auch meistens das Zimmer, wo eigentlich nicht in gelebt wird. Das war das Vorzeigezimmer, also die Obkamer. Und was dahinter in der Küche, wo das wirkliche Leben abging, alles passierte, das hat dann keiner gesehen.
Niederländisch für Anfänger
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Du brauchst nur drei Wörter zu kennen. Leuk, Lecker, Gesellig. Und das sind Wörter, die verwenden wir sehr viel, fast wahllos und auch immer in Kombination. Also Leuk bedeutet, dass etwas Freude macht, Spaß macht, ja. Alles kann lecker sein. Also nicht nur Essen oder Trinken. Das Wetter kann lecker sein, lecker Wehrchen. Ein Spaziergang kann lecker sein, lecker Wandering. Menschen können lecker sein, lecker Menschen. Und Geselligkeit ist super wichtig. Und deswegen wird das auch immer gesagt, auch als Bestätigung. Also wenn du mich jetzt fragen würdest, hey, trinken wir noch einen Kaffee? Dann sage ich, gesellig. Und wir kombinieren das gerne. Leuk, gaan we even lekker kopje Koffie trinken. Gesellig. Deswegen Leuk, Lecker, Gesellig. Die drei wichtigsten Wörter in Niederländisch. Und du kannst es auch als Bestätigung nehmen, wenn jemand dir was fragt, wollen wir das oder das machen? Leuk. Leuk, Gesellig. Schreibt euch die drei Wörter auf und lernt sie auswendig. Ruhl, ich danke dir jetzt erstmal an dieser Stelle für diese ganzen Tipps von dir. Und zum Abschluss möchten wir immer nochmal so einen viel Spaß im Urlaub, schöne Ferien wünschen in deiner Sprache. Hab einen schönen und geselligen Urlaub mit schönem Wetter. Hab eine leuke und gesellige Verkantung in Niederland mit hoffentlich viel Leckerwehr.
Do's in den Niederlanden
-
Küste von Nordholland besuchen
-
Käsemarkt in der Stadt Alkmaar
-
Haarlem sei die kleine Schwester von Amsterdam, ohne den Großstadttrubel
-
viel Fahrrad fahren ist nicht nur schön, sondern auch schneller als Autofahren in der Stadt
-
Patat Oorlog essen (Pommes mit Erdnusssoße, Mayo und Zwiebeln)
Dont's in den Niederlanden
- zu schnell fahren (tagsüber 100 km/h auf Autobahn erlaubt), Bußgelder sind sehr hoch
- Falschparken (120 €)
- Holland ≠ Niederlande
Italien
Enzo Laurito betreibt in Gießen den Feinkostladen "Klein & Fein". Ursprünglich kommt er aus der Region Kampanien in Süditalien. Und heute ist er unser Reiseführer.
Das müsst ihr unbedingt probieren
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Ich bin Renzo, ich kann euch erzählen, wie ihr in Kampanien, im Süden, Ferien machen könnt. Jetzt wollen wir natürlich ein bisschen, weil du bist Italien-Profi, du kommst daher, du kennst das Land, wollen wir natürlich mal die Do's und die Don'ts so ein bisschen hören. Deshalb, hast du so zwei, drei Tipps, die man in Italien gesehen, erlebt, probiert haben muss? Gut, ich komme natürlich eben aus diesem Parco Nazionale del Cilento, bei uns ist eine der größten Spezialitäten natürlich Mozzarella. Und als zweites, was man unbedingt probieren haben müsste, wenn es gut ist und aus Kampanien kommt oder aus meiner Gegend, eine Limoncello. Bei mir macht immer noch jede Hausfrau Limoncello, aber wir nehmen immer die Zitronen aus Italien mit. Erstens, die besten Zitronen sind tatsächlich aus Amalfi. Also, ich habe jetzt verschiedene hier probiert, aus Palermo, aus Limonen vom Gardasee mitgenommen, aus eigenem Dorf, aus dem Garten von meinem Freund, weil wichtig ist, dass sie unbehandelt sind. Weil man nimmt ja nur die Schale und wenn die behandelt sind, möchte ich daraus kein Limoncello machen, sagen wir mal so. Ja, und nach verschiedenen Proben haben wir festgestellt, die besten Zitronen sind aus Amalfi. Wo muss ich als Deutscher hin, der in Italien da unten Urlaub macht? Was ist der Geheimtipp an Ort? Also, bei uns ist das magische Wort auch im Süden Agrotourismo. Wenn man ein Agrotourismo in die Nähe hat, lieber dort als in einem Hotel oder einem Restaurant am Strand. Es sei denn, man weiß, dass diese Restaurants von den Einheimischen gern besucht werden, weil es tatsächlich frisches Fisch gibt. Agrotourismo dagegen, die müssen immer Produkte aus der Gegend haben. Entweder ist es eine eigene Herstellung oder kaufen von Bauern aus der Gegend. Sei es der Wein, sei es das Olivenöl, sei es das Käse oder die Wurstware, was sie benutzen oder die Eier, müssen alle immer aus der Gegend sein. Und deshalb ist man im Agrotourismo meistens am besten und auch am günstigsten.
Pizzeria macht nicht vor 20 Uhr auf
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Am besten nicht mit irgendetwas angeben, sondern versucht einfach mal so zu leben wie die Einheimischen. Wenn wir warten bis 20 Uhr und so nicht vorher, das ist auch ein kleiner Tipp, bei uns macht eine Pizzeria in vielen Orten vor 20 Uhr gar keinen auf. Also man sollte, ja, lass mal die Touristenlokale weg, die vielleicht auch den ganzen Tag aufhaben. Ja, vorher geht man auf die Piazza, setzt mich einfach dahin, man trinkt ein Püretti oder ein Bier. Wir trinken sehr gerne Bier vorher, nicht während dem Essen. Das ist einfach, das einfache Leben ist bei uns das Schönste. Jetzt muss ich dich auch fragen, weil das ist so ein Klischee, Pizza Hawaii. Also ich habe in meinem eigenen Restaurant schon 1982 gesagt, sowas würde ich nie anbieten, also insofern. Beim Thema Essen bleiben wir noch ganz kurz. Spaghetti zerbrechen, habe ich schon mal gehört, das sei in Anführungszeichen illegal in Italien. Also eigentlich, wenn ich hier jemanden gesehen habe, ich kann mich als Kind erinnern, wenn man so lange Nudeln zerbrochen hat, in eine Hühnersuppe reinzumachen.
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Na gut, aber glauben haben wir eigentlich in Italien, ich glaube sogar im Süden, sogar sehr ausgeprägt. Ich habe einen Freund, der ist nie jahrelang, selbst hier in Deutschland, niemals ohne irgendeinen Glückbringer in die Taschen gelaufen oder an die Ketten gehängt. Das heißt immer so kleine Örner von irgendeinem Tier. Wenn man den durchsucht hat, hat man sogar vier, fünf Stück gefunden. Die sind schon ein bisschen abergläubisch, aber eher in Süditalien, denke ich mal. Was ist so ein Spruch, den ich den italienischen Einheimischen sagen kann, wo die sich schon direkt freuen? Einen Spruch nicht, aber vielleicht selbst, wenn man ein paar Worte Italienisch kann, mal einfach sagen, Estato grandi piacere. Was heißt das auf Deutsch? Grandi piacere ist, dass man mit großer Vergnügung war, vielleicht diese Menschen kennengelernt zu haben, mit diesen Menschen vielleicht einmal am Tisch gesessen zu haben und zusammen gegessen. Denn für uns ist Essen nicht Essen, weil man Hunger hat, sondern Essen ist eine, man zelebriert das schon fast. Das klingt ja sehr schön. Also statt einfach, ich sage mal in Anführungszeichen, nur Grazie zu sagen, sagt man un grande piacere. Dass es wirklich mal ein Erlebnis war. Und ein Grazie kann so oder so mal klingen. Mal vielleicht mit einem Wort mehr, auch mit einem schlechten Italienisch, aber diesen Leuten das Gefühl zu geben, dass man wirklich sich gefreut hat. Ja. Und ja. Und dass man gerne wiederkommen würde. Ja genau, dass wirklich mal so sein, dass man das eben nicht routinemäßig sagt, ja Grazie, ciao, ja, sondern dass ein bisschen mehr dahinter ist. Okay. Und das freut dann die Leute sehr. Es geht nicht um Geld oder um sonst irgendwas. Einfach eine kleine nette Geste so, ne? Genau. Könntest du nochmal auf Italienisch quasi zum Tschüss sagen, viel Spaß im Urlaub und schöne Ferien? Also auguro a tutti. Quelle che bevanno in Italia. Ciao. Ciao. Ciao. Ciao. Ciao. Ciao.
