Er spielt den "Parzival" - Großer Hersfeldpreis für Thieß Brammer
Mitten in der Spielzeit der Bad Hersfelder Festspiele gibt es für zwei Schauspieler bereits jetzt einen ganz besonderen Grund zur Freude. Uriel Jung und Thieß Brammer wurden für ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen auf der Bühne der Stiftsruine mit den traditionsreichen Hersfeldpreisen ausgezeichnet.
Die Ehrungen werden von der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine vergeben. Mit den Preisen sollen laut den Veranstaltern Akteure gewürdigt werden, die das Publikum fesseln und eine besondere Magie auf der Theaterbühne entstehen lassen.
Großer Hersfeldpreis für Parzival-Darsteller
Den „Großen Hersfeldpreis“ sicherte sich den Angaben zufolge Thieß Brammer für seine Titelrolle im Stück „Parzival“. Die fünfköpfige Fachjury lobte dabei besonders seine fesselnde Heldenreise, in der er vom naiven Jüngling zum mitfühlenden Mann reift. Diesen Bogen spanne er überzeugend mit großer Körperlichkeit und starker Präsenz, heißt es in der offiziellen Begründung.
Wandlungsfähigkeit belohnt
Der reguläre „Hersfeldpreis“ geht an Uriel Jung. Er beeindruckte die Jury durch seine enorme Wandlungsfähigkeit, die er ebenfalls bei „Parzival“ unter Beweis stellt. Laut den Juroren glänzt Jung dort gleich in mehreren Rollen – ob als würdevoller König Artus, verschmitzter Fischer oder komischer Ritter im Wald.
Vom Ritter zum Tommy
Zudem steht der prämierte Schauspieler aktuell auch im Stück „Pippi Langstrumpf“ auf der Bühne der Stiftsruine. Dort verleiht er der Figur des Tommy ein junges und frisches Gesicht, lobt die Jury weiter. Uriel Jung unterstreiche damit sein vielversprechendes Talent.
Klassiker in neun Sprachen
Übergeben wurden die Auszeichnungen unter anderem von Bürgermeisterin Anke Hofmann, Festspiel-Intendantin Elke Hesse und dem hessischen Kunstminister Timon Gremmels.