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Was gilt jetzt in Hessen? Das sind die aktuellen Corona-Regeln

Maskenpflicht im ÖPNV bleibt - Das sind die Corona-Regeln in Hessen

Mit der neuen Corona-Verordnung ändert sich nahezu nichts in Hessen. Sie sieht eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen vor.

Eine Maskenpflicht gilt auch weiterhin zum Beispiel in Kliniken und Heimen. Außerdem bleibt es bei der Testpflicht in Krankenhäusern und Heimen. Die Landesregierung will die Lage allerdings "sehr genau beobachten". Die neue Verordnung gilt ab Samstag, den 01. Oktober, zusammen mit dem neuen Infektionsschutzgesetz. 

Mit diesem neuen gesetzlichen Rahmen haben die Länder Möglichkeiten, abgestuft auf das Infektionsgeschehen zu reagieren. 

Welche Regeln gelten bundesweit und in Hessen ab dem 01. Oktober? Die Übersicht gibt es hier:

Welche bundesweiten Basismaßnahmen gelten?

Maskenpflicht

  • FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Fernverkehr:
    Kinder, Jugendliche (von sechs bis einschließlich 13 Jahren) und das Personal können auch medizinische Masken (OP-Masken) tragen
  • FFP2-Maskenpflicht für Patienten und Besucher unter anderem in Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Dialyseeinrichtungen und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens

Masken- und Testnachweispflicht

  • für den Zutritt zu Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und vergleichbaren Einrichtungen
  • für Beschäftigte in ambulanten Pflegediensten und bei Dienstleistern, die vergleichbare Leistungen erbringen, während ihrer Tätigkeit

Ausnahmen von der Testnachweispflicht gibt es für Personen, die in den jeweiligen Einrichtungen oder von den jeweiligen Dienstleistern behandelt, betreut oder gepflegt werden.

Ausnahmen von der Maskenpflicht

  • wenn die Behandlung dem Tragen einer Maske entgegensteht
  • für in den jeweiligen Einrichtungen behandelte oder gepflegte Personen in den für ihren persönlichen Aufenthalt bestimmten Räumlichkeiten
  • für Kinder unter 6 Jahren
  • für Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können
  • für gehörlose und schwerhörige Menschen

Für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 14 Jahren ist statt einer FFP2-Maske eine medizinische Maske möglich.

Welche zusätzlichen Corona-Regeln in Hessen?

Es besteht Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr, also in Bussen und Bahnen. Eine medizinische Maske ist ausreichend, eine FFP2-Maske wird aber aufgrund des besseren Schutzes empfohlen.

Die Länder können weitere Maßnahmen beschließen

Erste Stufe

Mögliche Maßnahmen in Länderverantwortung sind:

  • Die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr
  • Die Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen

Eine zwingende Ausnahme der Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen gibt es für Personen, wenn sie einen Testnachweis vorlegen. Das gilt für:

  • Freizeit-, Kultur- oder Sportveranstaltungen
  • Freizeit-, Kultur- und gastronomische Einrichtungen
  • bei der Sportausübung

Die Länder können außerdem Ausnahmen für diejenigen erlauben, die genesen sind. Für den Genesenen-Nachweis gilt die 90 Tage-Frist.

Ausnahmen sind außerdem für vollständig oder frisch Geimpfte möglich. Als frisch geimpft gelten diejenigen, deren Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt. Personen, die drei Einzelimpfungen haben, gelten als vollständig geimpft.

Veranstalter können von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und eigene Einlass-Regeln verhängen.

Weitere mögliche Maßnahmen in Länderverantwortung sind:

  • Maskenpflicht in Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen für Beschäftigte sowie für Schülerinnen und Schüler ab dem fünften Schuljahr
  • Verpflichtende Testung
    → in bestimmten Gemeinschaftseinrichtungen wie Unterbringung von Asylbewerbern, Hafteinrichtungen, Kinderheimen
    → Schulen und Kindertageseinrichtungen

Zweite Stufe

Reichen die Maßnahmen aus Stufe 1 nicht aus, kann das Landesparlament eine konkrete Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastrukturen feststellen. Das Pandemieradar dient den Ländern dabei als Entscheidungshilfe, ob vor Ort eine konkrete Gefahr besteht oder droht. Indikatoren dafür sind unter anderem das Abwassermonitoring, die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen und Hospitalisierung.

Dann können folgende Maßnahmen angeordnet werden:

  • Maskenpflicht bei Veranstaltungen im Außenbereich, wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann
  • Maskenpflicht bei Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Innenräumen
  • Verpflichtende Hygienekonzepte für öffentlich zugängliche Innenräume, in denen sich mehrere Personen aufhalten, in:
    → Betrieben
    → Einrichtungen
    → Gewerbe
    → Angebote und Veranstaltungen aus dem Freizeit-, Kultur- und Sportbereich
  • Anordnung eines Mindestabstands von 1,5 m im öffentlichen Raum
  • Festlegung von Personenobergrenzen für Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Innenräumen

Fragen zum Infektionsschutzgesetz beantwortet das Bundesgesundheitsministerium.

Das Land Hessen stellt online Informationen zu den Corona-Regeln in Hessen bereit.

Quarantäne

Weiterhin gilt: Es müssen nur noch Infizierte in Isolation und die Isolationszeit wird halbiert. Nach fünf Tagen können Betroffene die Isolation also verlassen. Dafür müssen sie sich nicht mehr freitesten. Man empfehle aber, dass man dafür 48 Stunden symptomlos sein sollte.

Infizierte, die auch nach fünf Tagen noch Symptome zeigen, sollen sich vorsichtshalber weitere 48 Stunden isolieren. Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen künftig nicht mehr in Quarantäne.

Hessen fordert Änderung der Quarantäneregeln

Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein hatten allerdings Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) per Brief aufgefordert, dafür zu sorgen, dass das Robert Koch-Institut (RKI) die Quarantäneregeln schnell ändert. Sie argumentieren, man müsse auf mehr Eigenverantwortung setzen und den Menschen nicht mehr eine Absonderungspflicht von fünf Tagen vorschreiben. Lauterbach wies den Vorstoß umgehend zurück.

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