Enzos Geheimtipps:
- Mozzarella essen
- Limoncello mit frischen Zitronen aus Italien trinken
- Stichwort: Agriturismo. Das sind italienische Bauernhöfe mit Ferienwohnungen oder Zimmern für ihre Gäste.
Enzo sagt, er findet die Unterkünfte besonders toll, weil das Essen dann aus eigener Herstellung oder von Bauern aus der Gegend kommt. Außerdem sei es am günstigsten.
Das lasst ihr lieber:
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angeben
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nicht zu früh essen (Pizzeria macht erst ab 20 Uhr auf)
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Bier wird vorm Essen getrunken, nicht währenddessen
- Enzo ist kein Pizza-Hawaii-Fan
Frankreich
Celine Youssef-Arthus aus Neu-Anspach ist in Frankreich geboren und aufgewachsen. Sie kam vor 30 Jahren durch das Studium nach Deutschland und hat dann hier in Deutschland ihren Mann kennengelernt. Sie weiß Bescheid, was ihr in Frankreich unbedingt vermeiden solltet & was ihr unbedingt erlebt haben müsst.
Das müsst ihr erlebt haben
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Ich bin Céline und heute werde ich euch ein paar Tipps für eure Verkaufszeit in Frankreich in meinem Naturnatal geben. Wir wollen mal anfangen mit den Do's. Also, wenn ich als Tourist nach Frankreich komme, was muss ich denn unbedingt erlebt, probiert, gesehen haben in Frankreich? Da würde ich anfangen mit Le Lac d'Ancy. Es ist in Savoy, glaube ich, wenn ich mich gut daran erinnere, ungefähr eine Stunde weg von Genf in Frankreich. Und es ist ein sehr schönes Gebiet mit so einem wunderschönen See umrundet von Bergen. Und man nennt ihn auch die kleine Venedig, weil man kann da auch in kleinen Kanälen und in der Altstadt ein bisschen rumlaufen. Und das ist immer sehr, sehr schön. Man kann auch auf dem See so Wassersport machen und auch, wenn man die Bergen mag, einfach die verschiedenen Aktivitäten wie Canyoning und Bargliding und Klettersteig. Es gibt auch dort, muss ich sagen, im August immer so ein riesen Feuerwerk auf dem See. Man muss sich da die Ticket holen im Voraus und das ist wirklich eine große Sache. Das dauert eineinhalb Stunden ungefähr und es ist wunderschön. Und es gibt jeden Morgen einen Markt in der Stadt, wo man alles Mögliche probieren kann. Es gibt alles an Käse und Wurst und alles. Und das ist, was ich in Frankreich empfehlen würde. Egal, wo man geht, es gibt diese Märkte überall mit den Spezialitäten von dem Gebiet oder der Gegend, wo man ist. Frankreich ist ja ein Land mit sehr vielen Spezialitäten. Was muss man denn deiner Meinung nach darstellen? Ich habe meine französische Freundin auch gefragt. Sie meinten Andouette. Mag nicht jeder. Habe ich schon jede deutsche Freundin gehabt, die das gar nicht gemacht hat. Was ist das genau? Das ist wirklich eine Art Bratwurst mit Innereien irgendwie gefüllt sozusagen. Und das ist richtig, richtig lecker.
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Ich würde nur sagen, die richtig touristischen Ecken, wie Le Mont Saint-Michel zum Beispiel in Bretagne, einfach die vermeiden im Hochsommer, weil es ist voll und dann verpasst man, man sieht nicht das Schöne an dem Ort, wenn es zu voll ist. Was man nicht machen soll, um sich nicht zu blamieren, ist vielleicht Sprudel in Wein zu trinken. Diese Warnschäule in Frankreich, das geht gar nicht. Man sollte auch nicht in Sauna nackt gehen, weil das machen die Franzosen nicht. Wenn sie hier in Deutschland kommen, die sind total entsetzt, weil alle diese nackten Leute, die denken, was ist das denn? Das ist etwas, das gar nicht französisch ist. Diese Freiheit mit dem Körper, das haben wir nicht. Man sollte auch nicht rumlaufen mit Birkenstock und weißen Socken. Das ist eigentlich... Ein No-Go. Das sollte man meiner Meinung nach generell nicht machen. Ja, wenn man nicht als Deutsche erkannt werden will in Frankreich, dann das sollte man nicht machen. Das ist ein generell sehr guter Tipp, auch für Deutschland übrigens an der Stelle. Was ich nicht wusste auch, ich meine, wenn man Baguette kauft, sie muss nie verkehrsrum auf den Tisch gelegt werden. Das ist auch ein No-Go angeblich. Das wusste ich nicht, das habe ich gerade gelernt. Und eine runde Käse sollte man nicht in Scheiben so schneiden. Sondern in Dreiecke. Ja, genau. Ist es eigentlich noch so, weil ich habe schon ein paar Mal in Frankreich geurlaubt, ist das normal, dass in Frankreich eigentlich süß gefrühstückt wird und eher weniger so Wurstkäse, wie es in Deutschland üblich ist? Das habe ich sehr viele Freunde, wenn sie mich kommen sehen mit meinem Brot und meinem Käse, die gucken mich entsetzt. Wie kannst du das überhaupt essen zum Frühstück? Aber es ist eher süß, ja. Aber andererseits, man sollte sich auch nicht... Ich kann mich nicht ekeln, weil ich habe... Das hat mich überrascht in Deutschland, dass die Deutschen manchmal sich ekeln, wenn man tunkt. Sein Croissant oder sein Butter und sein Brot in der Kaffee tunkt und alles fällt auseinander. Das finden sie ein bisschen eklig. Sollte man nicht, das ist ganz normal in Frankreich. Da muss man alles reintunkeln. Auch so, man hat den Baguette, die Butter, die Marmelade und das geht in der Kaffee rein.
Das könnt ihr in Frankreich sagen
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Wenn man kein Französisch kann, hat man bekannterweise ein bisschen Probleme, in Frankreich klarzukommen. Aber es gibt immer zwei Richtungen. Entweder die Leute, die ganz arrogant sind und dich ignorieren, oder die, die mit dir einfach so weiterreden und erzählen, als ob du alles verstehen würdest. Das finde ich immer so lustig, weil man steht da und manchmal denke ich, okay, die haben gerade gesagt, sie verstehen kein Französisch und der Person redet weiter und erzählt und erzählt. Das habe ich sogar auch schon erlebt, ja. Und ich habe dann irgendwann den Google-Übersetzer angeschmissen, so mit Live-Übersetzung. Wenn wir nach Frankreich fahren als deutsche Touristen und wollen dort urlauben, mit welchem Spruch oder mit welchem Wort kann man denn die Leute da beeindrucken? Wir haben diese Les bons comptes font les bons amis. Was hieß das, was du gerade gesagt hast? Es sollte kein Geld zwischen Freunden geben. In dem Sinn, dass jeder seinen Teil zahlen muss und keinem Geld schuldig sein, sonst kann die Freundschaft darunter leiden. Aber ich glaube, dieses grundlegende Bonjour, Merci und so weiter, das, was man so kennt aus der französischen Sprache, das sollte man irgendwie schon drauf haben, oder? Genau, und immer s'il vous plaît. Und je voudrais und nicht je veux. In Frankreich muss man immer ein bisschen diplomatisch umgehen und nicht so direkt. Das heißt, es ist immer ich möchte. Ich möchte gerne, wenn man was fragt und nicht ich will. Zum Abschluss würde ich dich nochmal bitten, auf Französisch nochmal zu sagen, viel Spaß im Urlaub und schöne Ferien. Donc, bonne vacances déjà et amusez-vous bien.
