Busse und Bahnen betroffen - Am Montag Warnstreik in Darmstadt
In Darmstadt und Umgebung kommt es am Montag (18.5.) zu einem Warnstreik bei der HEAG mobilo GmbH und der HEAG mobiBus GmbH. Die Gewerkschaft ver.di hat zu diesem Streik bei Bussen und Straßenbahnen aufgerufen.
Er startet mit der Frühschicht und endet mit der Spät- oder Nachtschicht. Der Streik soll dazu dienen, den Forderungen der Arbeitnehmer Nachdruck zu verleihen, so Jochen Koppel, der Verhandlungsführer von ver.di.
Forderungen der Gewerkschaft ver.di
Die Gewerkschaft ver.di fordert für die 830 Beschäftigten eine Gehaltserhöhung von 470 Euro monatlich ab April 2026. Auszubildende sollen ab dem gleichen Datum 165 Euro mehr erhalten. Darüber hinaus fordert ver.di eine Jahressonderzahlung für Auszubildende und die Dynamisierung des Urlaubsgeldes auf 15 Prozent des Entgelts in einer bestimmten Erfahrungsstufe. Eine stufengleiche Höhergruppierung, bei der die Erfahrungsstufe erhalten bleibt, wird ebenfalls gefordert. Die nächste Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeber ist für Dienstag,19. Mai, geplant.
Auswirkungen auf den Nahverkehr
Der Streik betrifft verschiedene Bus- und Straßenbahnlinien in Darmstadt sowie in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Offenbach. Laut ver.di wird der Streik voraussichtlich um 3 Uhr morgens beginnen und für einen Tag andauern. Betroffen sind:
- die Straßenbahnlinien 1, 2, 5, 6, und 7
- die Buslinien B, AIR, FM, M1, M2, M3, MX, WE3, und WE4. Sie entfallen laut HEAG wegen des Streiks.
Notfahrplan von HEAG mobilo
Die HEAG mobilo plant allerdings, einen Notfahrplan einzurichten, um ein Grundangebot für Fahrgäste sicherzustellen. Das gilt für:
- die Straßenbahnlinien 3, 4, 8 und 9
- die Buslinien F, H, K, L O, R, WE1 und WE2, teilweise mit verkürzten Routen.
Die Buslinien A, AH, BE1, BE2, BE3, DG, EB, G, P, PE und WX fahren regulär.
Trotzdem kann es zu Ausfällen und Verspätungen kommen. Fahrgästen werde daher geraten, mehr Zeit für ihre Fahrten einzuplanen. Ausführliche Informationen zum Notfahrplan und alternative Verkehrsmittel gibt's auf der Website der HEAG mobilo.
HEAG-Leitung zuversichtlich
Arne Rath, der Geschäftsführer der HEAG mobilo, sagt in einem Statement gegenüber HIT RADIO FFH: “Der Warnstreik der Beschäftigten ist ihr gutes Recht – wir können ihn aber angesichts des aktuellen Verhandlungsstandes und der bereits am Dienstag (19.) anstehenden, gemeinsam geplanten zweiten Verhandlungsrunde nicht nachvollziehen. Wir haben bereits in der ersten Verhandlungsrunde ein zweites, verbessertes Angebot vorgelegt. Dieses ist vergleichbar mit anderen Tarifabschlüssen in der Branche. Wir sind zuversichtlich, dass wir in den Verhandlungen am Dienstag und Mittwoch zu einem guten Ergebnis kommen.”