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> Ersatzgeschwächte Eintracht unterliegt bei den Bayern 2:3
21.02.2026, 17:46 Uhr
Nach 2:3-Niederlage in München -
Sportvorstand Krösche macht weiter Druck
© dpa
Frankfurts Oscar Höjlund kommt gegen Bayerns Stanisic in dieser Szene zu spät.
Auch wenn es eine 2:3-Niederlage in München für die Frankfurter Eintracht war. Trainer Riera sieht Fortschritte. Sportvorstand Markus Krösche macht weiter Druck: “ Wir müssen punkten!”
Die Frankfurter Eintracht spielt Sonntag zu Hause gegen den Tabellennachbarn SC Freiburg. Keine leicht Aufgabe, denn die Breisgauer sind im Flow: Sieg am Wochenende gegen Mönchengladbach mit 2:1. Halbfinalist im DFB-Pokal sind die Freiburger auch. Eintracht-Sportvorstand Krösche sagt nach der knappen Eintracht-Niederlage in München am FFH-Mikro schon: “ Die Jungs müssen jedes Wochenende punkten.” Krösche will damit nicht nur den Fokus auf dieses eine Match gelenkt wissen, sondern auf die gesamte Restsaison. Am Ende soll ein Platz für das internationale Geschäft stehen. Das ist das Ziel und an dem führt kein Weg vorbei.
Krösche: "Müssen jede Woche punkten"
Sportvorstand Krösche blickt auf Nachfrage von FFH-Reporterin Sonja Pahl auf das kommende Spiel gegen Freiburg und äußert sich auch zur Entwicklung von Ersatzkapitän Nathaniel Brown.
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Ihr habt das Freiburg-Spiel vor der Nase, das ja so ein Augenhöhenspiel sein könnte, sein muss und ihr eigentlich punkten müsst. Siehst du die Mannschaft schon in der Entwicklung so weit, dass sie das schafft? Wir müssen jedes Wochenende punkten, also von daher ist das nichts Neues für die Mannschaft. Und jetzt ist es Freiburg am Wochenende auch ein direkter Konkurrent, klar, aber wir wollen spielen zu Hause, von daher wollen wir das Spiel natürlich gewinnen. Aber wie gesagt, es sind noch so viele Spiele und die Jungs müssen jede Woche Spiele gewinnen, haben auch den Druck damit umzugehen. Von daher ändert sich das auch nicht gegen Freiburg. Ihr habt heute den sechsten Kapitän auf dem Feld gehabt, nämlich mit Nene Braun, den der Trainer ja auch selber ausgesucht hat. Ist er wirklich so, spielerisch hast du ja schon gesagt, hat er auf jeden Fall das Potenzial. Was denkst du, was muss er noch machen, damit er noch ein bisschen präsenter auch wird in dieser Rolle? Ja, jetzt hat er heute das erste Mal die Binde ja auch getragen. Das ist auch schon ungewöhnlich, wenn du als sechster Kapitän dann irgendwie an die Binde kommst. Dann hast du ein paar Themen auf jeden Fall. Aber er soll sich auf Fußballspielen konzentrieren. Er ist ein junger Kerl, der jetzt eine super Entwicklung genommen hat in den letzten anderthalb Jahren. Und von daher soll er sich darauf konzentrieren. Alles andere kommt, kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dann später.
In seiner Analyse direkt nach dem Spiel hatte Krösche gesagt: “ In der zweiten Halbzeit waren wir mutiger. Und man hat auch in verschieden Szenen gesehen, was uns in den letzten Wochen gefehlt hat.” Mit Blick auf die Gesamtperformance seines Teams, das ja ohne ein halbes Dutzend Stammspieler in München angetreten ist, erklärt er: “ Wir haben gesehen, dass wir gute Jungs haben. Wir sind die jüngste Mannschaft der Bundesliga.”
Krösche: "Das war ein Schritt nach vorne"
Trotz der Personalprobleme habe sich das Team gut präsentiert, meint Eintracht Sportvorstand Markus Krösche im Gespäch mit FFH-Reporterin Sonja Pahl.
