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Das Corona-Update für Mittelhessen

Corona-Update für Mittelhessen - Besuchsverbot in der Uniklinik Marburg

Mitten in Gießen nimmt ab Mittwoch ein neues Corona-Testcenter die Arbeit auf - in der Rivers-Sporthalle und es gibt einen starken Anstieg an Kurzarbeiteranträgen in Mittelhessen. 

Das Update informiert Sie über alle wichtigen Entwicklungen bezüglich der Corona-Pandemie in Mittelhessen. Wir freuen uns, wenn Sie die Infos mit anderen Bürger*innen teilen und uns weitere Infos zukommen lassen. Schreiben Sie uns an mittelhessen@ffh.de 


Die Hessische Landesregierung hat in den letzten Tagen mehrere Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus erlassen. Diese und zukünftige Verordnungen sind auf der Homepage www.hessen.de abrufbar.


+++ Ab Mittwoch Besuchsverbot am Uniklinikum Marburg +++

31.03.2020, 17:40 Uhr

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie werden die Besucherregeln am Marburger Universitätsklinikum ab heute weiter eingeschränkt. Das Betreten des Klinikums ist ab Mittwoch, 01.04.2020, für Besucher nicht mehr möglich. Ausnahmen gibt es bei Geburten, Kindern und Palliativpatienten.

+++ Knapp 1700 Anträge auf Kurzarbeit im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen gestellt +++

31.03.2020, 17:30 Uhr

Die derzeitige Corona-Krise trifft den Arbeitsmarkt hart. Die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit beantragen, steigt täglich. Auch die Anzahl der Arbeitslosen und die der sogenannten Aufstocker, Beschäftigte mit Transferleistungen vom Jobcenter, erhöht sich derzeit rasant, teilt die Arbeitsagentur Gießen mit. Betroffen sind Mitarbeiter aus verschiedenen Branchen, insbesondere die Gastronomie und das Hotelgewerbe, das produzierende Gewerbe sowie der Messe- und Veranstaltungsbereich. Im Bereich der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar zeigten mehr als 2.100 Firmen zeigen Kurzarbeit an.

+++ Kreis Limburg-Weilburg richtet Fieberambulanzen ein +++

31.03.2020, 11:03 Uhr

Der Landkreis rechnet in den kommenden Wochen mit weitaus mehr Corona-Verdachtsfällen als bisher und richtet deshalb zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) insgesamt fünf Fieberambulanzen im Kreisgebiet ein: vier in bestehenden Arztpraxen und eine weitere auf dem Gelände der Abfallwirtschaft in Obertiefenbach. Dort sollen ausschließlich Patienten mit begründetem Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion behandelt werden. Patienten mit anderen Krankheiten wie Diabetes Mellitus oder Bluthochdruck sollen durch die räumliche Trennung so geschützt werden. In den Amublanzen werden die Patienten dann auch behandelt. Außerdem soll dort die Entscheidung fallen, ob sie ins Krankenhaus müssen. 

+++ Online-Plattform für Limburger Gastronomen +++

31.03.2020, 07:36 Uhr

Auch für die Limburger Gastronomen soll es bald eine Hilfsgutschein-Plattform geben. Kunden können dort - wie beim Marburger Modell - Gutscheine für die Zeit nach der Corona-Krise kaufen, um den Erhalt von Restaurants, Cafés und Bars zu unterstützen. Betroffene Gastronomen können sich per Mail an info@concept-revolution.de melden. Die Seite soll nach Angaben der Initiatoren im Laufe des Tages online gehen. 

