Gießener SPD-Kandidatinnen - Frauenpower für den hessischen Landtag
Noch gut ein Jahr dauert es bis zur hessischen Landtagswahl: In Gießen wurden heute die ersten Kandidaten für die Wahl vorgestellt. Sie kommen aus den Reihen der SPD.
Zwei sozialdemokratische Frauen wollen im nächsten Jahr von Gießen nach Wiesbaden. Darunter ist ein bekanntes Landtagsgesicht: die 44-jährige Nina Heidt-Sommer. Und ihre Partei-Kollegin Melanie Haubrich, die mit einem möglichen Platz im Landtag zum ersten Mal landesweit politisch auftreten würde.
"Hessens Bildungssystem ist weit von Chancengleichheit entfernt"
Seit über 25 Jahren ist Nina Heidt-Sommer in der SPD. Die 44 Jahre alte, frühere Grundschullehrerin kennen die Gießener aus der Stadtverordnetenversammlung und bereits aus dem Hessischen Landtag. Seit 2021 ist sie dort Abgeordnete. Ihr Steckenpferd: Chancengleichheit.
"Hessens Bildungssystem ist weit von Chancengleichheit entfernt", sagt sie als ihre Partei sie offiziell als Kandidatin für die Landtagswahl ins Rennen schickt.
Heidt-Sommer ist Landtagsabgeordnete seit Ende 2021
Die Mama von zwei Pflegekindern will sich im Falle einer Wiederwahl dafür einsetzen, "dass durch das Land Hessen das Leben der Menschen besser wird". Sie sagt, die Landesregierung müsse die Sorgen und Nöte der Menschen ernst nehmen - im Fall von der Stadt Gießen betrifft das vor allem die Wünsche der UKGM-Mitarbeiter, der Menschen im Einzelhandel oder beispielsweise, dass städtische und ländliche Gebiete gleichermaßen Gegenstand politischer Diskussionen sein müssten.
"Müssen aufpassen, dass der Landkreis lebenswert bleibt"
Derzeit arbeitet Melanie Haubrich noch als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht, bald kehrt sie als Richterin ans Verwaltungsgericht in Gießen zurück. Außerdem ist sie bereits seit 2016 im Kreistag des Landkreises Gießen. Jetzt will die 39-Jährige den nächsten Schritt gehen und auch sozialdemokratische Landespolitik machen.
"Insgesamt habe ich den Eindruck, nach so langer Zeit einer CDU-Regierung haben diejenigen, die da an der Macht sind, das Gefühl ihnen gehört der Laden", sagt sie im Gespräch mit FFH.
Umstieg auf erneuerbare Energien
"Den Laden" in Wiesbaden möchte die Juristin also nun bei der Landtagswahl 2023 aufmischen: mit den Schwerpunkten Infrastruktur, Mobilität und Energiepolitik. "Ich glaube, die aktuelle Debatte zeigt, wie wichtig der Umstieg auf erneuerbare Energien ist. Ich glaube, dass es da im Landkreis noch einige Potentiale gibt, die man noch heben kann." Ein Platz im Landtag wäre für sie ein Privileg, sagt sie uns.
Die anderen Parteien in Gießen und den umliegenden Gemeinden haben sich bisher zu möglichen Kandidaten für die Landtagswahl 2023 bedeckt gehalten. Die SPD sagte heute bereits, dass sie keinen leichten Wahlkampf erwarten. FFH hält Sie künftig über die Entwicklungen zur Landtagswahl in Hessen auf dem Laufenden.
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