Lärmschutzwand in Münster - Bürgerinitiative kämpft gegen Bahn-Pläne
In Münster (Kreis Darmstadt-Dieburg) plant die Deutsche Bahn den Bau einer zwei Kilometer langen Lärmschutzwand entlang der Bahnstrecke zwischen Münster und dem Ortsteil Altheim. Gegner wollen das Vorhaben mit einem Bürgerentscheid am Sonntag (15.3.) parallel zur Kommunalwahl verhindern.
Die Wand soll 2,50 Meter hoch werden und Anwohner vor Lärmbelästigung durch Zugverkehr schützen. Einige Bürgerinnen und Bürger sehen die Maßnahme jedoch kritisch. Im März 2025 hatte die Gemeindevertretung die Lärmschutzwand mit Mehrheit beschlossen - nur die CDU war dagegen. Danach gingen die Debatten aber erst richtig los.
Gegner: “Wand ist ein Graffiti-Magnet”
Mehr als 2.100 Unterschriften wurden in der Folge von Wandgegnern gesammelt, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen - fast doppelt so viele Unterschriften wie notwendig. Die Argumente der Bürgerinitiative gegen die Lärmschutzwand: “Die Lärmschutzwand führt zu einer optischen Beeinträchtigung des Ortsbildes und fördert die soziale Trennung der Ortsteile Münster und Altheim. Sie wirkt als Graffiti-Magnet und zerschneidet die Wildtierkorridore. Das beeinträchtigt die Umwelt, Lebensqualität und das Miteinander in unserer Gemeinde.”
Befürworter: “Wichtig für Lärmschutz”
Die Auffassung der Gemeindevertretung lautet: “Lärmschutz ist Gesundheitsschutz! Mit den Lärmschutzwänden entlang der Bahnstrecke werden die Anwohnerinnen und Anwohner dauerhaft vor den erheblichen Lärmbelastungen durch den Bahnverkehr geschützt. Berechnungen der Deutschen Bahn zeigen, dass gesetzliche Emissionsschutz-Grenzwerte überschritten werden. Die Lärmschutzwände sind nach fachlicher Bewertung die wirksamste und nachhaltigste Maßnahme zur Reduzierung der Lärmbelastung.” Der Gemeindevorstand schloss sich dieser Auffassung an und befürwortete ausdrücklich, dass die endgültige Entscheidung über den Bau einer Lärmschutzwand nun von den Bürgerinnen und Bürgern getroffen wird.
Kontroverse Diskussionen
Bei einer Informationsveranstaltung im Januar informierten Experten über die Auswirkungen und Alternativen des Projekts. Allerdings: Die Diskussionen um das Bauvorhaben verliefen in den vergangenen Monaten in der Gemeinde teils hitzig, besonders auch in den sozialen Medien.
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