Celines Tipps für euch:
- das kleine Venedig in Frankreich, Lac D'Annecy, ein wunderschöner See umrundet von Bergen
- Märkte besuchen und Spezialitäten des Ortes probieren (z.B. Käse und Wurst)
- Andouillette essen, eine besondere Wurst
Das empfiehlt Celine nicht:
- touristische Ecken im Hochsommer
Das wird als komisch angesehen:
- nackt in die Sauna gehen
- Sprudelwasser im Wein
- Birkenstock mit weißen Socken tragen
Hamburg
FFH-Kantinenchef Kai kommt aus Hamburg und will euch auch unbedingt seine Tipps für einen Städte-Trip nach Norddeutschland geben. Geboren und aufgewachsen ist er im Hamburger Stadtteil Ochsenwerder, einer sehr ländlichen Gegend. Seit über dreißig Jahren lebt er aber jetzt schon in Hessen.
Diese Orte sollt ihr besuchen
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Moin, liebe Leute, ich bin Kai und gebe euch Tipps für schöne Feriendage in meiner Heimat. Jetzt die Frage, welche drei Dinge muss man denn in deiner Region, sag ich mal, wo du herkommst, gesehen, erlebt, probiert haben? Sag mal Hamburg, Ochsenwerder gibt es in unseren Teichen und in unseren Kümmel. Ich fange aber natürlich an mit dem Hamburger Hafen, mit seiner Speicherstadt. Ist ein Muss, auch die Hafenrundfahrt, allerdings sollte man die in kleine Backassen machen, weil die kommen auch durch die kleinen Kanäle, Speicherstadt. Die Backassenführer können wunderbar erzählen, auch auf lustige Art. Und man kann auch käuflich da ein Hamburger Bier erwerben und dann schön was trinken dabei, klasse. Dann gibt es unsere Planten und Blumen, ist ein großer Park mit Kinderspielplätzen, Minigolfanlage, im Sommer Wasserspiele, tolle Pflanzen für die Familie. Und Hamburger Wahrzeichen hoch auf den Turm von Michel, da kann man einiges sehen, ganz Hamburg. Und man kann da oben, wenn man da oben ist, sogar drei Meere sehen. Und zwar am Tag ein Häusermeer, abends ein Lichtermeer. Und nachts gar nichts mehr, sagt man so in Hamburg. Ich liebe diesen norddeutschen Humor einfach. Und die Leute, die Hamburger sind natürlich sehr hilfsbereit. Wenn du mal dich verlaufen hast oder so, keine Panik, Fragen, dir wird geholfen. Wenn man ein bisschen aus Hamburg rausfährt, was ist so ländlich der Spot, wo du sagst, da fahre ich auch gerne hin? Ochsenwerder, das sind die vier Marschlande, das ist östlich von Hamburg. Und da kann man schön auch Wassersport betreiben, Ortgarten der Badesee zum Beispiel bei uns. Ein riesiger Baggersee, da kannst du surfen. Man kann segeln, schwimmen, Radtouren übers Land. Aber sei es gut, fahr nicht mit fünf Leuten nebeneinander, weil du als Autofahrer kriegst Plack. Ich spreche aus eigener Erfahrung, die Deiche sind da auch nicht so breit, weißt du. Und wenn da mal ein Träger von vorne kommt mit einem Hänger und so, das wird immer lustig. Viele Trauerweiden, viele Seen, viele Nebenflüsse der Elbe, die große Elbe. Man kann sich Kaunus mieten und dann einfach mal die Elbe rauf und runter. Das ist ein Traum. Super.
Diese Fehler macht ihr lieber nicht
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Am besten nicht behaupten, woanders wäre es schöner. Also das mögen wir gar nicht. Dann ein kleiner Tipp an unsere Frauen. Wenn ihr mal einen Reeperborn-Bummel macht, tut mir einen Gefallen oder euch einen Gefallen, geht nicht durch die Herbertstraße. Das ist nicht nur ein dummer Schnack. Das kann böse ausgehen. Du kannst ein Eimer Wasser über den Kopf kriegen. Du kannst übelst beschimpft werden. Das mögen die Mädels doch nicht. Lasst es bleiben. Und dann so Hamburger nicht so voll sabbeln. Sabbeln, äh, labern sagt man ja hier in Essen. Also zweimal Moin ist schon gesabbelt. Einmal Moin reicht. Was ist denn so das, wenn du jetzt an deine Heimat oben denkst, was ist denn so das Kurioseste, was dir einfällt, so als Fakt? Da haben wir einige hochinteressante Museen zum Beispiel. Das Herrlichste, was ich in meinem Leben gesehen habe, ist Harrys Hamburger Hafenbazar. Den gibt es schon ewig. Und zwar haben die ganzen Seeleute aus allen Herren Ländern Souvenirs mitgebracht. Und wenn die schon knapp bei Kasse waren, dann haben sie es veräußert beim Harry. Und da waren also die unglaublichsten Dinge, unter anderem sogar einen echten Schrumpfkopf. Den habe ich selber schon in der Hand gehalten. Da habe ich damals 5 Mark oder 2 Mark 50 extra bezahlt. Damals, ne, gab es noch einen Mark. Und dann durftest du das Ding mal anfassen und angucken. Also war schon gruselig. Also sagen wir mal, einen Oldiesloher Kümmel habe ich lieber in der Hand. Man kann auch einiges käuflich erwerben. Das muss ja auch alles unterhalten werden. Dann haben wir noch zum Beispiel medizinische historische Museum. Da werden dann so Praktiken gezeigt, wie sie bis zum 18. Jahrhundert operiert haben und so weiter. Auch schon sehr kurios. Wenn man jetzt als Tourist von hier unten aus Hessen nach da oben fährt, gibt es irgendwie so eine Phrase, einen Satz, vielleicht einfach nur ein Wort, was man sagen muss, dass man gut ankommt da? So einen schönen, anständigen Trinkspruch. Ich sage mal einen vor. Ich weiß nicht, ob ich das so sagen darf. Hab Joe leint fut, denn red in Koller, Stierlut, Lüden und Stommelsohn, da die noch ganz die Muschi gong. Prost. Das heißt, man möge mir verzeihen, aber es ist ein Ursprungs-Tor. Ein uralter Trinkspruch, tatsächlich. Habt ihr alle einen zu fassen? Dann reiß den Kater ein Stück Schwanz aus, lass aber noch ein Stückchen stehen, dass er noch ganz zu seiner Muschi gehen. Prost, habt ihr verstanden. Das ist der beste Trinkspruch, den ich jemals gehört habe. Ja, kann ich auch leiten. Ich wünsche euch eine schöne Ferienzeit in Hamburg an der Elf. Tschüss.
Besucht diese Orte:
-
Hamburger Hafen mit seiner Speicherstadt + Hafenrundfahrt
- großer Park "Planten un Blomen" mit Kinderspielplatz & einer Minigolfanlage
-
Hamburger Michel, bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands
-
Hamburger Stadtteil Ochsenwerder (ländlich, dort kann man Wassersport betreiben)
Davon rät Kai ab:
- die Leute nicht vollreden oder "sabbeln" (zweimal Moin sagen ist schon gesabbelt)
- Nicht behaupten "woanders wäre es schöner"
Bulgarien
Rali Spatova, aus der Echt Evren-Redaktion bei FFH, und ihre Familie kommen aus Bulgarien. Rali kennt das Land und auch die Leute dort in- und auswendig.
Das müsst ihr alles essen
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Здравейте, ассоциа зумрали и нэште ві розкаженэш тузы, мөтэ страна Болгария. Da fangen wir doch direkt mal an. Du kommst aus Bulgarien, du kennst dich da aus in dem Land. Was muss man gesehen, erlebt und probiert haben? Ganz, ganz, ganz viel Essen probieren und zwar bitte auch gerne mal abseits des Hotelbuffets, sage ich mal. Die bulgarische Küche ist super vielfältig, viel Gemüse, viel Fleisch, aber auch viel Fisch. Mein Leibgericht, gerade für den Sommer, was ich euch sehr ans Herz legen kann, ist Tarator. Das ist im Grunde flüssiges Tzatziki, also das ist eine Joghurtsuppe, also eine kalte Suppe aus Joghurt und Gurke. Einen richtig guten Tarator erkennt ihr daran, ob die Gurke geraspelt wurde oder eben nicht. Wenn sie nämlich geschnitten ist, in kleine Würfelchen, ist es ein guter Tarator. Geraspelt ist immer so, da war der Koch faul und hat es einfach durchgeraspelt. Das ist super lecker und du bist danach auch nicht platt, wenn du ans Meer gehst. Ansonsten sehr, sehr lecker Schafskäse paniert. Überhaupt Schafskäse essen wir zu allem. Wenn ihr Pommes esst, bitte mit geraspelten Schafskäse oben drüber. Richtig geil. Oder eben Paprika, geröstete Paprika, geschält. Ölessig, Knoblauch. Fertig. Das geilste überhaupt. Sehr gut. Wenn du nach Bulgarien fährst, was ist dein Geheimtipp für deinen Lieblingsort? Wenn ihr am Goldstrand seid, im Norden, also bei Varna da oben, macht doch mal einen Ausflug. Eine Stunde ungefähr dauert das mit dem Auto zu Kap Keliakre. Das ist so eine Felswand und da kannst du bis zur Spitze laufen und richtig tolle Fotos machen. Ist auch eine sehr legendäre, sagenumwobene Location. Wir können uns das vorstellen wie diese Harry Potter. Kulissen, viel Fels, viel Meer, rau, derb, mysteriös, aber mit viel mehr Sonne. Ist richtig, richtig schön da.