+++ Marburger Hilfsgutscheine jetzt auch für Geschäfte im Kreis +++

31.03.2020, 07:24 Uhr

Die Hilfsgutscheine-Aktion "Marburg Liebe" ist ein voller Erfolg: Inzwischen sind rund 180 Betriebe aus Marburg dabei, die mit dem Verkauf der Gutscheine bisher einen Umsatz von 70.000 € gemacht haben, sagte der Geschäftsführer des Stadtmarketings Jan-Bernd Röllmann zu HIT RADIO FFH. Jetzt kommt auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf ins Boot: Geschäfts, Cafés, Kneipen und anderen Betriebe können sich ebenfalls auf der Plattform eintragen lassen.

Marburger Virologe spricht sich für Mundschutz aus

Der Marburger Virologe, Professor Stephan Becker leitet das virologische Institut der Universität Marburg und forscht im internationalen Team-Verbund mit Hochdruck an der Entwicklung einer Corona-Impfung. Er hält es für eine gute Idee, in der Öffentlichkeit Mundschutz zu tragen und erklärt hier, warum:

Professor Stephan Becker

Viele sind mit dem Corona-Virus infiziert sind, ohne es zu wissen.

Mundschutz und Corona-Tests für die Pflegeheime

+++ Ab Mittwoch: Corona-Testcenter in der Gießener Rivers-Sporthalle +++

30.03.2020, 19:40 Uhr

Die zentrale Stelle für Tests auf eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) im Landkreis Gießen befindet sich ab Mittwoch (1. April) in der Rivers-Sporthalle in Gießen. Das haben Stadt, Landkreis und Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen erklärt und damit den Streit um den Testcenter-Standort beigelegt. Hier können Hausärzte und der Ärztlichen Bereitschaftsdienst Patienten zum Testen hinschicken. Außerdem soll es in der Halle eine zentrale Stelle für die ambulante ärztliche Versorgung geben, wie sie die Gießener Hausärzte gefordert haben. Hier können Patienten mit Symptomen und einem begründeten Verdacht auf Covid-19 – neben der eigentlichen Abstrichnahme – vor Ort untersucht und beraten werden. Es soll auch eine Drive-In-Lösung geben. Die Halle wird zunächst bis zu den Sommerferien überlassen.

+++ Doppelt soviele Corona-Infizierte im Landkreis Gießen als vor einer Woche +++

Das Gesundheitsamt informiert täglich über die aktuelle Situation zum Coronavirus im Landkreis Gießen. Demnach waren am Samstag 121 Fälle bestätigt. Zum Vergleich: Am Samstag vor einer Woche waren es 64 bestätigte Fälle, am Donnerstag exakt 100. 

+++ Pflegerin am Klinikum Wetzlar mit Corona infiziert +++

30.03.2020, 06:21 Uhr

Wie der Lahn-Dill-Kreis mitteilt, ist eine Pflegein am Klinikum Wetzlar positiv getestet worden. Sie habe weder Kontakt zu wissentlich Infizierten gehabt, noch sei sie in einem Risikogebiet gewesen. Da die Frau nur wenig Kontakt mit Patienten und Mitarbeitern im Krankenhaus gehabt habe, könne der Betrieb normal weiterlaufen. Alle Patienten und Kollegen, die mit der Frau Kontakt hatten, werden derzeit auf das Virus getestet.

Gießen will Kita-Gebühren und Steuervorauszahlungen stunden

© Stadt Giessen

Ab April sollen die Eltern von kleinen Kindern in Gießen zunächst keine Kita-Gebühren mehr zahlen, die Stadt wird auch keine Gebühren einziehen. Die Kita-Gebühren werden aber nur gestundet, nicht erlassen, sagt Oberbürgermeister Grabe-Bolz im FFH-Interview. Gießen will nächsten Donnerstag ein millionenschweres Hilfspaket verabschieden. So sollen die Gewerbetreibenden auf Antrag auch keine Steuervorauszahlungen mehr leisten müssen. Die Botschaft, so Grabe-Bolz: "Wir sind für euch da"

Gießens OB Grabe-Bolz

"Wir möchten den Menschen in Gießen Zeit geben"

Anne Schmidt

Reporterin
Anne Schmidt

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