5.000 Schlaglöcher in Wiesbaden: Kalter Winter ist Grund
Schlagloch-Alarm in Hessen - Wiesbaden muss 5.000 Schlaglöcher flicken
Der harte Winter hinterlässt tiefe Spuren: Schlagloch-Alarm aktuell auf den Straßen in vielen Städten und Gemeinden in Hessen. So meldet allein die Stadt Wiesbaden, dass in dieser Saison über 5.000 Schlaglöcher geflickt werden müssen - viel mehr als in den Vorjahren.
Das ständige Hin und Her auf dem Thermometer ist Gift für den Asphalt. Seit November wurden laut Tiefbauamt bereits 27 Frost-Tau-Wechsel registriert. Das Wasser dringt in kleinste Risse ein, gefriert nachts, dehnt sich aus und sprengt die Fahrbahndecke förmlich auf.
Teure Reparaturen
Normalerweise müssen rund 3.000 Stellen pro Saison ausgebessert werden, doch dieses Jahr rechnet das Amt mit einem deutlichen Anstieg auf über 5.000 Schlaglöcher. Das geht ins Geld: Allein für kurzfristige Notfall-Reparaturen durch Fremdfirmen sind den Angaben zufolge schon etwa 230.000 Euro angefallen.
Vier Trupps im Dauereinsatz
Damit die Autofahrer nicht dauerhaft Slalom fahren müssen, sind derzeit vier Reparaturtrupps im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um die Gefahrenstellen zu entschärfen. Wer selbst ein Schlagloch entdeckt, kann es über den städtischen "Schlaglochmelder" online eingeben. Solche Meldungen werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden bearbeitet und beseitigt, heißt es von der Stadt.
Budget reicht kaum aus
Allerdings stoßen die Sanierer an ihre finanziellen Grenzen. Das jährliche Budget für nachhaltige Erneuerungen von rund 700.000 Euro reicht laut Tiefbauamt nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Für eine strukturierte Instandhaltung bräuchte man eigentlich doppelt so viel Geld wie aktuell bereitsteht.
Kurze Sperrungen möglich
Weil es so viele Löcher sind, werden die kleinen Wanderbaustellen nicht extra im Baustellenmelder angekündigt. Die Trupps sperren die betroffenen Abschnitte immer nur für kurze Zeit. Die Stadt bittet um Verständnis: Ohne die schnelle Kelle Asphalt drohen sonst teure Schäden an den Fahrzeugen oder gar Vollsperrungen ganzer Fahrbahnen.