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Nein sagen, wenn dir was zu essen angeboten wird. Nein, ich korrigiere, wenn dir wieder etwas zu essen angeboten wird. Also, wenn du irgendwo bei irgendwem zu Hause bist und die Oma sagt, möchtest du noch Nachschlag? Sagst du ja. Selbst wenn du nichts mehr reinkriegst, es ist super unhöflich und wird als Beleidigung aufgefasst, wenn du nicht einfach munterfröhlich weiter bist. Auch wenn du total satt bist. Ja, egal. Da musst du jetzt durch. Genauso auch beim Schnaps. Trink und iss um dein Leben. Man geht nicht nach Bulgarien, um abzunehmen, sage ich mal. Ansonsten, das gilt grundsätzlich in jeder Großstadt, gilt auch für Sofia, wenn ihr in der Stadt unterwegs seid, passt ein bisschen auf eure Taschen auf. Und ansonsten, was kurios ist, bei uns ist Nicken und Kopfschütteln andersherum als in Deutschland. Also, wir nicken, wenn wir Nein sagen und wir schütteln den Kopf, wenn wir Ja sagen. Das ist auch kein so Nicken, wie es bei uns ist, so Kopf hoch und runter, sondern das ist eher so ein Nicken und so ein Schnalzen. Das Kopfschütteln, ist das so ein ganz starkes ausgeprägtes Schütteln oder ist das eher ein bisschen subtil? Nee, das ist eher so ein Hin und Her wackeln mit dem Kopf. So, okay, kein Problem. Dann ist es aber natürlich, wenn wir in Richtung Abschluss gehen, uns ganz wichtig. Da Urlaub machen in Bulgarien. Mit welchem Spruch oder mit welchem Wort kann man denn die Leute da überzeugen und einfach irgendwie schon mal so, so als Türöffner schon mal vielleicht irgendwas lernen? Eide de! Das ist so was wie, komm schon! Meine Güte, komm schon! Eide de! Und womit ich sehr weit komme ist, was so viel bedeutet wie, ein großes Bier bitte. Das ist vielleicht für mich auch sehr wichtig, wenn ich nach Bulgarien fahre. Sag es nochmal. Edna golyama bira molja. Edna golyama bira molja. Also, aufschreiben, auswendig lernen. Und jetzt noch ganz wichtig, das machen wir mit jedem. Wünsch doch bitte in deiner Sprache nochmal unseren lieben Menschen im FFH-Land viel Spaß im Urlaub und schöne Ferien. Ich wünsche euch ein wunderschönes Zeitraum in Bulgarien und eine super Wacke.
Ralis Tipp: viel Essen
- Tarator, eine kalte Gurkensuppe
- Schafskäse zu allem (z.B. Pommes mit geraspelten Schafskäse)
- Ausflugstipp: Kap Kaliakra ist eine tolle Foto-Location
Wichtig zu wissen:
- Nein sagen zu Essen oder Schnaps, auch wenn ihr schon total voll seid, ist unhöflich
- Passt in den Großstädten auf eure Taschen auf
- Nicken und Kopfschütteln ist andersherum als in Deutschland.
Griechenland
Vangelis Kontogiannis, Spitzname Vango, hat 13 Jahre in Griechenland gelebt und kennt sich deswegen sehr gut in dem Urlaubsland aus. Heute betreibt er das griechische Restaurant "Taverna Kokkino Pouli" in Bad Vilbel ("Kokkino Pouli", dt. "Roter Vogel").
Die Städte empfiehlt Vango
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Immer bei Geld ist geschehen, was das so schon mit der Tipp, Burina, Badischen, Lada, Diakopäsch, Ipia, Mede, Burina, Epischkeps, Tite. Ich würde jetzt mal sagen, wir starten mal in Thessaloniki. Thessaloniki ist eine wunderhübsche, sagen wir mal, kleine Metropole, die eine Million Einwohner hat, was ich da sehr empfehlen kann. Im Hochsommer würde ich das nicht so ganz empfehlen. Ich würde sagen, Ende August, September, Oktober ist es eine wunderhübsche Stadt. Es gibt Restaurants und Bars. Ja, das Beste ist sogar, spontan zu sein. Das ist wirklich so. Also, wenn man beispielsweise nach Peloponnes fährt, sich das Olympische Dorf anguckt und dann durch die Berge fährt beispielsweise und sich sagt, wirklich, hier gefällt es mir. Es gibt, also Griechenland ist groß genug. Tourismus ist eher unten am Strand mehr, nicht oben auf den Bergen, sondern man findet immer überall ein kleines Apartment oder to rent, was man sieht und so. Man kann mal kurz anhalten, mal danach fragen, wie sieht es denn aus? Jetzt dürfte ich mir die Zimmer mal anschauen. Und man findet wunderschöne Plätze, beispielsweise von Kalamata Richtung Mafio ist es da unten. Ja, wenn man da über die Berge fährt, da kommt man wieder unten an die Küste entlang. Da sieht man so kleine Dörfchen, so halb verlassen. Dann kann man sagen, wow, da sieht man das Meer. Ja, und dann kann man von der Straße aus die Steine zählen. Das ist so klares Wasser. Da sieht man auch die Fische, wie die da entlang schwimmen. Also, das ist Wahnsinn. Neben Kalamata sind Ausgrabungen. Also, so was Großes habe ich selten gesehen. Preveza. Das ist ein Römer, was sehr hübsch ist. Also, Riesenstädte gibt es da noch. Dionysos unten. Dann Thessaloniki, die Burg oben. Also, egal in Griechenland, wo die graben. Es ist ja das Witzige, die tun auch was finden. Die haben jetzt die U-Bahn über 15 Jahre gebaut, weil die kamen nicht weiter. Weil überall, wo die gegraben haben, haben die die römische Straße gefunden. Die haben Tempel gefunden. Das haben die alles ausgegraben. Man kann mit der U-Bahn durchfahren und man sieht das wie ein Museum.
Laut sein ist nicht gern gesehen
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Boah, laut sein, rumschreien, sich besoffen aufhalten, das ist für die Griechen, das sehen die nicht gerne. Die Griechen halten sich da sehr human und sind da, die trinken, um zu feiern, aber werden nicht besoffen. Es gibt ein Limit bei denen, wo es aufhört. Man sollte nicht übertreiben, also nicht laut werden, nicht unangenehm werden oder Frauen anmachen, so richtig banal. Ich habe mal gehört, dass das Mykonos so überlaufen sein soll, ist das so? High Society, also sehr teuer, kann ich sagen. Da habe ich mich selbst vor zwei Jahren sehr gewundert, dass es wirklich so teuer ist, dass so ein Cocktail von 15 und aufwärts ist. Es gibt ja Skorpionen, mindestens 10.000 Euro. Also es war sehr teuer, es war sehr teuer. Also ich habe da auch schon geguckt, so ein bisschen sparsam umzugehen, weil man kann nicht weggehen, so zwei, drei Getränke, stopp. Und dann trinkst du noch zwei, drei kurze und bist so ruckzuck ein Hund hier los. Also für den normalen Hessen vom Land ist das eher nichts wahrscheinlich. Doch, wenn er spart, ja.
