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Eigener Pool im Garten: So geht's

Tipps vom Experten - Eigener Pool im Garten: So geht's

© dpa

Ein eigener Pool im Garten - früher kannte man das vor allem aus irgendwelchen sonnigen Urlaubsregionen. Inzwischen gibt es aber auch hier bei uns in Hessen viele Menschen mit dem eigenen Mini-Schwimmbecken hinter dem Haus. Doch was genau braucht man dafür eigentlich alles? Wie ist das mit der Pflege? Und was kostet der Spaß? Wir klären die wichtigsten Fragen für alle, die überlegen sich einen Pool anzuschaffen.

Es klingt so schön: Statt ins nächste Freibad oder zum nächsten Badesee fahren zu müssen, einfach kurz raus in den Garten und dort ins Wasser springen. Ein eigener Pool ist auch gar nicht so teuer, es gibt allerdings einige Dinge, die man beachten sollte. Experte Michael Koch vom Pool-Megastore aus Worms gibt uns im FFH-Interview Tipps für "Pool-Anfänger".

Der richtige Standort für einen Pool

Das genug Platz für den Pool vorhanden sein muss, versteht sich von selbst. Außerdem sollte der Untergrund möglichst eben sein. "Wir empfehlen grundsätzlich eine Betonfläche als Untergrund anzulegen", sagt Michael Koch. Es sei zwar auch möglich einen Pool direkt auf dem Rasen aufzustellen, aber dies ist für Koch auf jeden Fall die schlechtere Lösung. Sollte man sich trotzdem dafür entscheiden, ist es um so wichtiger, dass der Untergrund ganz eben ist.

Generell gilt: Pools mit einer Wassertiefe bis zu 1,2 Metern können oberirdisch aufgestellt werden. Wer gerne ein tieferes Becken haben möchte, der muss es zumindest teilweise in der Erde versenken.

Wie viel kostet der Unterhalt für einen Pool pro Woche?

Die Kosten, um einen Pool anzuschaffen sind recht leicht zu überblicken - viel schwerer fällt es dagegen einzuschätzen, welche Kosten im täglichen Betrieb auf einen frisch gebackenen Poolbesitzer zukommen. Eine allgemeingültige Aussage ist hier nicht möglich. Denn die Kosten schwanken stark mit der Art des Pools und wie häufig er benutzt wird. Auch die Frage, ob man das Wasser zum Beispiel mit Hilfe einer Wärmepumpe künstlich erwärmt oder im Zweifel auch einmal kalt badet, hat einen deutlichen Einfluss. 

Für einen sehr einfachen Pool (zum Beispiel ein schlichtes Rundbecken mit 4 Meter Durchmesser) ist laut Michael Koch aber gar nicht so viel Aufwand notwendig. Hier schätzt der Experte Betriebskosten von "drei bis vier Euro" in der Woche - vor allem für Chlortabletten und Algenschutzmittel, um das Wasser sauber zu halten. Bei einem großen Becken und dem Einsatz einer Wärmepumpe könne dies aber deutlich mehr werden.

Welche Technik brauche ich für einen einfachen Pool?

Zwingend erforderlich ist lediglich eine Filteranlage, sagt Koch. Hier gibt es verschiedene Systeme, die im Kern aber alle ähnlich funktionieren. Die Anlagen wälzt das Wasser um und leitet es durch einen Filter, um es sauber zu halten.

Muss ich meinen Pool chloren?

Nein, es gibt Alternativen zum Chlor, allerdings überzeugen diese für Koch nur bedingt: "Hier gilt: Kann man machen, muss man aber nicht. Chlor ist aus meiner Sicht das Desinfektionsmittel schlechthin für Schwimmbadwasser. Und wenn man die Dosieranleitungen einhält, ist es gesundheitlich auch unbedenklich".

Als Alternative kann auch Sauerstoff zur Desinfektion des Wassers genutzt werden. Das ist allerdings aufwändiger, da die Qualität des Wassers häufiger kontrolliert werden muss. 

Wie oft muss ich das Wasser in einem Pool wechseln?

Komplett austauschen muss man das Wasser in einem gut gepflegten Pool eigentlich gar nicht. Koch empfiehlt, lediglich das Wasser im Herbst teilweise abzulassen, so dass die Zuleitungen leer laufen und im Winter kein Frostschaden droht. Abgesehen davon habe man durch das Rückspülen der Filteranlage über das Jahr sowieso einen dauerhaften Wasserverlust, der wieder aufgefüllt werden muss. Damit wird das Wasser über die Zeit kontinuierlich ausgetauscht.

Die Tipps vom Pool-Experten zum Nachhören

Marc Adler

Autor
Marc Adler

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