Zukunft Baunatal - Betriebsrat pocht auf VW-Vertragstreue
Im Volkswagen Werk Kassel fand eine bedeutende Betriebsversammlung zu den Zukunftsplänen des Konzernvorstands statt. Der Fokus lag auf der wirtschaftlichen Stärke des Standorts und der Forderung nach Vertragstreue von VW.
Der Betriebsratsvorsitzende Carsten Büchling stellte klar, dass der Standort Kassel/Baunatal wirtschaftlich hervorragend dasteht. Er betonte, dass die zugesagten Investitionen und Beschäftigungsperspektiven aus dem Tarifabschluss 2024 eingehalten werden müssen. Büchling sagte deutlich: „Verlässlichkeit und Vertragstreue sind keine Verhandlungsmasse.“ Er versicherte, dass die Arbeitnehmerseite die weiteren Beratungen über die Zukunft des Konzerns konstruktiv, aber bestimmt begleiten wird.
IG Metall ruft zur Beteiligung auf
Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, ordnete die Situation bei Volkswagen in einen größeren Kontext ein. Er warnte vor einer fortschreitenden Deindustrialisierung und dem Verlust von Arbeitsplätzen, besonders in der Automobil- und Zulieferindustrie. Köhlinger kritisierte, dass Arbeitgeber versuchen, bewährte Standards in Frage zu stellen und die Mitbestimmung der Arbeitnehmerschaft zu schwächen. Er bezeichnete dies als Klassenkampf und betonte die Notwendigkeit für faire Lösungen.
Aktionstage im September
Als Antwort auf die aktuelle Lage ruft die IG Metall die Beschäftigten zur Teilnahme an bundesweiten Aktionstagen am 21. September auf. Diese Aktionen sollen ein starkes Zeichen gegen den Abbau von Arbeitsplätzen und für den Erhalt von Vertragsstandards setzen.
Die Botschaft ist klar: Der Betriebsrat und die IG Metall fordern von Volkswagen Vertragstreue und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Gleichzeitig mobilisieren sie die Belegschaft zur aktiven Teilnahme an den kommenden Protesten.