Fisch in Griechenland essen
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Man muss ja auch mal gucken, wo so die Fischtavernen sind. Das ist so ein einheimischer Tipp. Die Griechen gucken immer, wo die Tavernen sind, wo die Fischer anlegen, welcher Fischer, also welche Tavernieris, sagen wir es mal so, von einem Fischer den Fisch holt. Und dann kann man sich die Fische dort aussuchen. Ist nicht billig, aber dafür ist man, das ist ein Traum. Ich sage immer, das ist ein Traum. Kulinarik hochziehen. Das ist jetzt nämlich ein gutes Ding, weil ich persönlich war noch nicht in Griechenland, weil ich hätte jetzt so gedacht, dass es auch typisch ist für Griechenland, dass da unten eben dieses Gyros gegessen wird. Sollte man Fisch essen? Das ist vielleicht so ein kleiner Falschglaube auch, oder? Ja, selbstverständlich, klar. Gyros ist Wurst. Ja, da lachst du jetzt. Es ist Wurst. Es gibt in keinem Restaurant Gyros. Restaurant Gyros ist eine Beleidigung. Es ist ein Streetfood, ein reines Streetfood. Also das findet man nicht in Restaurants, aber in Restaurants wird halt hauptsächlich richtig gegessen. Das heißt, wir möchten gerne eine Portion Soufflé geben mit einem halben Hähnchen dazu gegrillt vom Laberschein oder Holzkohlengrill, ein paar Lammkoteletts dazu. Dann kommt das alles in die Mitte auf den Tisch. Und jeder packt sich dann. Da wird eine Pommes noch dazu gestellt. Ich zeige dir nachher noch ein paar Bilder. Das ist ja ganz witzig, wie meine deutschen Freunde das gelebt haben da unten. Die sind ja durchgedreht.
Das könnt ihr in Griechenland sagen
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Die Touristen, wenn die mal in der Nähe von der Kirche sind, sie sollten mal drauf achten, wenn der Bus mal vorbeifährt, dass der ganze Bus auf einmal sieht, dass sie ein Kreuz machen. Hoch, runter, rechts, links. Also sagen wir mal 60, 70 Prozent vom ganzen Bus, die machen das. Oder wir gehen im Auto mal reingucken, die Autos, die vorbeifahren, die Frauen, die machen das definitiv. Also sie sind schon sehr gläubig, die Griechen. Zum Schluss wollen wir immer noch mal wissen, über was würden sich die Griechen vielleicht freuen, wenn die Touristen kommen? Gibt es da irgendwie einfach nur schön, sie zu sehen? Ich denke mal, die Griechen freuen sich schon, wenn die einen Jaschu hören. Jaschu heißt, also Jaschu kannst du benutzen, wenn du kommst und auch gehst, ganz einfach. Jaschu, wenn du da bist, oder Jaschas, Mehrzahl natürlich. Und wenn du gehst, hat auch meine Freundin immer gefragt, warum sagst du ja Jaschas? Jetzt auf einmal die Mehrzahl, aber es ist nur einer da. Das ist eine Art der Definition, dass man freundlich bleiben möchte. Also Respekt, ganz einfach. Und ähnlich klingt es Jamas, das ist aber, wenn man anstößt. Richtig, richtig, richtig. Jamas, das hörst du dann sehr oft. Ja, wenn die Gläser da sind. Aber die Griechen gucken sich ja nicht in die Augen, das habe ich denen mal so ein paar Freunde beigebracht. Ja, ja, und das Witzige ist ja, guckt nicht weg, Jungs, guckt euch an. Ich würde dich bitten, dass du einfach noch mal für uns, für die Hessen, die jetzt alle in den Urlaub fahren nach Griechenland, dass du auf Griechisch einfach noch mal viel Spaß im Urlaub und schöne Ferien noch mal sagst. Ich würde dich bitten, dass du einfach noch mal für uns, für die Hessen, die jetzt alle in den Urlaub fahren nach Griechenland,
Das ist einen Besuch wert:
- Thessaloniki, ab Ende August ist es dort auch nicht ganz so voll
- Die archäologische Stätte Olympia
- Kalamata auf der Halbinsel Peloponnes
- Ausgrabungsstätten in ganz Griechenland
Lasst das lieber:
- laut sein, herumschreien, zu besoffen sein & Frauen anmachen
Kroatien
Die Familie von Niko Dotlic kommt aus Kroatien. Er selbst war schon unzählige Male dort und kennt dadurch das Land und die Leute sehr gut. Er gibt uns seine ganz persönlichen Geheimtipps, aber auch die seiner Familie und von Freunden aus Kroatien selbst.
Das solltet ihr erlebt haben
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Bok, ja, sam Niko, jedanas vam dam savjete za vas odmor u Hrvatskoj. Inseln Brioni vor Istrien, auch ein super Nationalpark, viel Geschichte dabei, super Landschaft, einfach nur empfehlenswert. Wir haben so viele Inseln in Kroatien, da ist für jeden was dabei. Was sollte man da in Kroatien, das kann ja auch auf dem Festland sein, was soll man da auf jeden Fall erlebt haben? Ein Roadtrip die Küste entlang zum Beispiel, es geht eine Küstenstraße bis runter nach Dudovnik vom Norden bis runter in den Süden, da hat man sozusagen alles gesehen. Wenn man jetzt außerhalb von dem Trubel und den touristischen Magneten wie Dudovnik oder Split, da ist auf jeden Fall empfehlenswert Opatija. Opatija ist relativ im Norden, sehr viel, sehr alte Stadt, sehr viel Geschichte auch dabei. Premosten ist weiter im Süden, auch super süße kleine Altstadt. Du bist ja schon tausendmal gefühlt mit dem Auto darunter gefahren, jetzt wird es viele geben, die das auch machen. Hast du da einen Tipp, auf was man da achten soll? Die elektronischen Vignetten für Slowenien und für Österreich kann man mittlerweile alles online kaufen, sollte man auf jeden Fall vorher machen, einfach um den Stress zu vermeiden. Plus man kann die Gebühren für die Tunnel in Österreich zum Beispiel auch bereits online kaufen und online die Durchfahrten dann sozusagen eine Fastlane in der Autobahn nehmen. Das ist auf jeden Fall nochmal ein guter Zusatztipp. Was gibt es so kulinarisch, was man bei euch probiert haben muss? Boah, frag lieber was es nicht gibt. Es gibt einfach alles. An der Küste den Fisch probieren. In irgendeiner Konoba in Dalmatien, das sind bestimmte Restaurants, einfach nur der Hammer.
Respekt vor der Kultur haben
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Ja, man muss nicht unbedingt mit Schimpfwörtern prahlen, die man hier in Deutschland von Landsleuten von mir jetzt mal gehört hat, so. Das ist jetzt nicht unbedingt der sympathischste Weg. Man sollte immer Respekt vor kulturellen und religiösen Bauten oder Sitten der Einheimischen haben. Das ist so, viele Touristen verlieren so ein bisschen den Respekt, das sollte man vielleicht wirklich unterlassen und wirklich halt mal ein bisschen Respekt vor den Leuten auch da haben, die dort leben. Das ist so ziemlich wichtig. Und Dubrovnik ist wirklich eine schöne Stadt, aber bitte tut es nicht in der Hauptsaison. Das ist absolut wild, was da an Massen, an Touristen durchgeht. Das heißt Hauptsaison meinst du hauptsächlich die Sommerferien? Ja, Juli, August ist absolut viel zu viel. Man macht es lieber irgendwie im April, im Mai, im Oktober ist immer noch richtig schönes Wetter da und die Massen an Touristen sind nicht so viele wie jetzt im Sommer in der Hauptsaison. Ja, das Kanuberich ist Quartierattraktion die Hauptfonds-Saison der Vier contratieren wir trotzdem für den Sommer.
Im Haus pfeifen bringt Unglück
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Also ein Aberglaube bei uns ist, man soll nicht im Haus pfeifen. Im Haus nicht pfeifen? Warum? Das bringt Unglück. Man soll nicht in seinen eigenen vier Wänden pfeifen. Das kann man draußen machen, aber nicht im Haus. Weißt du, wo das herkommt, dieser Aberglaube? Ich weiß nicht. Ich weiß aber, dass es in mehreren slawischen Ländern, habe ich das schon mal gehört, also von hier in Russland oder in Rumänien oder sowas, habe ich das auch schon gehört, dass das da auch zum Aberglauben gehört, tatsächlich. Oder vielleicht irgendein Wort, das man sich vielleicht merken kann, damit man gut da unten ankommt bei den Einheimischen. Das heißt so viel wie besser jemals als niemals. Schöner Spruch. Er könnte jetzt mal aufschreiben, dann lernt er den auswendig oder nimmt den Zettel mit und dann kommt das da unten sehr gut an. Hast du noch irgendwas, was du loswerden willst? Genieße einen Urlaub in Kroatien. Das kannst du mir gleich nochmal auf Kroatisch sagen. Kein Problem.
