Nach dem Brand in Lauterbach - Feuerwehrchef dankt Arbeitgebern
Fünf zerstörte oder zumindest stark beschädigte Häuser, fünf Millionen Euro Schaden - eine Woche nach dem verheerenden Brand in der Lauterbacher Innenstadt sitzt der Schock noch tief. Allein etwa 250 Feuerwehrleute haben von Mittwochabend bis Freitagmittag alles getan, um den Brand zu löschen - bei teils extremem Rauch und großer Hitze. “Alle ehrenamtlich”, sagt Stadtbrandinspektor Jürgen Eifert im Gespräch mit HIT RADIO FFH.
Eifert dankt deshalb auch den Arbeitgebern der Feuerwehrleute, die das Ehrenamt mittragen müssen. Wenn der Alarm geht, bleibt alles stehen und liegen und die alarmierten Einsatzkräfte eilen zur Feuerwehr, um von dort zum Einsatz zu starten. Während des Interviews wurde das eindrucksvoll vorgeführt, denn da ging auch der Pieper von Eifert: "Diesel auf der Fahrbahn" hieß es und schon nach einer Minute waren die ersten Feuerwehrkollegen auf dem Gelände der Feuerwehr Lauterbach.
"Funktioniert in Lauterbach sehr gut"
Die Arbeitgeber in Lauterbach stehen hinter den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten. “Da muss ich mal eine Lanze brechen für unsere Arbeitgeber in Lauterbach, da funktioniert das sehr gut”, lobt Eifert die Unternehmen in der Stadt, die Feuerwehrleute beschäftigen. Beim Großbrand in der Lauterbacher Innenstadt mussten die Arbeitgeber teils lange auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei der Feuerwehr sind, verzichten: Im Schichtbetrieb waren sie von Mittwochabend bis Freitagmittag im Einsatz, ehe der Brand gelöscht war.
Verstärkung gesucht
Allein im Jahr 2025 habe die Freiwillige Feuerwehr in Lauterbach 220 Einsätze gefahren, berichtet Eifert. Im Schnitt sind das mehr als vier Einsätze pro Woche. Um das zu stemmen, werde immer Verstärkung gesucht. Wer sich bei der Feuerwehr ehrenamtlich engagieren will, kann über die Internetseite www.feuerwehr-lauterbach.de Kontakt aufnehmen. Zunächst würden dann die Perspektiven geprüft und dann beginne gegebenenfalls die Ausbildung zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau.