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Gewalteskalation in Mexiko nach Drogenboss-Tötung

Militäreinsatz gegen Kartell - Unruhen nach Tod von Drogenboss

Kartellanführer "El Mencho" kommt nach einem Militäreinsatz ums Leben - und in vielen Bundesstaaten kommt es zu Unruhen. Flüge werden gestrichen, ausländische Botschaften warnen ihre Bürger in Mexiko.

Angesichts der Gewaltwelle in Mexiko nach der Tötung eines mächtigen Drogenbosses durch das Militär ruft Präsidentin Claudia Sheinbaum die Bevölkerung zur Ruhe auf. "Wir müssen informiert bleiben und Ruhe bewahren", schrieb sie auf der Plattform X. Die Sicherheitskräfte waren in erhöhter Alarmbereitschaft. Bandenmitglieder setzten in mehreren Bundesstaaten Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand. Mehrere Botschaften riefen ihre Bürger auf, sich in Sicherheit zu bringen. 

Kartellchef Nemesio Oseguera Cervantes, auch bekannt als "El Mencho", erlag am Sonntag nach einem Militäreinsatz zu seiner Festnahme im westlichen Bundesstaat Jalisco seinen Verletzungen. Der 59-Jährige war der Anführer des extrem gewalttätigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG; auf Deutsch "Jalisco Neue Generation"). 

Die Botschaft der USA sowie die diplomatischen Vertretungen anderer Länder forderten ihre Bürger in Mexiko zu erhöhter Wachsamkeit auf. Unter anderem wurde vor Gewalttaten in den beliebten karibischen Urlaubszielen Cancún, Cozumel und Tulum gewarnt. Die deutsche Botschaft warnte auf der Plattform X, dass es "in verschiedenen Landesteilen zu Unruhen, Straßensperren und Brandstiftungen" kommt. Wer sich an einem sicheren Ort wie einem Hotel aufhalte, solle dort bis auf weiteres bleiben und auf nicht unbedingt erforderliche Fahrten verzichten. "Versuchen Sie bei Straßensperren nicht, sich zu widersetzen oder zu flüchten", erklärte die Botschaft weiter.

Auch Austragungsort der diesjährigen Fußball-WM betroffen

Aus Sicherheitsgründen strichen oder leiteten Fluggesellschaften Flüge um, darunter Verbindungen nach Puerto Vallarta, einer touristischen Stadt an der Pazifikküste, die auch von der Gewaltwelle betroffen war. Zu Zwischenfällen kam es ebenfalls in der Stadt Guadalajara, die einer der drei mexikanischen Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist. Mexiko richtet das Turnier ab Juni gemeinsam mit den USA und Kanada aus.

Drogenkrieg in Mexiko - Cointzio
© Armando Solis/AP/dpa

Autos brannten vielerorts nach dem Tod von Drogenboss «El Mencho».

Bei dem Militäreinsatz gegen "El Mencho" kamen nach Angaben des Verteidigungsministeriums sieben Bandenmitglieder ums Leben, darunter der Drogenboss. Er erlag seinen Verletzungen, als er nach Mexiko-Stadt geflogen wurde. Drei Soldaten wurden demnach verletzt.

Daraufhin wurden in Bundesstaaten wie Jalisco, Michoacán und Guanajuato, Straßen durch brennende Fahrzeuge blockiert. Zudem wurden Stützpunkte der Nationalgarde attackiert, wie örtliche Medien berichteten. Es soll dabei Tote und Verletzte gegeben haben. 

Ein Bundesstaat lässt Schule vorsorglich ausfallen

Im Bundesstaat Michoacán, dem Geburtsort von "El Mencho", soll der Unterricht in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen heute ausfallen, wie Gouverneur Alfredo Ramírez ankündigte.

Nicht einmal nach der Festnahme des berüchtigten Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán, des Anführers des Sinaloa-Kartells, im Jahr 2016 war es in Mexiko zu ähnlichen Gewaltvorfällen gekommen. "El Chapo" verbüßt derzeit eine lebenslange Haftstrafe in den USA. 

Die US-Regierung hat das Drogenkartell von "El Mencho" als ausländische Terrororganisation eingestuft und hatte eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar (rund 12,7 Mio. Euro) für dessen Ergreifung ausgesetzt. Der Ex-Polizist führte das von ihm gegründete CJNG seit 2011. Die Organisation gilt in Mexiko als das gebietsweise am weitesten verbreitete Kartell. 

Die US-Behörden haben laut dem mexikanischen Verteidigungsministerium im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit mit Informationen zu dem Einsatz gegen "El Mencho" am Sonntag beigetragen.

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