Nikos Empfehlungen:
Wenn ihr mit dem Auto anreist: Die elektronischen Vignetten für Slowenien und Österreich kann man mittlerweile vorher online kaufen.
Darauf achtet ihr lieber:
- nicht mit kroatischen Schimpfwörtern prahlen
- Respekt haben vor religiösen Bauten und Sitten der Einheimischen
- Dubrovnik nicht in der Hauptsaison besuchen
Türkei
Fatih Eren hat ein türkisches Lebensmittelgeschäft in Bad Vilbel, direkt um die Ecke vom FFH-Funkhaus. Er kommt aus Aydın an der türkischen Ägäis.
Auto mieten ist eine gute Idee
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Herkese Merhaba, bin im Adem Fatih Eren, wir buchen sie sehr memleketim, Aydın'dan tatiltülleri vereceğim. Was sind so die drei Tipps, die drei Insider-Geheimtipps von dir, was muss man machen, erlebt, probiert, gesehen haben? Auf jeden Fall die ganzen Küsten der Türkei würde ich auf jeden Fall mal durchreisen, am besten ein Auto mieten und dann zum Beispiel nach Kuşadası fahren, das ist eine Stunde von Aydın entfernt, sehr schöner Strand und Highlight ist natürlich der Sonnenuntergang, der ist richtig... Knallorange, jeden Abend, wunderschön. Ohne Filter. Ohne Filter, genau. Natürlich die antike Stadt, Aphrodisias oder die Ruinen von Nisa. Kann man da denn drumherum auch gut wandern? Wandern natürlich, gibt es auch ganz viele Orte, auch Geschichte, Mises, Ephesus zum Beispiel, kann man einiges erleben. Und natürlich die ganzen Gerichte aus der Türkei mit Olivenöl zum Beispiel, Aydın ist auch sehr bekannt für seine Oliven und die Feigen vor allem, die sind zuckersüß, sehr lecker. Die Oliven, haben die so einen bestimmten Geschmack? Schmeckt das? Schmeckt das? Schmeckt das? Die anders als normale, gewöhnliche Oliven, die wir hier so kennen? Ja, die sind ja am Baum richtig erstmal grün und dann werden die gepflückt und dann müssen sie natürlich erstmal gefiltert werden, je nach Größe, je nach Sorte. Mein Vater zum Beispiel ist gerade drüben aktuell, der tut die Olivenbäume schon mal jetzt klar machen, für September ist dann meistens die Erntezeit.
Kein Alkohol in der Öffentlichkeit trinken
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Vielleicht Alkohol in der Öffentlichkeit nicht trinken, das kommt nicht gut rüber. Und ansonsten würde ich Mittagssitze auf jeden Fall nicht rausgehen, weil da ist richtig heiß. Ohne Klimaanlage ist es sehr schwierig. Das Stichwort Alkohol, in manchen Ländern ist es ja komplett verboten, draußen zu trinken. Ist es ein Verbot oder ist es einfach nicht üblich, dass man draußen alkoholt? Ja, ist nicht üblich, aus Respekt halt. Alkohol gibt es ja genug in der Türkei, Raki, Bier gibt es alles. Aber nicht in der Öffentlichkeit, dann lieber im Hotel zurückziehen und dann dort ein Gläschen Wein trinken. Was ist denn jetzt so das Kurioseste, was dir über die Türkei einfällt? Ob das jetzt irgendwie ein Aberglaube ist, eine Marotte? Wenn die rechte Hand zum Beispiel in den juckt, dann heißt das, dass man Geld bekommt. Und wenn die linke Hand juckt, dann muss man Geld ausgeben natürlich. Das ist egal, wann es juckt, aber das ist dann so der Aberglaube, das kommt dann demnächst. Genau, aber ich selber habe es noch nicht erlebt. Aber das ist nicht so, dass jetzt immer die Hand juckt, kurz bevor das Gehalt kommt da unten. Nein, nein, nein. Nein, so ist es nicht. Hast du so einen Spruch, den du uns mitgeben kannst, der gut ankommt bei den Einheimischen? Ja, wenn die Mitarbeiter zum Beispiel Kolay Gelsin sagen. Kolay Gelsin bedeutet, dass es jemandem leicht fallen soll, zum Beispiel leicht zu arbeiten dann. Oder dass es schnell vorbeigeht, die Arbeit. Und dann genau, oder teşekkür ederim, einfach danke sagen. Das reicht schon aus, ja. Okay. Könntest du nochmal einfach sagen auf Türkisch, viel Spaß im Urlaub und schöne Ferien? Voll, Güneşler.
Aktivitäten von Fatih empfohlen:
- Ihr könntet ein Auto mieten und alle Küsten abklappern
- Kuşadası, ein Badeort, von Aydın aus erreichbar, mit wunderschönem Sonnenuntergang
- Die antike Stadt: Aphrodisias
- Aydın ist bekannt für seine Oliven und Feigen, also unbedingt probieren
Das wird nicht gerne angesehen:
- Alkohol in der Öffentlichkeit trinken
Tipp von Fatih: In der Mittagshitze nicht rausgehen, da ist es viel zu warm.
Spanien
Lorenzo Rendón Valencia hat in Spanien gelebt und studiert, spricht die Sprache fließend. Wenn er gerade mal nicht seine Geheimtipps über Spanien verrät, ist er Teil des FFH-Nachrichtenteams.
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Hola, soy Lorenzo y ahora les voy a dar unos tips para las vacaciones en España. Das ist einfach eine sehr schöne Sprache, muss ich sagen. Jetzt wollen wir natürlich auch erstmal hören, was sind denn so die Do's? Also was sollte man da gemacht, erlebt, probiert haben? Also Klassiker schlechthin, wenn es ums Essen geht, ist auf jeden Fall Tapas essen gehen. Das muss man gemacht haben. Bitte nicht in einem Restaurant mitten in der Touri-Zone oder wo die Verkäufer schon sagen, kommt mal rein, wir haben die besten Tapas. Da nicht. Am besten ein Restaurant, wo es eine Karte gibt, nur auf Spanisch, wo es gar keine deutsche Karte gibt, keine englische. Die beste Tapa auf jeden Fall, ist auch ein Klassiker, sind Batatas Bravas. Das sind frittierte Kartoffelwürfel mit so einer pikant-würzigen Soße. Tapas sind ja immer so kleine, wie soll man das sagen, wie so Häppchen eigentlich, oder? Genau, also du gehst ins Restaurant und bestellst verschiedene Tapas und teilst die auch. Also es wäre eher ungewöhnlich, dir alleine einen Tapas zu bestellen und sagen, wie in Deutschland, das ist mein Teller, mein Essen. Nein, du bestellst es mit Freunden zusammen, bestellst vier, fünf Tapas und teilst die. Gibt es noch so viele typische, die man essen sollte in Spanien? Also typisch ist noch Pimientos de Padrón, das sind Peperonis, kleine Peperonis und sehr salzig. Die sind sehr lecker. Und Banco Tomate, das ist ein Baguette und da drauf hast du ganz viel Knobi, wichtig, und Tomate, klein auf das Knoblauch-Baguette quasi draufgerieben, sehr, sehr lecker. Also böse Zungen würden sagen, ist ein bisschen wie Bruschetta. Man darf es natürlich nicht vergleichen. Das wäre ja Quatsch. Also was man auch auf jeden Fall live gesehen haben sollte, ist Flamenco. Flamenco, was bedeutet das? Das bedeutet rhythmische Musik von Gitarren live gespielt, Tänzerinnen und Tänzer in traditionellen Kleidern, Outfits auf der Bühne und viele Menschen, die zu der Musik klatschen. Die Tänzer, die steppen quasi mit dem Rhythmus, mit ihren Füßen den Beat, den Rhythmus auf dem Boden. Und das mal live zu sehen, was das ganz Besondere ist. Wichtig aber, und das ist auch tatsächlich schon wieder ein No-Go. Bitte nicht nach Spanien fahren oder nach Barcelona, Madrid und denken, das ist ja ganz typisch, ich muss mir jetzt Flamenco anschauen. Das geht nicht, das kommt aus Andalusien. Also am besten bitte auch in Andalusien anschauen.
