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Bouffier hält seine letzte Rede im Bundesrat

Ministerpräsident hört auf - Bouffiers letzte Rede im Bundesrat

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Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident in Hessen, hält im Bundesrat seine letzte Rede, bevor er sein Amt als Ministerpräsident abgibt.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat sich bei einer Rede im Bundesrat von den Mitgliedern der Länderkammer verabschiedet. Er gebe sein Amt als Ministerpräsident nicht auf, weil ihm diese Aufgabe keinen Spaß mehr mache oder er keine Ideen mehr habe, "sondern weil ich zu der Überzeugung gekommen bin, dass das jetzt der richtige Wechsel bei uns in Hessen sein würde", sagte er in Berlin. Im hessischen Landtag soll am 31. Mai Boris Rhein (CDU) zum neuen Regierungschef gewählt werden.

Ramelow: "Hat Zusammenhalt der Länder gestärkt"

In seiner 53. Rede im Bundesrat sprach Bouffier zum Energiesicherungsgesetz. Er gehörte dem Haus 23 Jahre an, zunächst als Minister und seit 2010 als Ministerpräsident. "Mit Ihnen verlässt unser Haus ein sehr vertrautes Gesicht", sagte Bundesratspräsident Bodo Ramelow (Linke). Mit seiner vermittelnden Art habe Bouffier die Arbeit des Bundesrates bereichert und den Zusammenhalt der Länder gestärkt.

Manschettenknöpfe zum Abschied

Ramelow erinnerte an den März 2015, als Bouffier eine komplizierte Abstimmung im Bundesrat unterbrochen habe, um den Besuchern auf der Tribüne das Prozedere zu erläutern. "In wenigen Worten hast Du das geschafft", sagte Ramelow. Der Besucherdienst nutze diesen Redeausschnitt immer noch, um die Arbeit der Länderkammer zu erklären. Zum Abschied überreichte Ramelow dem scheidenden hessischen Ministerpräsidenten ein Paar Manschettenknöpfe.

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