Sie sind zurück in Ludwigsau - Info-Veranstaltung zu Biber-Thema
Der Biber ist in die Gemeinde Ludwigsau zurückgekehrt und sorgt für gemischte Gefühle. Während Naturschützer die Tiere begrüßen, klagen Landwirte über überflutete Felder und schwindende Futterreserven.
Bei einer Informationsveranstaltung im Ortsteil Tann sollen nun mögliche Lösungen diskutiert werden.
Biber stauen Bäche
Entlang der Bäche Meckbach und Rohrbach haben sich laut Gemeinde zufolge in den vergangenen Jahren bedeutende Biberpopulationen gebildet. Die Tiere stauen das Wasser, was laut Gemeinde großflächige Vernässungen auf landwirtschaftlichen Flächen zur Folge hat.
Landwirte fordern Lösungen
Für die Höfe bedeutet das einen herben Rückschlag. Wie es vom Kreisbauernverband heißt, gehen den Betrieben dadurch wertvolle Ressourcen verloren. Finanzielle Entschädigungen würden weder die Hoftiere satt machen noch den dauerhaften Verlust wichtiger Futtergrundlagen ausgleichen, heißt es von der Gemeinde.
Nützliche Baumeister bei Starkregen
Andererseits hat die Rückkehr der Nagetiere auch positive Seiten. Laut Vertretern des Naturschutzes können die Biberbauten einen wertvollen Beitrag zur Wasserregulierung bei Starkregen leisten. Zudem fördern sie demnach den Aufbau artenreicher Lebensräume entlang der Bäche.
Öffentliche Diskussion in Tann
Um einen vernünftigen Interessenausgleich zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Anwohnern zu finden, laden die Verantwortlichen heute (24.08.) um 19 Uhr in der Besengrundhalle in Tann zu einer offenen Diskussion in die Besengrundhalle ein. Referenten des Kreisbauernverbandes, von HessenForst, der Naturschutzbehörde und der Biberbeauftragte der Gemeinde beantworten Fragen. Die Bevölkerung ist eingeladen, sich aktiv an dem Austausch zu beteiligen.