Schön fies, schön schön - So ist "Der Teufel trägt Prada 2"
Meryl Streep hat sich als Oberzicke in Designerklamotten unsterblich gemacht. Jetzt, 20 Jahre später, ist wieder Krise angesagt beim Modemagazin „Runway“ – mit den alten Rivalinnen. FFH-Kinomann Volker Willner urteilt: Beste Hochglanz-Unterhaltung.
Zehn Euro kostet euer Kinoticket, neun ist es wert.
Darum geht's:
Selbst die besten Magazine straucheln. Journalistin Andy (Anne Hathaway) erfährt in dem Moment, als sie einen Preis verliehen bekommt, dass Ihr Blatt plattgemacht wird. Sie hat Glück und landet wieder bei „Runway“ – wo sie einst als Praktikantin unter der eiskalten Chefredakteurin Miranda Priestly gelitten hatte. Auch ihre Wege mit der durchtriebenen Ex-Kollegin Emily (Emily Blunt) und dem loyalen Art Director Nigel (Stanley Tucci) kreuzen sich erneut. Und „Runway“ gerät selbst in raues Fahrwasser.
Es macht einen Riesenspaß, die stylishe Truppe wiederzusehen. Menschlich hat sie sich kaum verändert. Meryl Streep spielt die hochnäsige Zeitschrift-Zicke mit wirklich diabolischem Spaß. Anne Hathaway setzt mit ihrem Millionen-Dollar-Strahlen liebenswert den Gegenpunkt. All das unterhält großartig – auch, weil uns die Story ein gutes Psychogramm ihrer Figuren liefert. Und Film-Fiktion verschmilzt mit realem Leben, wenn die echte Donatella Versace oder Heidi Klum kurz Statisten sein dürfen und Lady Gaga auf einer Modenschau singt.
Jede Sekunde in „Der Teufel trägt Prada 2“ ist pure Eleganz. Besser kann man die Modemetropolen New York und Mailand nicht in Szene setzen. Und besser kann man auch die Mode selbst nicht inszenieren. Allerdings dürften Zuschauer besser durchblicken, wenn sie den ersten „Der Teufel trägt Prada“-Teil gesehen haben.
Der Trailer zum Film: