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Wünsch dir was - Unterstützung für Tier-Gnadenhof

Mit FFH-Wünsch dir was helfen - 6000 Euro für Gnadenhof Kellerranch

© HIT RADIO FFH

Ein toller Wunsch von Claudia aus Weiterstadt, den wir gerne erfüllt haben: Sie hat sich ganz selbstlos 6000 Euro Unterstützung für die Kellerranch in Weiterstadt gewünscht. Julia Nestle hat die süßen und pelzigen Bewohner besucht. Eine Woche später haben wir nochmal nachgefragt: Was hat sich in den letzten sieben Tagen getan? 

Julia will auch streicheln

Claudias drei Töchter Nora (11), Anna (9) und Sara (9) gehen in Nicht-Corona-Zeiten jeden Samstag in die "Ranch Kids"-Gruppe, um dort Tiere zu erleben und sind jedes Mal begeistert. Davon wollte sich Tierfreundin Julia Nestle natürlich selbst überzeugen und ist nach Weiterstadt gefahren, um dort mit Hühern, Eseln und Häschen zu schmusen.

Ihr Fazit: Wer Tiere liebt, sollte der Kellerranch unbedingt eine Chance geben und dort selbst mal einen Besuch unternehmen, wenn es wieder möglich ist. Die süßen Bewohner haben allesamt ein bisschen Liebe verdient. 

Revolverheld-Frontmann wird Pate

Bei ihrem Besuch hat sich Julia in Alpaka "Gürkchen" verliebt - und eine Patenschaft für das flauschige Tier übernommen. Davon hörte auch "Revolverheld"-Sänger Johannes Strate, der einen Tag später als Moderator FFH Guten Morgen, Hessen übernahm. Sein persönliches "Herzblatt" wurde Trampeltier "Iwan", ein "guter Junge", wie er in seiner Instagram-Story schreibt. 

Widderkaninchen Lilli

Lillis Zähne wachsen falsch und müssen deshalb regelmäßig behandelt werden.

Huhn Kentucky

Kentucky wird von den anderen Hühnern verstoßen, weil sie nach einem Unfall fast blind ist und eine Behinderung hat.

Pony Speedy

Speedy stand ihr Leben lang nur auf einer Weide und kann deshalb leider nur sehr wenig.

Zum Nachhören: Das ist Gewinnerin Claudia

"Ich freu mich wahnsinnig"

Gewinnerin Claudia im Gespräch mit Evren Gezer.

Im November 2020 wird auf der Kellerranch eingebrochen. Die Diebe hebeln Fenster auf und stehlen Geld aus dem Büro und den aufgestellten Spendenkästen - ganz besonders bitter in Lockdown-Zeiten, wenn keine Besucher kommen, Einnahmen und Spenden rar sind.

Karl-Heinz Keller: "Ich hab Gänsehaut am ganzen Körper"

Der Kellerranch-Chef über seine Arbeit - und die große Freude.

Als die drei Töchter von dem Einbruch erfahren, denken sie gleich an FFH Wünsch dir was und Mama Claudia schickt uns diesen Wunsch. Der Plan war ursprünglich, dass von dem Geld das Gelände mit Kameras sicherer gemacht werden kann. 

Firma für Sicherheitsanlagen spendiert Kameras

Doch dann passierte etwas noch Schöneres: Bei der Firma Alinotec in Büttelborn erfuhr man von der Geschichte und entschied sich, die benötigte Kamera-Anlage zu spendieren. "Wenn man etwas tun kann, dann sollte man es auch tun und nicht immer nur auf sich selbst schauen", sagt Geschäftsführer Reinhard Mähn im Gespräch mit Daniel Fischer und Julia Nestle. 

So könne die Kellerranch die 6000 Euro jetzt für die Tiere benutzen. 

Kellerranch-Besitzer überwältigt

Karl-Heinz Keller ist von so viel Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit überwältigt, schließlich kostet eine Videoanlage mit mehreren Geräten auch ein paar tausend Euro. Überhaupt seien die letzten sieben Tage ereignisreich gewesen, erzählt er im FFH-Gespräch: "Es sind weit über 30 Patenschaften abgeschlossen worden, wir haben Spenden erhalten und viele Anrufe, Emails und Anfragen." 

Mehrere Leute hätten explizit nach einer Patenschaft für Alpaka "Gürkchen" gefragt und ob es überhaupt möglich sei, noch eine Patenschaft zu übernehmen, wenn Julia schon Patin sei. Na klar ist das möglich: "Pro Tier können wir mehrere Patenschaften vergeben", sagt Karl-Heinz Keller.

"Auf unserer Website können Interessenten Unterlagen für eine Patenschaft ausfüllen, uns das Geld dafür überweisen und im Anschluss bekommen sie dann eine Patenurkunde ausgestellt. Das Ganze kann zum Beispiel auch ein Geschenk für jemanden sein." 

Kakadu Charly

Charly wurde zu lange allein gelassen und hat deswegen angefangen sich seine Federn auszureißen.

Esel Pia

Pia ist ein ehemaliges Zirkustier, dass sich bei einer Feuershow verletzte.

Das ist die Kellerranch

Der Tierhilfeverein Kellerranch e.V.  wird bereits vor seiner Gründung in 2002 von Karl-Heinz und Jutta Keller als Gnadenhof für ausrangierte, aus welchen Gründen auch immer nicht mehr gewollte Tiere geführt und privat finanziert. 365 Tage im Jahr werden mit wenigen freiwilligen Helfern und ihren Kindern Sascha und Jana die durchschnittlich Tiere täglich versorgt - neben der Berufstätigkeit.

300 Tiere verschiedenster Arten und Rassen haben hier ein Zuhause gefunden. Papageien, Geflügel, Kaninchen, Waschbären, Nasenbären, Stinktiere, Ziegen, Schafe, Schweine, Esel, Ponys, Pferde, Lamas, Affen - und mehr. Die meisten hatten vorher kein schönes Leben. Die manchmal traumatisierten Tiere werden liebevoll gepflegt, tierärztlich versorgt und es wird versucht ihnen das Vertrauen in die Menschen zurückzugeben. Tiere, die noch jung und wieder völlig gesund sind werden gerne in ein neues artgerechtes Zuhause vermittelt. Nicht mehr vermittelbare Tiere dürfen mit all ihren Wehwehchen, Macken und Eigenheiten bleiben und ihr Leben auf der Kellerranch in Ruhe zuende leben.

Seit der Vereinsgründung dürfen Geld- und Sachspenden angenommen werden, was die finanzielle Situation des Gnadenhofs erträglicher macht. Regelmäßige finanzielle Unterstützung bzw. Zuschüsse zur Versorgung der Tiere gab und gibt es bisher von keiner öffentlichen Stelle.

Alle Infos zur Keller Ranch und wie man das Projekt unterstützten kann gibt's auf www.kellers-ranch.de

Konto: Tierhilfeverein Kellerranch e.V.
Frankfurter Volksbank eG
IBAN: DE63 5019 0000 0000 4589 70
BIC: FFVBDEFF.

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