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Brandstiftung in Hessen: Was steckt hinter den Feuerteufeln?

Das sagen Psychologen zum Thema - Was steckt hinter „Feuerteufeln“?

Symbolbild

Wiederholter Waldstückbrand in Obertshausen, brennende Pflanzenabfälle auf einem Bauernhof in Seligenstadt und ein Holzlagerbrand in Hainstadt - innerhalb kurzer Zeit kommt es immer wieder zu gelegten Bränden und auch das FFH-Land bleibt vor den sogenannten „Feuerteufeln“ nicht verschont. Doch was genau steckt eigentlich hinter diesem Phänomen und was treibt die Brandstifter zu ihren Taten?

Neben Angst, Hilfslosigkeit und Wut macht sich schnell ein Gefühl von Fassungslosigkeit und Unverständnis gegenüber den Taten breit. Gerade die Frage des „Warums“ bleibt dabei jedoch oft, auch von den Tätern selbst, unbeantwortet.

Zum Nachhören: FFH-Reporter recherchieren

Shisha-Bar-Explosion in Gießen

Ja, richtig spektakulär war bei uns der Brand in einer Shisha-Bar in Gießen.

Da das zwei Tausend siebzehn eine riesige Explosion ergeben. Also die ganze Shisha-Bar, es in die Luft geflogen. Überall Scherben überall giftige Gase. Das ganze Gebäude ist völlig ausgebrannt. Neun Anwohner haben wirklich nur wie durch ein Wunder das Ganze überlebt. Die Nummer ist dann auch vor Gericht gelandet damals. Da mussten sich die drei Brandstifter und ihr Auftraggeber wegen versuchten Mordes verantworten. Der Auftraggeber, das war der zwei und zwanzig Jahre alte Besitzer. Der Bar Er wollte so damals die Anklage, die Versicherungssumme für das Gebäude abgreifen. Am Ende gab es zum Teil mehrjährige Haft für die Täter

Goetheturm durch Brandstiftung zerstört

Ja, der zwölfte Oktober war ein echter Horror Tag für alle Frankfurter. Der Goetheturm steht nachts in Flammen. Das drei und vierzig Meter große Wahrzeichen der Stadt nur noch Schutt und Asche. Der Turm brannte wie eine Fackel, sagte damals ein entsetzter Feuerwehrsprecher. Aber die Brandserie auf Frankfurter Holzbauten begann schon im Frühjahr zwei Tausend siebzehn zuerst steht im Mai der koreanische Pavillon im Grüneburgpark entflammen. Nur einen Monat. Später Fackel der Chinesische Pavillon im Bethmannpark ab. Beides Culturelle Wahrzeichen der Stadt. Ob ein Zusammenhang zwischen den Bränden besteht, konnte die Polizei bis heute nicht klären. Auch eine heiße Spur zu dem oder den Tätern gibt 's. Auch fünf Jahre. Danach immer noch nicht

Über 50 Brände in Fulda's Wäldern

Ja, seit August letzten Jahres hat etwa fünfzig mal in Wäldern hier in der Umgebung gebrannt. Zum Beispiel im Reinhardswald.

Das waren meistens sogenannte Holz Polter. Also diese großen Stapel Baumstämme, die dann in Flammen aufgegangen sind. Aber auch Hochsitze oder Hütten waren dabei. Zum Glück wurden die Brände in den meisten Fällen rechtzeitig entdeckt und konnte dann auch schnell gelöscht werden. In zwei Fällen haben aber auch mehrere tausend Quadratmeter Wiesen oder Waldfläche gebrannt. Bisher ist die Brandserie noch nicht aufgeklärt.

© HIT RADIO FFH

„Feuerteufel“ treiben ihr Unwesen

Es gibt jedoch nicht den einen Typus „Feuerteufel“. Menschen, die absichtlich Sachgüter und Wälder in Flammen setzten, handeln aus den unterschiedlichsten Motiven. Neben dem typischen Motiv von jugendlichem Vandalismus oder der Brandstiftung aus Rache, ist auch „Pyromanie“ ein weitverbreiteter Begriff.

Die seltene Krankheit beschreibt es das impulsive Zündeln und die Besessenheit mit dem Feuer. Wiederholte Brandstiftung, wie auch bei dem verdächtigen 45-Jährigen Brandstifter aus Obertshausen zeigt außerdem: Feuerlegen hat Suchtpotenzial.

© Foto Feuerwehr Hanau

Flammen der (männlichen) Frustration

Häufig geht es aber auch um eine extreme Form des Machgefühls. Denn während die einen darin ihren Frust abreagieren, ergötzen sich die anderen an ihren feurigen Taten. In den meisten Fällen sind frustrierende Lebenssituationen, soziale Schwierigkeiten wie fehlende Anerkennung oder Wertschätzung, dabei die entscheidenden Auslöser.

Die Brände sind Impulstaten – ausgelöst von Enttäuschung oder Frustration. Aus hormonellen und evolutionsbiologischen Gründen zeichnet sich unter den Brandstiftern vor allem eine männliche Dominanz ab.

Wunsch nach Anerkennung 

Die gesuchten „Feuerteufel“ sind prozentual nicht nur meistens Männer, sondern (zu) oft auch eigentlich „offizielle“ Bekämpfer der Flammen. So ließ sich eine Neigung unter Feuerwehrleuten feststellen, selbst zum Brandstifter zu werden.

Meist sind sie dann die ersten beim Brand und starten die perfide Löschungsaktion ihres eigenen Feuers. Motiv dabei: Der Wunsch nach Bedeutsamkeit und Anerkennung unter den Kameraden durch ihre „Heldentat“.

Zum Nachhören: Gespräch mit einem Experten

Feuerteufel haben eine ganz bestimmte Typologie, sagt der Experte

Ich dich, Bis gibt Untersuchungen, dass die meisten männlich sind. Wind im Ausland Untersuchungen haben gezeigt, dass gemalten auch kaukasische,

also weiß, Roberta Abstammung sind und er sehr häufig keine Partnerschaft haben und auch keine Drogen Anstellung haben. Genauso wie die niedrige Intelligenz. Problematische Familiengeschichte hat auch festgestellt, dass in nahezu siebzig Prozent dieser Fälle wiederum ne Alkohol Intoxikation vorgesehen nach Kiel. Also sucht es gar nicht häufig so sehr bei ihr, sondern er in dem Moment. Halt einfach mal Gott getrunken und Jan Gehler Lähmungen halt noch ein bisschen runder, nicht wahr? Ja Alles kommt zu der Wahl. Erben Tat kommen noch mal zu diesem Ziel. Dass dieses Feuer sie meistens selbst bei der Feuerwehr auch sind.

Also Täter aus den eigenen Reihen, haben Sie dazu Beobachtungen sinken. Es gibt eine Faszination mit der Feuerwehr, bei den insbesondere auch im Linda begabten.

Es gibt zum Beispiel auch Untersuchung läuft, dass die häufig darüber nachdenken, auch Feuerwehrmann gerne sein zu wollen oder ähnliches. Aber das Problem ist häufig, dass sie sozial gar nicht geklärt sind. Da sie in Sonne relativ komplex mein Job jene, weil willige Feuerwehr jetzt auch integriert. Deren Gehirn aber der Wunsch, die 'n, kleines Kind ja auch die Faszination hat. Da ist jemand mit dem großen roten Auto Beda Uniform. Dat noch funktionierende erdachte, aber laut machen und es wichtig. Diese Faszination ist natürlich schon ein Faktor. Wär der häufiger zu sehen, es aber nicht in in der Mehrzahl der Fälle. Keine wegen und erst recht nicht in der Mehrzahl der Fälle, dass die Mitglied in Feuerwehren bewähren. Dann ist ja häufig das Gefühl. Also auch bedeutungsvoll zu sein.

Dass jemand wie auch in der normalen Gesellschaft nicht so gut behaupten kann ja, unsinnig. Man spürt ja genau. Und wenn wir dann Feuer legen, nahmen sie eine ganz kleine Sache, die sie machen, diesen Effekt

© HIT RADIO FFH
 

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