Alvaro Soler bei Silvia am Sonntag
Er darf vor dem Papst spielen - Alvaro Soler über Musik, Familie & Paella
Musiker Alvaro Soler freut sich auf die Open-Air-Konzerte: „Festivals sind eigentlich unsere Königsdisziplin, mit den Menschen und den Sonnenuntergängen, das ist einfach eine besondere Stimmung."
Er kommt mit seiner El Camino Tour auch nach Hessen – und spielt am 13. Juni im Residenzschloss Bad Arolsen.
Alvaro Soler am Sonntag ab 10 bei ‘Silvia am Sonntag’.
Fit für die Bühne dank Fitness-Tracker
Dafür braucht es natürlich Kondition. „Ich habe ja hier so ein Bändchen, was meine Kalorien trackt und meinen Schlaf und meinen Stress. Und deswegen kann ich sagen, ich brenne zumindest als Frontman 1200 Kalorien pro Konzert. Ein wirklich gutes Workout."
Stresst eine solche Uhr nicht? „Also ich finde, jeder sollte seinen Körper besser kennenlernen, es ist manchmal auch überraschend zu sehen, wie viel auch schon ein Glas Alkohol ausmacht für deinen Schlaf."
Teamwork in der Familie
Allerdings gibt er zu, direkt nach der Geburt seiner Tochter im Juli 2024 hätte so eine Uhr wenig Sinn gemacht: „Die habe ich auch erst geholt, als sie schon ein bisschen älter war. Also als wir dann schon ein bisschen geschlafen haben."
Seine Tochter wird jetzt bald zwei Jahre alt und er ist froh, dass er es zusammen mit seiner Frau Melanie so gut hinbekommt. „Wir sind ein gutes Team und wir haben Leute und Familie, die in der Nähe sind und deswegen kann man da ganz gut mit gutem Gewissen zu den Shows gehen und spielen. Also ich finde, Organisation, Planung ist auf jeden Fall das Beste. Und ich meine, Kita ist auch die beste Erfindung der Welt."
Ehrenauftritt vor dem Papst
Alvaro Soler darf bald vor dem Papst auftreten: „Anfang der Woche (9.06) spiele ich bei der Eröffnung der „Sagrada Familia“. Eine große Ehre, Da kommt der Papst selber auch nach Barcelona und es gibt ein Konzert. Nach 140 Jahren Bau wird sie endlich eröffnet."
Heimatstadt Barcelona
Für Soler, der in Barcelona geboren ist, ist seine Geburtsstadt etwas ganz Besonderes: „Ich finde das Tolle an Barcelona ist, dass man in der Nähe ist von allem. Man kann eben an den Strand gehen, kurz in 20 Minuten. Du kannst aber auch in die Berge fahren. Also es ist eine Aktivitätsstadt. Gleichzeitig ist Barcelona natürlich auch architektonisch total fortgeschritten damals gewesen und das merkt man immer noch, einfach diesen Modernismus von Gaudí. Es gibt einfach überall Inspiration."
Von der Schüchternheit zur Bühnenenergie
Soler liebt die Energie auf der Bühne, obwohl er früher glaubte, schüchtern zu sein. „Ich bin eigentlich aus Natur heraus sehr schüchtern, deswegen hätte ich mich nie getraut, vor anderen Leuten zu tanzen. Also vor allem so krass im Mittelpunkt zu tanzen, weil ich bin kein richtiger Tänzer. Aber am Ende lässt man los, und wenn man loslässt, dann ist es egal, ob man jetzt einen Move nach links gemacht hat oder nach rechts oder ob der jetzt doof aussah."
Sechs Sprachen, ein Talent
Soler, der auch mit seinen Eltern für sieben Jahre in Tokio gelebt hat, spricht sechs Sprachen fließend. „Sprachen sind super wichtig. Das sagen ja immer die Eltern, wenn man klein ist, aber das stimmt auch. Ich habe zum Glück ein großes Talent dafür und lerne Sprachen sehr schnell."
Leidenschaft Kochen: Paella im Garten
Und Soler liebt es zu kochen, im Moment gerne im Freien. „Also in letzter Zeit haben wir ein bisschen Paella gemacht. Wir haben jetzt so einen Riesen-Gasherd. Das ist dann ein bisschen wie Camping, das machst du dann draußen im Garten. Ich habe es noch nicht perfektioniert, aber es ist auf jeden Fall cool, weil man ist da um die Paella herum, man kocht zusammen, man trinkt einen Aperitivo. Also ich würde sagen, gerade die Paellas sind derzeit angesagt."