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Ergebnis von FFH-Recherche: Hessische Weihnachts-Gänse teuer wie nie

Ergebnis von FFH-Stichprobe - Hessische Weihnachts-Gänse teuer wie nie

Das "Gänse-Essen" wird in diesem Jahr teurer. Grund dafür: gestiegene Energiekosten, Personalmangel und hohe Einkaufspreise. 

Für viele Menschen in Hessen ist es eine Tradition: Das "Gänse-Essen" in der Weihnachtszeit. Dieser kulinarische Ritus könnte in diesem Jahr jedoch kostspielig werden. HIT RADIO FFH hat eine Stichprobe bei hessischen Gastronomen erhoben und das Ergebnis ist ernüchternd: Eine Gans kostet dieses Jahr im Schnitt zwischen 20 und 60 Euro mehr als vor einem Jahr.

Personalmangel und Energiekosten

Das hat mehrere Gründe erklärt Wolfgang Schneider, Chef des "Landhotel Ferienhof Schneider" im nordhessischen Naumburg: "Ein Grund für die höheren Preise ist der Personalmangel. Und auch die gestiegenen Energiekosten für die Zubereitung." Dazu kämen noch das Grassieren der Vogelgrippe und fehlendes Geflügel-Futter aus der Ukraine. 

Eine hohe Preissteigerung ist aber nicht nur in Naumburg festzustellen: Im "Parkrestaurant Winnerod" kostet eine Gans für vier Personen in diesem Jahr 160 statt 110 Euro.

Einkaufspreise verdoppelt

Auch beim "Zum Grauen Bock" in Frankfurt werden Kunden für ein Gans-Essen tiefer in die Tasche greifen müssen: Gans für vier Personen mit Beilagen und einer Flasche Rotwein kosten in diesem Jahr 184 Euro. Zuvor waren es 130 Euro. Neben den Energiekosten kommen auch höhere Einkaufspreise hinzu. Diese sollen auf das Doppelte angestiegen sein. 

Betriebe verzichten auf Angebot

Viele hessischen Betriebe möchten zu diesen Preisen jedoch keine Angebote machen und nehmen Gans daher komplett von der Speisekarte. Der "Hahnenhof" in Mainz oder das "Hotel Restaurant Pelikan" in Eschwege erklärten dazu FFH: "Die Preise sind viel zu hoch. Wie sollen wir das an die Kunden weitergeben?"

Dennoch gibt es Betriebe bei denen die Nachfrage nach Gans-Gerichten zumindest "okay" sei: besonders bei Stammgästen spiele der Preis eine untergeordnete Rolle, erklären manche Gastronomen auf FFH-Nachfrage. Für diese sei es "einfach Tradition und etwas Besonderes", für das sie auch bereit wären, mehr zu bezahlen.

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