Neue Spritpreis-Regel kommt - Was ab jetzt an der Tankstelle gilt
Viele Menschen in Hessen dürften es sich zweimal überlegt haben, ob sie das Auto nicht doch lieber stehen lassen, wenn es geht. Mit Beginn des Iran-Kriegs sind die Kosten für das Tanken regelrecht durch die Decke gegangen.
Die neue Spritpreis-Regel soll helfen. Ob sie tatsächlich eine Trendwende bei den Tankstellen-Preisen bringt?
Das sieht die neue Spritpreis-Regel vor
Ab dem 1. April dürfen Tankstellen nur noch einmal täglich die Preise erhöhen, genau um 12 Uhr mittags. Das sieht die neue Spritpreis-Regel vor, die die Bundesregierung beschlossen hat. Sie soll unter anderem auch für mehr Transparenz sorgen, denn viele Tankstellen hatten zuletzt mehrmals täglich die Preise kräftig erhöht.
Wozu der ADAC Autofahrern jetzt rät
Bislang galt beim Tanken: Am günstigsten ist es abends nach 18 Uhr. Das dürfte mit der neuen Regelung Geschichte sein. Der ADAC Hessen-Thüringen schätzt, dass Kraftstoffe wie Benzin und Diesel jetzt am Vormittag vergleichsweise günstig sind, bis etwa kurz vor 12 Uhr. Schwierig ist das für alle, die dann auf der Arbeit sind.
Ein weiterer Tipp: online die Spritpreise vergleichen. Zum Beispiel mit dem FFH-Sprit Spion. Hier findet ihr jederzeit die aktuellen Preise an den Tankstellen.
Was kommt bei den Verbrauchern an?
Ob die neue Spritpreis-Regel tatsächlich zu einer Entlastung bei den Kosten beiträgt, hänge auch an den großen Mineralöl-Konzernen, so der ADAC Hessen Thüringen. Möglich wäre zum Beispiel, das die Tankstellen wenn sie nur noch einmal täglich die Preise erhöhen dürfen, es dann eben richtig kräftig tun, erklärte eine Sprecherin im Interview mit HIT RADIO FFH.
Viele Unternehmen leiden unter den Spritpreisen
Seit Wochen liegen die Preise für Benzin und Diesel bei um die 2 Euro pro Liter, teilweise auch deutlich darüber. Grund ist der Iran-Krieg. Darunter leiden private Haushalte, aber auch viele Betriebe in Hessen, zeigt eine FFH-Recherche. Wir haben nachgefragt zum Beispiel bei Landwirten, Taxi-Unternehmen, Verkehrsbetrieben oder Fahrschulen.
So machen es unsere europäischen Nachbarn
In kaum einem anderen EU-Land sind die Spritpreise nach den Angriffen auf den Iran so stark gestiegen, wie in Deutschland. Trotzdem sind auch andere Staaten von hohen Tankkosten betroffen. Einige unserer Nachbarn haben jetzt auch Maßnahmen gegen die Kosten-Explosion ergriffen. In Polen gilt eine Preis-Obergrenze für Sprit, in Österreich und Italien haben die Regierungen die Steuern gesenkt.