Nicht zu deutschen Zeiten essen gehen
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Alle, die vielleicht auch Spanisch in der Schule hatten, die denken, wie spreche ich Menschen höflich an? Dann ist man natürlich bei der Sie-Form, also wie sieht man Menschen? In Spanien wird das aber quasi nicht gemacht. Das machst du vielleicht in sehr, sehr formellen Kontexten, Business-Kontexten oder bei älteren Menschen. Aber im Prinzip ist alles per du. In der Stadt, auch bei Terminen, selbst in der Universität, ich habe da studiert, die Professoren, die werden alle per du angesprochen, auch mit Vornamen. Und trotzdem respektierst du die Menschen. Das ist ein bisschen wie im Englischen, dass du you sagst, im Spanischen sagst du du. Und eigentlich nie usted. Usted wäre das Höfliche und wenn du die Menschen siehst, dann denken die, was ist mit dem los? Ein zweites Don't, also was gar nicht geht. Bitte merken, bitte aufschreiben, hinter die Ohren schreiben, bitte nicht vor 18 Uhr in ein Restaurant gehen und zu Abend essen. Du outest dich sofort als Tourist. Geht überhaupt nicht, Spanier essen frühestens ab 21 Uhr. Vorher bitte nicht aufschlagen. Frühestens? Ja. Das heißt auch, ist im Umkehrschluss das auch ganz viel. Wie viele typische spanische einheimische Restaurants erst auch so in Richtung 20 Uhr, 21 Uhr aufmachen? Ja, würde man meinen, sie passen sich schon an, weil natürlich Touristen kommen, die sagen, ist es jetzt 17.59 Uhr, in einer Minute möchte ich gern zu Abend essen. Nee, aber bitte, also kommt spät, genießt den spanischen Flair. Das Wetter ist toll und dann kann man auch wunderbar um 21 Uhr, halb zehn, wie auch immer essen. Alles fein. Und es ist auch häufig so, dass eine Person das einfach bezahlt, nicht wie in Deutschland, dass man dann erst einmal PayPal austauscht und dann wird das alles eins zu eins überwiesen. Meistens gibt einer das Essen aus, auch unter Studenten ist das ganz typisch und beim nächsten Mal halt der andere. Ja.
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Eine Tradition, die es in Spanien an Silvester gibt, die ich mittlerweile sogar in Deutschland lebe, weil sie so schön ist, ist die, dass du um Punkt 12 Uhr zwölf Trauben bist. Also du bist auf einer Party mit Freunden und da gibt es eine riesige Box mit ganz vielen Trauben, dass für jeden genug da ist. Du nimmst dir zwölf und du wünschst dir für jede Traube, die du isst, eine Sache. Und jede Traube steht für einen Monat des Jahres. Und das ist total schön. Also du hast quasi zwölf Wünsche frei. Und wenn du es ganz richtig machen willst, das ist aber dann schon quasi die anspruchsvolle Variante, musst du zu jedem Glockenschlag eine Traube verspeisen. Da wünscht man sich eine sehr langsame Kirche, sage ich mal. Genau. Ein schnelles Gebiss. Also ich persönlich habe in Barcelona oder Barcelona oder Barcelona, wie die Spanier sagen, gelebt. Und da habe ich einen ganz besonderen Tipp. Und das ist was, du glaubst eigentlich gar nicht, dass das existiert, wenn du es nicht gesehen hast. Und zwar ist es eine Tradition, wo Menschen Türme aus Menschen bauen. Das heißt, du kannst dir vorstellen, du hast unten kräftige, bisschen stämmige Menschen. Und auf den Schultern dieser Menschen, die sind quasi das Fundament, stehen wieder Menschen drauf. Und auf deren Schultern stehen wieder Menschen drauf. Und das geht immer so weiter. Und es gibt dann einen Turm aus Menschen am Ende. Diese Türme werden wirklich hoch. Also das sind teilweise sieben, acht Stockwerke in Anführungszeichen. Also das wird schon mal so groß wie ein kleines Mittelwerk. Ja. Ein ganz schön großes Mehrfamilienhaus. Und das ist typisch in Katalonien. Das ist ganz typisch bei verschiedenen Festen. Also wenn du sowas sehen willst, fährst du nach Barcelona oder fährst du nach Dadagona zum Beispiel. Und die Vereine aus den Dörfern trainieren tatsächlich das komplette Jahr über, um diese Türme aufzubauen. Das ist mega beeindruckend. Allein schon zu sehen, wie die Leute auf diese Türme hochkrabbeln. Also die ziehen sich quasi an dem, der auf der nächsten Stufe steht, hoch. Und ganz oben steht meistens ein kleines Kind. Vier Jahre alt ungefähr. Also für den deutschen TÜV-Geprüften ist das wirklich so, dass das ja total unverantwortlich ist. Da passiert doch bestimmt auch mal was, oder? Die Dinger fallen schon mal um, aber die trainieren das. Also die sind vorbereitet darauf. Und in dem Moment, wo der Turm anfängt zu wackeln, hören sie auf. Es gibt richtige Wettbewerbe. Da geht es dann darum, wer baut den größten Menschenturm.
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Ja, da habe ich was ganz einfaches für dich und zwar einfach Kepasada. Sag das mal. Kepasada. Kepasada. Das heißt eigentlich wie cool, wie krass, wie schön. Also es ist so ein positiver Ausdruck, dass du gerade was total genießt. Du kannst es sagen, weil das Essen super gut ist, weil du gerade einen tollen Ausblick in der Natur hast, weil die Musik toll ist, die du gerade hörst. Dann sagst du einfach Kepasada. Und auch ganz einfach, auch zwei Wörter ist Estoy flipando. Estoy flipando. Flipando. Estoy flipando. Estoy flipando. Das ist, wenn du sagen willst, du bist gerade super baff, du bist super erstaunt. Also auch ein sehr positiver Ausdruck und das benutzen junge Menschen ganz viel. Also könnte man das im Prinzip machen, wenn man an Silvester zwölf Trauben im Mund hat, könnte man sagen Estoy flipando. Dann sagst du halt ja Estoy flipando. Ja, sehr gut. Da haben wir doch schon einiges gelernt. Und natürlich zum Abschluss, das machen wir mit jedem Interviewgast, den ich habe oder den ich besuche. Wünscht doch bitte unseren lieben Menschen aus dem FFH-Land, die jetzt nach Spanien fahren, nochmal viel Spaß in den Ferien und einen schönen Urlaub. Que tengas un super buen viaje. Geil. Lorenzo, vielen Dank. Sehr gerne.
Das empfiehlt Lorenzo euch:
- der Klassiker: Tapas essen gehen, aber in keinem Touri-Restaurant (Lorenzos Highlight sind die Patatas Bravas)
- Flamenco live sehen (Gesang, Gitarrenspiel und Tanz)
Dont's in Spanien:
- nicht vor 18 Uhr im Restaurant essen gehen
- Nicht siezen, fast alle Leute werden geduzt
Bayern
Zwar kein richtiges Land, aber ein Bundesland: Bayern. Doris Schäfer aus Ranstadt-Dauernheim kommt ursprünglich aus München, hat dort über 30 Jahre lang gelebt, wohnt aber seit über 25 Jahren in der schönen Wetterau.