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Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit schon Schwierigkeiten hatten, muss man sagen, dass die Bayern sehr dominant waren und wir einfach zu viele einfache Fehler gemacht haben und zu viele einfache Ballverluste. Das darfst du gegen Bayern München nicht machen. Trotzdem kriegst du die beiden Gegentore durch den zweiten Ball nach einer Standardsituation natürlich extrem ärgerlich. Aber es war halt wichtig, dann auch, ich sage jetzt mal, mit 0-2 in die Halbzeit zu gehen und in der zweiten Halbzeit haben wir es deutlich besser gemacht, haben deutlich besser Fußball gespielt, mutiger gewesen. Und natürlich auch die Einwechslung, dann haben wir nochmal richtig Schwung gebracht und da sieht man dann halt auch, was uns vielleicht in den ein oder anderen Spielen in den letzten Wochen und Monaten vielleicht auch gefehlt hat. Klar muss man aber auch ehrlicherweise sagen, haben die Bayern ein bisschen zurückgeschaltet und hatten auch in der zweiten Halbzeit trotzdem noch die eine oder andere Möglichkeit, wo Kauer super hält. Aber die zweite Halbzeit war ein Schritt nach vorne, ja. Aber viele hatten ja im Vorfeld so ein bisschen auch, wie viel wird es, 0-6, 0-7, 0-8, das war es ja jetzt nur gar nicht. Wie siehst du es? Ja, ich meine, natürlich ist es in München, wenn du da spielst, möchtest du natürlich immer mit der besten Mannschaft. Wir müssen immer mit der besten Mannschaft spielen, aber das ist halt immer so, da machen wir uns das vorher auch nicht beschwert und werden wir es nachher auch nicht beschweren. Wir haben gute Jungs in unserem Kader, haben einen breiten Kader und die Jungs haben das heute gut gemacht. Und natürlich sind wir die jüngste Mannschaft in der Bundesliga und es ist auch wieder so ein Spiel, wo die Jungs Erfahrung mitnehmen können und auch wieder was für die nächsten Spiele auch mitnehmen können. Für uns ist es wichtig, dass wir jetzt gegen Bayern gerade in der zweiten Halbzeit auch mutig Fußball gespielt haben und dass wir dran geblieben sind, dass wir dann auch die Tore gemacht haben. Am Ende, wie gesagt, steht die Niederlage, aber trotzdem einen gewissen Dinggeschritt nach vorne.
Aufholjagd gegen Bayern wurde nicht belohnt
Am Samstag sorgten Pavlovic (16.) und Doppelpacker Harry Kane (20., 68.) bereits nach einer guten Stunde für die komfortable Führung der Bayern. Durch ein Elfmeter-Tor von Rückkehrer Jonathan Burkhardt witterte die Eintracht in der 77. Minute aber plötzlich Morgenluft. Kalimuendo verkürzte nur acht Minuten später zum 2:3. Das Happy-End für den couragierten Auftritt der Hessen blieb jedoch aus.
Frankfurter “Rumpfteam” in München
Beim Team von Trainer Albert Riera fehlten in München gleich eine ganze Reihe von Stammkräften. So fielen in der Abwehr unter anderem der kranke Kapitän Robin Koch und Rasmus Kristensen. Dazu kamen die länger verletzten Offensivkräfte wie Ebnoutalib, Uzun oder Knauff, sodass Abwehrspieler Nathaniel Brown die SGE erstmals als Kapitän aufs Feld führen durfte. Und noch ein Lichtblick für die Hessen: Stürmer Jonathan Burkhardt feierte gegen die Bayern sein Comeback und durfte beim Elfmeter-Tor in der zweiten Halbzeit direkt jubeln.
Ersatzkapitän Brown: "Sind sehr gut zurückgekommen"
Abwehrspieler Nathaniel Brown durfte die Eintracht erstmals als Kapitän aufs Feld führen und berichtet FFH-Reporterin Sonja Pahl, wie es war.
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Ja, gestern, als ich dann gemerkt habe, dass Robin nicht kann, habe ich schon mal durchgezählt und ja, dann habe ich dann gemerkt, dass es sein kann, dass ich heute Kapitän bin. Und wie ist es jetzt? Wie fällt dein Fazit aus nach diesem 3 zu 2? Ja, stolz auf die Mannschaft natürlich. Wir waren 3 zu 0 hinten, sind dann gut zurückgekommen. Wir müssen vielleicht Anfang des Spiels ein bisschen besser reinfinden, aber wie wir uns zurückgekämpft haben, das war echt sehr beeindruckend. Hast du, war das auch die Idee, Grundidee, dass ihr erstmal in der ersten Halbzeit, lasst mal die Bayern machen und wir kommen dann in der zweiten? Naja, die Idee ist es glaube ich nicht, aber das ist hier einfach in der Allianz Arena glaube ich so, das waren jetzt, sind wir nicht die einzigen, glaube ich, deswegen, ja, war nicht die Idee, aber gegen Bayern ist es dann glaube ich schwer. Was war denn dann ursprünglich eigentlich eure Idee? Mutig nach vorne spielen, unser Spiel durchziehen, nicht so viel anpassen, ist uns dann in der zweiten Halbzeit auch gut gelungen.
70 Minuten Bayern-Dominanz
Doch bis dahin war von der Eintracht insgesamt wenig zu sehen. Die Bayern dominierten das Geschehen und hätten bereits zur Pause höher führen können. Den einzigen konstruktiven Angriffsversuch im ersten Durchgang schloss Jean-Mattéo Bahoya kläglich ab (40.). Jonas Urbig im Münchner Tor hatte als Vertreter des verletzten Manuel Neuer keine Mühe mit dem Schüsschen.
Stürmer bringen Eintracht wieder heran
Nach einem Foul von Harry Kane an Oscar Höjlund im Sechzehner und dem fälligen Elfmeter war die Eintracht plötzlich wieder im Spiel. Burkhardt verwandelte bei seinem Comeback sicher. Der eingewechselte Kalimuendo verkürzte anschließend sogar auf 2:3. Die Frankfurter kämpften in der Schlussphase wacker für den Punktgewinn, wurden jedoch nicht belohnt.