Negativ-Trend in Rhein-Main - Mehr als jede zehnte S-Bahn fällt aus
Die S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet fallen in diesem Jahr häufiger aus und fahren unpünktlicher als 2024. Das geht aus Kennzahlen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) hervor.
"Das umfassende Baugeschehen im überlasteten Schienennetz macht sich weiterhin bei den S-Bahnen bemerkbar", teilte ein RMV-Sprecher mit. Hinzu kämen unterbesetzte Stellwerke.
Schlechter als letztes Jahr
Dieses Jahr sind bisher 85,4 Prozent der S-Bahnen pünktlich gefahren. Im Vergleich dazu waren es letztes Jahr noch 87,8 Prozent. Somit war mehr als jede zehnte S-Bahn zu spät. Züge gelten als verspätet, wenn sie mindestens sechs Minuten Verzögerung haben.
Ausfälle nehmen auch zu
Auch bei den Komplettausfällen zeichnet sich kein besseres Bild. 2024 waren es noch 89 Prozent der S-Bahnen, die gefahren und nicht ausgefallen sind, dieses Jahr sind es nur noch 87,8 Prozent.
S-Bahn-Chef über nächstes Jahr
Der S-Bahn-Chef im Rhein-Main-Gebiet Hendrik Penner meinte: "Unsere Fahrgäste werden 2026 leider nicht auf jeder S-Bahn-Linie ohne Einschränkung fahren können" Insbesondere die Bauarbeiten rund um Mainz inklusive der geplanten Weichenerneuerungen würden im ersten Quartal den S-Bahn-Fahrgästen einiges abverlangen.
Ersatzverkehr muss öfter eingesetzt werden
Bei Sperrungen werde Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten. Individuell helfe dann vielleicht auch ein anderer Mix aus Verkehrsmitteln wie U-Bahn oder Straßenbahn, um ans Ziel zu kommen.