Wegen Eichenprozessionsspinner - Zwei Schulen in Bad Wildungen zu
Ein massiver Befall von Eichenprozessionsspinnern sorgt in Bad Wildungen für die vorübergehende Schließung von zwei Schulen am Mittwoch, den 10. Juni.
Auf dem gemeinsamen Gelände der Ense-Schule und der Matthias-Bauer-Schule haben sich die giftigen Raupen in den Bäumen ausgebreitet. Für die Schülerschaft geht es nun vorerst in den Distanzunterricht oder in eine Notbetreuung.
Areal ist abgesperrt
Der Landkreis hat in Rücksprache mit den Schulleitungen entschieden, das komplette Areal abzusperren. Das Gelände darf aktuell nicht betreten werden, heißt es von den Behörden.
Einsatz der Fachfirma
Eine spezialisierte Firma wurde bereits beauftragt, um die Schädlinge zu bekämpfen. Die Experten sollen die Raupen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen aus den Eichen entfernen. Diese Arbeiten werden den Angaben zufolge einen kompletten Tag in Anspruch nehmen.
Unterricht auf Distanz
Der reguläre Unterricht vor Ort fällt für diese Zeit aus. Laut Landkreis wechselt die Ense-Schule in den Distanzunterricht. Für jüngere Kinder sowie die Schülerschaft der Matthias-Bauer-Schule wurde eine Notbetreuung in den Räumen der benachbarten Hans-Viessmann-Schule eingerichtet.
Gefahr durch Brennhaare
Die Raupen des Nachtfalters stellen eine ernste Gesundheitsgefahr dar. Ihre winzigen Brennhaare enthalten ein Nesselgift, das laut Experten Hautreizungen, Atembeschwerden oder allergische Reaktionen auslösen kann.
Maßnahmen nach Kontakt
Wer mit den Tieren oder ihren Gespinsten in Berührung gekommen ist, soll sofort duschen und die getragene Kleidung bei 60 Grad waschen. Bei auftretenden Symptomen rät der Landkreis, zügig eine Arztpraxis aufzusuchen. Am 11. Juni soll der Unterricht wieder wie gewohnt in den eigenen Klassenzimmern stattfinden.