Angriff auf Iran - Wie reagiert die Politik?
Die USA und Israel haben am Morgen den Iran angegriffen. Der Iran antwortete mit einem Gegenschlag - schickte eine Raketenwelle Richtung Israel. Wie reagiert die Politik auf die Eskalation?
Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann äußerte die Hoffnung auf ein Ende des autoritären Regierungssystems im Iran. "Gelingt es, das Mullah-Regime zu stürzen, wäre das für die Menschen im Iran, auch für die Menschen im Nahen Osten und darüber hinaus in Europa eine Chance eines friedlichen, gemeinsamen Neubeginns", sagte sie der "Rheinischen Post". Die Frage sei aber zunächst, "wie erfolgreich der Präventivschlag" Israels und der USA jetzt sein werde.
Kiesewetter: Angriff berechtigt
Auch der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sieht eine Berechtigung für den Angriff auf den Iran. "Der Iran hintergeht seit Jahren das internationale Atomabkommen und vermittelt den Eindruck, militärische Nuklearmacht zu werden", sagte der Bundestagsabgeordnete dem Nachrichtenportal "t-online". Zugleich erkenne der Iran das Existenzrecht Israels nicht an, sondern wolle Israel vernichten. "Der sorgfältig über Wochen geplante und begrenzte Militärschlag hat damit eine Berechtigung." Hinzu komme "der kürzliche Massenmord und jahrzehntelange Terror der Mullahs an der eigenen Bevölkerung".
Kiesewetter äußerte die Einschätzung, es bestehe "Aussicht auf Erfolg". Dieser müsse sich auch daran messen, dass es "zu einem möglichen Systemwechsel im Iran und nicht zu einer Ausweitung des Krieges in der Region kommt".