Protest am Pharma-Standort - Marburger sorgen sich um Zukunft
Was wird aus dem Marburger Pharma-Standort? In Stadt und Landkreis geht die Sorge um. Heute habe Proteste eine Betriebsversammlung der BionTech-Mitarbeiter begleitet.
Der Betriebsrat fordert den Verkauf des Standortes und ruft die Politik zur Unterstützung auf. Zu FFH sagt Mark Pfister: “Das sind hochmotivierte Pharma-Mitarbeiter hier. Die haben Pandemien wie die Vogelgrippe, die Schweinegrippe oder Corona in kürzester Zeit bewältigt. Das darf nicht verloren gehen.”
Angst vor Kahlschlag in Marburg
Über 500 Mitarbeiter stehen vor einer ungewissen Zukunft, nachdem BioNTech die Schließung des Werkes angekündigt hat. Auch andere Pharma-Firmen am Standort wie CSL-Behring und Nexelis streichen oder schließen.
Angst vor ungewisser Zukunft
Der DGB Mittelhessen wollte mit der Solidaritätskundgebung vor dem Werkstor in Marburg-Marbach um 12 Uhr den Beschäftigten öffentlich den Rücken stärken. “Allein 540 Kolleginnen und Kollegen bei BioNTech in Marburg blicken derzeit in eine ungewisse Zukunft. Hinter dieser Zahl stehen Menschen mit ihren Familien, deren berufliche und persönliche Perspektiven auf dem Spiel stehen,” so der DGB.
"BionTech soll Verantwortung übernehmen"
„Die Beschäftigten haben in den vergangenen Jahren Außergewöhnliches geleistet. Während der Corona-Pandemie wurde von Marburg aus Impfstoff für die ganze Welt produziert“, erklärt Robin Mastronardi, Geschäftsführer des DGB Mittelhessen. Deshalb müsse BionTech auch Verantwortung für die Zukunft der Beschäftigten übernehmen.