Fastnacht 2026: Das sind die beliebtesten Kostüme für Narren
Fastnachts-Höhepunkt - Diese Kostüme sind in diesem Jahr Trend
Ob Cowboy, Prinzessin, oder Hauptsache ganz viel Glitzer - an Karneval kannst du sein, wer du willst. Noch unentschlossen? Das sind die Kostümtrends der Narren in diesem Jahr.
Bunt, glitzernd oder ziemlich tierisch: Zum Höhepunkt der närrischen Zeit zeigt sich auf den Straßen eine bunte Kostümvielfalt. "In diesem Jahr ist es beim Blick auf die Straße sehr auffällig, dass es sehr viele Tierkostüme gibt", sagt Michael Bonewitz, Sprecher des Mainzer Carnevals-Vereins (MCV). Da sei fast alles dabei: Zebras und Frösche bis Marienkäfer.
Trends in der Kostümwelt
Der Festartikelhändler Schlaudt aus Koblenz hat einen anderen Trend bemerkt. "Unerwartet hat sich in dieser Session der Klassiker Cowboy wieder durchgesetzt", sagte Brigitte Schlaudt. Weiterhin seien auch Paarkostüme beliebt "aus hochwertigen Materialien mit Glitzer und Pailletten oder Gobelindrucken". Kinder würden - ohne große Überraschungen - auch in diesem Jahr Prinzessinnen, Feen, Raumfahrer, Polizisten und Feuerwehrkräfte bevorzugen.
Deutschlandweit keine Unterschiede
Der Kostümhändler Deiters macht unter den diesjährigen Trends nach eigenen Angaben alles rund um die Zirkuswelt, die Karnevalsmaus, maritime Kostüme und Glitzer aus. Überregional sei das Kaufverhalten relativ gleich, es gebe keine Themen, die in bestimmten Gebieten besonders stark vertreten sind, sagte ein Sprecher und ergänzte: "Gerade in unseren Filialen in Mülheim-Kährlich, Trier und ganz besonders in Mainz, merkt man, wie karnevals- und faschingsverrückt ganz Rheinland-Pfalz ist."
Ganz viel Glitzer
Auch im Großhandel Vabo in Pirmasens glitzert es. "Unsere Lieferanten haben in dieser Saison wunderschöne Paillettenjacken, Westen und Fracks auf den Markt gebracht", teilte Oliver Vafiadis mit. "Es handelt sich um einen neuen Pailettenstoff mit schön glitzernden Pailetten." Diese seien von den Kunden gerne angenommen worden.
Nachhaltig oder billig, billig, billig?
Beim Kaufverhalten beobachtet der Händler zwei gegensätzliche Trends: "Es gibt Kunden auf Qualität und Nachhaltigkeit Wert legen und auch bereit sind etwas mehr für Ihre Kostüme auszugeben", sagte Vafiadis. "Wir arbeiten dazu auch mit Nähereien in Deutschland zusammen die "Made in Germany" anbieten können."
Kostüme aus Fernost
Gleichzeitig sehe er auch einen Einkaufstrend, der sich hin zu chinesischen Shoppingportalen entwickelt. "Da zählt dann nur der "billig-billig-billig"-Gedanke." In Europa ansässige Händler müssen Vafiadis zufolge für die Qualität, Beschaffenheit und Schadstofffreiheit gerade stehen – "der Kunde, der bei solchen fernöstlichen Plattformen kauft, setzt sich diesen Gefahren allerdings schutzlos aus".
Schadstoffe in Billigware
Auch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt, keine Billig-Kostüme zu kaufen, da die Kleidung Schadstoffe enthalten könnte. Generell sollten Kostüme vor dem Tragen gewaschen werden. Unangenehme Gerüche können demnach auf Lösemittel, Weichmacher oder andere Schadstoffe hindeuten.
Fragwürdige Kostüme vermeiden
Die Stadt Mainz gibt den Hinweis, auf Kostüme, die "in Zusammenhang mit Krieg und Terror gebracht werden könnten" zu verzichten. Das gelte auch für sogenannte Anscheinswaffen, die echten Waffen ähnlich sehen.