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Großbritannien Parlamentswahl: Konservative verlieren gegen Labour

Parlamentswahl Großbritannien - Regierung verliert gegen Labour-Partei

Mehr als 14 Jahre lang dominierte die Konservative Partei die britische Politik. Das ist zu Ende. Labour-Chef Keir Starmer wird wohl neuer Ministerpräsident.
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Mehr als 14 Jahre lang dominierte die Konservative Partei die britische Politik. Das ist zu Ende. Labour-Chef Keir Starmer wird wohl neuer Ministerpräsident.

Nach der deutlichen Niederlage der konservativen Tories bei der britischen Parlamentswahl hat Parteichef und Premierminister Rishi Sunak seinen Rücktritt angekündigt. Dies werde geschehen, sobald die Regelungen für seine Nachfolge geklärt sind. Die Konservativen erreichten nur 120 von 650 Mandaten, während sie bei der letzten Wahl 365 Sitze hatten. Die Labour-Partei unter Keir Starmer gewann die Wahl mit einem großen Vorsprung und wird nun mit mindestens 412 Sitzen die Regierung stellen.

Keir Starmer, der Chef der Labour-Partei, wird wahrscheinlich der neue Premierminister und in die Downing Street einziehen.

Sunak übernimmt Verantwortung

Rishi Sunak entschuldigte sich bei den Wählern und übernahm die Verantwortung für die Niederlage. Er sagte, er habe das Urteil der Wähler verstanden und hörte sowohl deren Wut als auch Enttäuschung. Seinem Nachfolger wünschte er Erfolg.

Tories stellen seit 14 Jahren den Premierminister

Die konservative Partei regierte Großbritannien seit 14 Jahren. Sunak übernahm die Führung im Oktober 2022, nach dem Rücktritt von Liz Truss. Truss musste ihr Amt nach nur 49 Tagen aufgrund von Turbulenzen an den Finanzmärkten abgeben. Davor trat Boris Johnson nach verschiedenen Skandalen zurück. Laut Politikwissenschaftler John Curtice war die Unzufriedenheit über Sunaks Vorgänger der Hauptgrund für das Wahldebakel.

Sunaks Ruf und persönliche Zukunft

Sunak, der ein Millionenvermögen besitzt und mit Unternehmerin Akshata Murty verheiratet ist, galt als abgehoben. Trotz der Parteischwäche gewann er seinen Wahlkreis deutlich. Er kündigte an, in den kommenden Wochen mehr Zeit dort zu verbringen. Die Konservativen werden nun die Opposition im Parlament stellen und könnten einen weiteren Rechtsruck erleben.

Wer wird neuer Oppositionschef?

Die schwere Niederlage hinterlässt die Partei geschwächt. Viele potenzielle Nachfolger verloren ihren Sitz, darunter Verteidigungsminister Grant Shapps und Penny Mordaunt. Handelsministerin Kemi Badenoch und Ex-Innenministerin Suella Braverman hingegen behielten ihre Mandate und gelten als mögliche Kandidaten. Auch der bisherige Innenminister James Cleverly und Staatssekretär Tom Tugendhat werden als mögliche Parteichefs gehandelt.

Liberaldemokraten legen zu - Schottische Unabhängigkeitspartei verliert

Nicht nur Labour profitiert von den Verlusten der Konservativen. Die Liberaldemokraten können laut Prognosen 61 Sitze erringen, im Vergleich zu bisher 11. Ed Davey, der Chef der Liberaldemokraten, feiert dies als das beste Ergebnis seiner Partei seit einem Jahrhundert. Die schottische Unabhängigkeitspartei SNP sieht ebenfalls eine verheerende Niederlage. Sie könnte von 48 auf nur 10 Sitze abstürzen. Nicola Sturgeon, die frühere schottische Regierungschefin, bestätigt, dass es "kein guter Abend" für die SNP sei.

Rechtsruck: "Reform UK" zieht ins Parlament ein

Die rechtspopulistische Reform UK von Brexit-Befürworter Nigel Farage kann aus dem Stand 13 Mandate gewinnen. Farages Kandidatur trug mutmaßlich zum schlechten Abschneiden der Konservativen bei, indem er Wähler am rechten Rand abwarb.

Unzufriedenheit über Tories größer als Vertrauen in Labour

Der Wahlsieg der Labour-Partei kommt nicht überraschend. Meinungsumfragen hatten seit Langem einen deutlichen Sieg der Sozialdemokraten vorausgesagt. Premierminister Sunak konnte im Wahlkampf kaum aufholen, da die Konservative Partei mit Pannen und einem Skandal um illegale Wetten belastet war. Der Meinungsforscher John Curtice führt das klare Wahlergebnis weniger auf Begeisterung für Labour als auf den Verdruss über die Tories zurück.

Schneller Regierungswechsel erwartet

Keir Starmer hat die Labour-Partei in den letzten Jahren in die Mitte gerückt und entschieden gegen antisemitische Tendenzen vorgegangen. Obwohl er in vielen politischen Bereichen vage blieb, wird der Regierungswechsel schnell erfolgen. Schon am Freitag könnte Starmer von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt werden und seine Vision für Großbritannien in der Downing Street darlegen. Erste Reaktionen aus Deutschland sind positiv. SPD-Europapolitikerin Katarina Barley und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gratulieren der Labour-Partei.

 

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