Was jetzt gefordert wird - Hund attackiert Kinder in Sinntal
In Sinntal hat am Montagabend (29.6.) ein Hund zwei Kinder angegriffen. Der Hund überwand den Zaun eines Privatgrundstücks und biss einen 10-Jährigen sowie einen 14-Jährigen. Beide Kinder wurden verletzt, und der Ältere musste ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt und die Tierschutzorganisation PETA bekräftigt ihre Forderung, den Hundeführerschein auch in Hessen einzuführen.
Nach dem Vorfall appelliert die Tierrechtsorganisation PETA an die hessische Landesregierung, einen Hundeführerschein einzuführen. Laut PETA-Experte Björn Thun fehlt es häufig an Wissen über Hundeverhalten und Verantwortung. Ein Hundeführerschein könnte helfen, solche Beißvorfälle zu vermeiden, indem er Hundehaltern das nötige Wissen vermittelt.
Umfrage zeigt Unterstützung für neue Regelung
Eine Umfrage im Auftrag von PETA aus August 2023 ergab, dass 68 Prozent der Deutschen einen verpflichtenden Hundeführerschein befürworten. Dieser sieht vor, dass zukünftige Hundehalter einen Theoriekurs und ein Praxisseminar absolvieren, um einen sicheren Umgang mit ihren Tieren zu gewährleisten. Dies könnte die Kommunikation zwischen Mensch und Hund verbessern und das Risiko von Vorfällen reduzieren.
Vorbilder Niedersachsen und Bremen
Niedersachsen hat seit 2013 eine allgemeine Hundeführerscheinpflicht. In Bremen wird diese ab Juli 2026 gelten. Auch Österreich plant eine bundesweite Einführung ab Juli 2026. Berlin verlangt seit 2017 den Nachweis von Sachkunde. Einige Städte bieten Anreize, wie in München, wo es nach bestandenem Hundeführerschein ein Jahr Hundesteuerbefreiung gibt.
Verantwortungsvolle Hundehaltung fördern
Ein verpflichtender Hundeführerschein könne auch unüberlegte Anschaffungen verhindern, sagt PETA. Jedes Jahr landeten etwa 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen, viele davon aufgrund von Impulskäufen.