Der Physiopath im FFH-Talk bei Silvia am Sonntag
'Der Physiopath' im FFH-Talk - "Unser Körper ist eine Wahnsinnsmaschine"
Er ist bekannt als „Der Physiopath“ auf deutschen Bühnen, auf TikTok und Instagram sowie als Buchautor von „Rippenbekenntnisse“. Frederic Newnham, Physiotherapeut und Osteopath, ist überzeugt, dass wir alle „Marathonläufer im Ruhestand“ sind - mit einer „Wahnsinnsmaschine als Körper“.
„Der Physiopath“ am Sonntag ab 10 Uhr bei Silvia am Sonntag.
Verlernte Superkräfte
Aber wir haben verlernt, auf unsere Superkräfte zuzugreifen: „Mit dem E-Roller sparen wir uns auch noch das letzte Stück Bewegung. Wir können uns nicht immer mehr Bewegung abnehmen lassen. Nimm doch einen Rucksack mit, statt für jeden Weg ein Elektrogerät zu nutzen.“
Vorbild Blue Zones
Bewegung in den Alltag zu integrieren, das sei genau das, was in den „Blue Zones“ geschehe, wo die meisten Hundertjährigen leben. „In den Arbeitsalltag integrierte kurze Bewegungseinheiten funktionieren viel besser als ein Yoga-Kurs nach Feierabend, zu dem niemand Lust hat.“
Fitnessstudio und Kontrolltraining
Dreimal die Woche eine halbe Stunde reiche oft schon aus - und man solle in Fitnessstudios aufpassen, denn nicht immer gebe es dort geschultes Fachpersonal. „Wichtig: regelmäßige Kontrolltrainings aktiv einfordern. Oft sprechen Trainer eher die durchtrainierten Leute an statt jene, die die Hilfe eigentlich bräuchten - das macht mich manchmal traurig.“
erstaunliche Anekdoten über den Körper:
Kältereize als Ritual
Er selbst schwört auf Kältereize. „Ich bin Fan von kalter Dusche und Eisbaden - ich habe mir sogar eine Eiswanne in den Garten gestellt. Ich fühle mich wirklich schlecht, wenn ich morgens nicht komplett kalt dusche. Seit rund zwei Jahren hatte ich keine große Erkältung mehr.“
26 Jahre Berufserfahrung
Newnham arbeitet seit 26 Jahren in seinem Beruf und merkt, dass der Stress deutlich zunimmt. „Ich habe schätzungsweise 45.000 bis 50.000 Behandlungen gemacht - da entwickelst du ein Gefühl für Menschen. Man sieht Stress oft an den Pupillen, an hochgezogenen Schultern, an Kieferverspannungen.“
Zukunftspläne: Bewegung in Schulen
Neben seiner Praxis, der Bühne und seinen Büchern will er sein Wissen künftig auch dort weitergeben, wo es am meisten nützt und am meisten gebraucht wird. „Ich habe vor, 2027 in Schulen zu gehen, am liebsten in Grundschulen, um den Alltag dort zu verändern. Wenn Jamie Oliver in England das Schulessen verbessern konnte, warum sollten wir hier nicht auch etwas bei Bewegung ändern?“
Kalle das Skelett
Wenn der Physiopath auf der Bühne steht, dann nicht ohne Kalle das Skelett. „Am Skelett kann ich alle Gelenke zeigen und über Organe sprechen - die Zuschauer bekommen dadurch einen tollen Bezug zum eigenen Körper.“
Faszination Anatomie
Einer Bewunderung, der auch er sich nach all den Jahren nicht entziehen kann. „Wenn man einen Schädel von unten betrachtet, ist die filigrane Struktur wirklich faszinierend.“