Tipps auf Bayrisch von Doris
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Grüß euch gut erst einmal miteinander. Ich bin die Doris und ich gebe euch heute Tipps auf Bayerisch für Bayern. Ja, sehr gut. Jetzt fangen wir doch direkt mal an mit den Sachen, die man auf jeden Fall in Bayern gesehen, erlebt oder auch, wenn man es kulinarisch betrachten will, probiert haben sollte. Was hast du dir da für Geheimtipps denn notiert? Natürlich meine Heimatstadt München. Ich kann euch da nur den Tipp geben, geht nicht ins Hofbreihaus, geht in die Hirschau. Das Beste ist, ihr fangt eigentlich im Englischen Garten an. Da ist der chinesische Turm. Da trinkt ihr eine Masse Bier. Also nicht eine Moas, sondern eine Masse. Und dann geht ihr weiter durch den Englischen Garten in die Hirschau. Und da dürft ihr dann auch was essen, weil da essen die Bayern und da trinken die Münchner. Das ist wunderbar. Also da gibt es alle kulinarischen tollen Erlebnisse von der Haxen bis zum Obersten. Obersten bitte richtig aussprechen. Nicht Obersten, sondern Obersten. Danach, also oder am nächsten Tag, könnt ihr dann ins Valentinsmuseum gehen. Das ist am Isertor unten am Sendlingertor. Und da könnt ihr oben im dritten Stock Weißwurst essen. Es gibt eine bestimmte Art und Weise, wie man an Weißwurst rangehen muss. Genau. Nicht mit Gabel und Messer. Nicht die Haut mit essen. Also ich habe schon die tollsten Sachen erlebt. Nicht mit Ketchup essen, sondern mit Weißwurst-Senf, mit süßen Senf. Und am besten einen Hindelmeier. Und ein Weißbier dazu trinken. Und kein Weizenbier, ein Weißbier. Und die Weißwürste müssen zutzelt werden. Zutzelt heißt, da wird die Haut von abgemacht? Nein. Du zutzelst das Innere aus der Haut raus. Ach so. Natürlich. Das heißt, du hast doch gerade eben schon gesagt, also das heißt nicht Weizen, das heißt Weißbier bei euch. Und beim Thema Brezel. Furchtbar. Nein, Brezeln sind... Brezel ist bei uns in Bayern eine so kleine Knapperbrezel. Ah ja. Die kennt glaube ich jeder, diese Brezeln. Und ein Brezel ist ein Brezel. Ganz einfach. Okay. Nie an gedeckte Tische setzen, weil das ist bewirtet dann und da musst du was essen. Und auf die Tische, wo keine Tischdecke drauf ist, da darfst du dein Essen selber mitnehmen. Also wir haben das immer so gemacht, dass wir Wurstsalat-Oberarzt selber gemacht haben daheim. Und dann sind wir hin, dann haben wir uns die Maspia gekauft und dann haben wir ein Brezel dazu gekauft und dann haben wir Abend gegessen. Okay. Sehr gut. Übrigens, die Weißwurst darfst du nicht nach 12 Uhr essen. Das ist so ein Brauch in Bayern. Wegen dem Eiweißanteil. Das ist wie die Latte Macchiato in Italien. So ist es. So ist es. Einen Tipp muss ich jetzt schon noch geben. Und zwar Norgerl. Du darfst Norgerl nie ins frische Bier schütten. Norgerl? Ja. Norgerl ist der Rest vom alten Bier. Und da gibt es so Leute, die schütten dann immer das Norgerl in das frische Bier rein. Also da erkennt jeder Bayer, das muss ein Preis sein.
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Also, es gibt zwei Geheimtipps, habe ich noch auf Lager. Das eine ist die Auer Duld, die ist dreimal im Jahr und bei der Auer Duld, da kriegst du alles. Da kriegst du wirklich alles. Das ist ein Jahrmarkt, den es seit dem Mittelalter gibt. Das ist die Mai-Duld, die Jakobi-Duld und die Kirchweih-Duld. Die Kirchweih ist Erntedank. Da kriegst du wirklich von der Tasse bis zum Bocampal, bis Weißwäsche, bis zur Schüssel, du kriegst alles. Was ist denn das Bocampal? Bocampal ist ein Nachttopf. Das brauchen wir ja ständig. Ja, ja, also die alten Leute haben es nur unter dem Bett stehen. Kommt natürlich von früher, wo die Toiletten nur außerhalb des Hauses waren und dann hat jeder seinen Nachttopf unter dem Bett gehabt und das ist ein Bocampal. Okay, also damals, als es noch diese Holzhäuschen gab mit dem Herz vorne drin. Nicht Tschüss sagen, sondern Servus oder Pfiat di God. Und wenn man dann als Begrüßung schon Christi Gott sagt, dann hat man glaube ich die Herzen schon ein bisschen gewonnen. Und man darf keine Scheu haben, man muss sich zu den Leuten am Tisch setzen. Also im Biergarten, setzt euch zu den Leuten dazu. Das ist üblich bei uns. Da sitzt nicht an jedem Tisch einer oder zwei, sondern die sitzen beieinander.
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Kurios ist eigentlich nicht, aber es gibt das Herrgottsäckerl noch. In alten Bauernhöfen findest du überall das Herrgottsäckerl. Das ist aber eher ein Brauch und da wird immer, wenn ein Gewitter ist, die Kerzen anzünden. Also ist das auch so ein bisschen, das geht schon Richtung Aberglaube, Marotte, so in die Ecke? Ja, genau. Also was bringt das oder woher kommt das? Wo ist der Sinn dabei? Naja, früher gab es ja keine Blitzableiter und dann war viel aus Holz gebaut. Und wenn der Blitz eingeschlagen hat, dann ist alles niederbrennt. Und die Feuerwehr war auch nicht so gut ausgestattet, wie sie heute ist. Also bis da die Eimer geschleppt worden sind, ist das Haus natürlich abbrennt. Und das war so ein Aberglaube, dass das nicht Feuer fängt. Deswegen ist da die Kerzen anzünden worden.
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Ist das eigentlich immer noch so? Weil, also, die ganze Welt, wenn sie an Deutschland denkt, denken die meisten ja irgendwie, die haben alle diese bayerischen Trachten an. Aber es ist tatsächlich ja bei euch noch so, dass die wirklich auch im Alltag so da unten im südlichen Bayern so rumlaufen, ne? Ja, also es gibt extra Dirndl-Schneiderinnen auf alle Fälle und ja, im Alltag, also auf der Wiesn auf alle Fälle, ja. Also, und wenn Festivitäten sind oder wenn Hochzeiten es gibt, es gibt Hochzeitstirndl alles, aber so in der Arbeit zeigt man es auch nicht, oder? Da zeigt man auch Jeans und T-Shirt, wie in Hessen. Wo wir gerade das Thema Oktoberfest noch kurz angeschnitten hatten, ist es deiner Meinung nach überbewertet oder sollte man es auf jeden Fall mal mitgemacht haben? Also man muss auf alle Fälle mitgemacht haben. Noch ein Tipp, wenn du Italiener kennenlernen willst, dann geht das mittlere Wochenende raus, weil da kommen die aus. Aber wenn du Bayern kennenlernen willst, dann geht es ins Augustinerzelt, seid friert nur da, weil das ist immer ausgebucht, weil da sitzen die Bayern drin. Okay, guter Tipp. Und die Anschlussfrage daran, weil man geht natürlich das Oktoberfest immer in Dirndl oder in der Lederhose. Was muss man denn dabei beachten? Gibt es da irgendwie was, wo man sagt, wenn ich mir jetzt einen Dirndl kaufe oder eine Lederhose, das sollte schon dabei sein? Unbedingt. Also unbedingt dabei sein müssen die passenden Schuhe, die Haarfallschuhe. Also auch für Frauen geht das. Gibt es Haarfallschuhe, also nicht in Turnschuhe bitte. Und die passenden gestrickten Strümpfe oder Wadelwärmer, wie man sagt. Also für Männer Wadelwärmer und auch kein T-Shirt drunter, sondern es ist wirklich ein Trachten. Okay, das ist gut zu wissen. Dann haben wir nämlich schon nach den Sommerferien, kommt ja irgendwann der Oktober wieder, dann können wir uns darauf auch schon mal ein bisschen vorbereiten. Wirklich, Bayern ist ein sehr schönes Land und macht dort Urlaub. Es rentiert sich wirklich und genießt die Biergärten, genießt die Luft und das Spazierengeheimverhalten. Boah, das ist ja toll.
Das müsst ihr gemacht haben:
- Im Englischen Garten eine Maß Bier trinken
- Restaurant Hirschau statt Hofbräuhaus besuchen
- Chinesischen Turm angucken
- Auer Dult, ein Jahrmarkt, den es seit dem Mittelalter gibt
Gut zu wissen:
- Nicht Tschüss sagen, sondern Servus
- Weißwurst isst man nicht mit Messer und Gabel, nicht mit der Haut & auch nicht nach 12 Uhr