Kreuz & Quer am 01. November - Allerheiligen und mehr
Dass der November kein tristes Einheitsgrau inpetto hat, zeigen wir euch unter anderem mit den Newwelingen - kunterbunte Allerheiligen-Kerzen sind das. Eine ganz besondere Handwerkskunst haben wir auch parat: Ein Südhesse hat aus fast 1,7 Millionen Streichhölzern Wahrzeichen gefertigt, den Frankfurter Römer und das Stadion am Böllenfalltor zum Beispiel. Gibt’s im Rathaus in Groß-Umstadt zu sehen. Außerdem sind Familien im Fuldaer Dom zum Eltern-Kind-Singen eingeladen und im Bistum Limburg eröffnet der „frei:raum“, das neue Fachzentrum für Spiritualität mit Angeboten für euer inneres Gleichgewicht. Novemberblues adé!
Ausstellung Streichholzwelt Groß-Umstadt
Der Mainzer Dom in Kühlschrankgröße, Schloss Neuschwanstein oder der Petersdom: Franz Gruber aus Babenhausen hat berühmte Bauwerke aus Streichhölzern nachgebaut. Rund 30 seiner 84 beeindruckenden Modelle zeigt er bis 29. November in der Säulenhalle im Rathaus von Groß-Umstadt. Insgesamt stecken rund 1,7 Millionen Streichhölzer und jahrzehntelange Arbeit in seiner Sammlung. Einige Modelle sind fast zwei Meter hoch. Die Ausstellung ist mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Wie es mit dem Hobby angefangen hat und wie er die Streichhölzer bearbeitet, bevor er sie verbauen kann, berichtet er hier im ausführlichen Interview:
„Einen Gang hochschalten“ - Misereor Klima-Radtour
Tausend Kilometer mit dem Fahrrad – und das im Herbst! Seit dem 25. Oktober ist Madeleine Wörner, Klimaexpertin bei der Hilfsorganisation Misereor in Richtung Türkei unterwegs. Ihr Ziel ist die Weltklimakonferenz in Antalya. Und sie fährt nicht allein: Alle, die Lust haben, können mitradeln. Eine Station der Tour war unsere Mainmetropole Frankfurt.
Begleitet wird die Tour in vielen Städten von Veranstaltungen rund um den Klimaschutz. Bis zum 3. November ist die Gruppe mit dem Rad auf Tour. Ab dann geht es mit Zug und Bahn weiter zur Weltklimakonferenz in Antalya in der Türkei. Zusammen mit anderen Organisationen will Misereor so ein sichtbares Zeichen für mehr europäischen Klimaschutz setzen.
Singen, entdecken, gemeinsam wachsen
Musik begeistert, verbindet und begleitet Kinder oft ein Leben lang. Bei den Chören am Fuldaer Dom können bereits die Jüngsten die Welt der Musik spielerisch entdecken. Mit Angeboten wie dem Eltern-Kind-Singen für Kinder von 2-4 Jahren sowie der Musikalischen Früherziehung für Vier- bis Sechsjährige wird ein liebevoller und altersgerechter Einstieg in die Welt des Singens und Musizierens ermöglicht. Stimme, Gehör, Rhythmus und Bewegung werden dabei spielerisch gefördert. Gleichzeitig erleben die Kinder Gemeinschaft, Kreativität und die Freude am gemeinsamen Musizieren.
Beim Eltern-Kind-Singen sammeln Kinder gemeinsam mit einem Elternteil oder einer vertrauten Bezugsperson erste musikalische Erfahrungen. Lieder, Bewegungsspiele und einfache Instrumente laden zum Entdecken und Mitmachen ein.
Ein Einstieg ist auch im laufenden Kursjahr möglich. Weitere Informationen zu den Angeboten und Anmeldemöglichkeiten gibt es hier.
Vinyl-Gottesdienst in Frankfurt
Pfarrer Lars Heinemann veranstaltet in Frankfurt regelmäßig den Vinylgottesdienst. Er lädt prominente Musiker in sein Format ein (Artikel einbinden). Die bringen ihre Songs zu einem bestimmten Thema mit. Dann unterhalten sich Pfarrer und Musiker über Musik, Religion und Lebensthemen. Der Gottesdienst sorgt immer für eine volle Kirche, das seht ihr im Video.
„frei:raum“ Neues Fachzentrum für Spiritualität
Die Sehnsucht nach Auszeiten oder auch einfach nach Durchatmen im hektischen Alltag wird bei vielen immer größer. Spiritualität hört man da mittlerweile als riesiges Schlagwort. Und genau die bietet das Bistum Limburg ab sofort mit seinem neuen Fachzentrum „frei:raum“.
Das Fachzentrum soll spirituelle Vielfalt fördern, fachliche Expertisen bieten und Menschen vernetzen, die Spiritualität suchen oder gestalten möchten. Das Zentrum versteht sich als Plattform, die kreative Ideen für dieses Runterkommen, das Zu-Sich-Finden bündelt – gerne auch in Kooperation mit kirchlichen und sozialen Einrichtungen. Es gibt Angebote zum Pilgern, zum meditativen Bogenschießen, Auszeiten im Kloster und mehr. Noch mehr Ideen sollen nach den Bedarfen der Menschen entwickelt werden, gerade auch der jüngeren. Das ist auch eine wichtige Idee dahinter – mit den Bedürfnissen und der Zeit zu gehen.
Zum Auftakt von „frei:raum“ gibt es am 5. November im Frankfurter Karmeliterkloster ein Jazzkonzert mit dem Trio Alba Armengou. Sie bringen Barcelona-Flair nach Frankfurt. Einige Tickets gibt es noch hier.
Newwelinge: Bunte Kerzen mit langer Tradition
Seit fast 700 Jahren gehören Newwelinge zu Allerheiligen und Allerseelen in Mainz. Die bunten, kegelförmigen Kerzen bestehen aus mehreren Wachsschnüren und erinnern an Verstorbene. Ihr Name leitet sich vermutlich vom Wort Nebel ab. Nachdem die traditionelle Herstellung eingestellt wurde, führt die Wachsmanufaktur der gpe den alten Brauch seit 2024 weiter. An Allerheiligen, dem 1. November, verkauft sie Newwelinge von 10 bis 16 Uhr am Haupteingang des Mainzer Hauptfriedhofs. Wer selbst einen Newweling herstellen möchte, kann das bei einem Workshop in der Wachsmanufaktur ausprobieren.
Buß- und Bettag zum Motto „Bitte wenden!“
„Bitte wenden“ – diesen Satz kennen viele vom Navi, wenn sie in eine Sackgasse geraten sind. Auch fürs eigene Leben wäre so ein Navi manchmal gar nicht schlecht – gerade in Situationen, in denen man vielleicht das Gefühl hat, falsch abgebogen zu sein.
Der Buß- und Bettag will in diesem Jahr dazu ermutigen, aktiv zu werden, umzukehren und neue Wege zu gehen. Das Motto der Kampagne lautet passend dazu: „Bitte wenden! Mit dir beginnt Neues.“ Die evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern laden dazu ein, einen Moment innezuhalten. Und sich die Frage zu stellen: Bin ich gerade auf dem richtigen Weg unterwegs – oder sollte ich besser wenden?
Auf der Internetseite erfahrt ihr mehr zum Thema. Außerdem könnt ihr Gebete eintragen oder euch in sozialen Medien austauschen.
Am 18. November ist Buß- und Bettag. Wir haben die Menschen auf den Straßen in Kassel gefragt, was für sie ein Wendepunkt in ihrem Leben war.