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Hering stoppt Wechsel zu Lotto nach heftiger Kritik

Ex-Politiker macht Rückzieher - Hering wird nicht Lotto-Geschäftsführer

Landtagspräsident Hering
© Sebastian Gollnow/dpa

Zehn Jahre lang war der Westerwälder Hering Landtagspräsident in Mainz, nun sollte es für ihn zu Lotto Rheinland-Pfalz nach Koblenz gehen - daraus wird doch nichts. (Archivbild)

Nach zehn Jahren als Landtagspräsident sollte Hering auf einen neu zu schaffenden zweiten Chefposten bei Lotto Rheinland-Pfalz wechseln. Warum es doch nicht dazu kommt.

Rückzieher nach Kritik: Der langjährige rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) wird doch nicht zweiter Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz. "Es war ein Fehler von mir, dass ich diese Möglichkeit in Betracht gezogen habe", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Mainz

Hering war zuletzt zehn Jahre lang Präsident des Landtags in Mainz. Nachdem der Posten im neuen Parlament an den CDU-Mann Matthias Lammert ging, sollte der Westerwälder Hering auf einen neuen zweiten Chefposten bei der Lottogesellschaft mit Sitz in Koblenz wechseln. Dem hätte der Aufsichtsrat noch zustimmen müssen. Die Personalie sorgte aber schon davor für mächtig Unmut. 

Zuletzt gab es nur einen Lotto-Geschäftsführer 

Zuletzt wurde die Lottogesellschaft, deren Hauptgesellschafter das Land Rheinland-Pfalz ist, allein von Jürgen Häfner geführt. Häfner scheidet Ende Mai nach rund zwölf Jahren aus dem Amt aus. Seit 2014 war er nach Angaben der Lottogesellschaft alleiniger Geschäftsführer. Sein Nachfolger soll der langjährige CDU-Fraktionschef Christian Baldauf werden. 

Häfner verdiente an der Spitze der Gesellschaft pro Jahr eine Summe im niedrigen sechsstelligen Bereich. Einem Wirtschaftsprüfungsbericht zu Lotto Rheinland-Pfalz für 2024 zufolge kam er im Geschäftsjahr 2024 mit einer Grundvergütung und einer erfolgsabhängigen Vergütung auf insgesamt knapp 200.000 Euro.

AfD-Fraktion spricht von Selbstbedienungsmentalität 

Der Plan zur Schaffung eines zweiten Chefpostens bei Lotto stieß beim Bund der Steuerzahler im Land sowie bei der Opposition auf harsche Kritik. Die Grünen-Fraktion fragte, ob Ausgaben für diesen weiteren Posten wirklich auf Grundlage der Tätigkeiten von Lotto Rheinland-Pfalz gerechtfertigt seien und kündigte eine parlamentarische Anfrage an. 

Die AfD-Fraktion sprach von einer Selbstbedienungsmentalität der neuen Landesregierung. Die größte Oppositionsfraktion im rheinland-pfälzischen Parlament hat nach eigenen Angaben den Wissenschaftlichen Dienst des Landtages mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. 

Dieser solle klären, ob die Vertreter des Landes in den Aufsichtsräten mehrheitlich landeseigener Gesellschaften entsprechend der Kräfteverhältnisse im Landtag besetzt werden müssen. "Wäre die Opposition in den Kontrollgremien vertreten, ließen sich fragwürdige Personalentscheidungen dieser Art deutlich schwerer durchsetzen", mahnte Vize-Fraktionschef Frank Senger.

Deutliche Worte vom Steuerzahlerbund

Der Geschäftsführer des Bundes der Steuerzahler Rheinland-Pfalz, René Quante, monierte: "Im Wahlkampf kritisierte die CDU die SPD wiederholt dafür, dass sie sich "den Staat zur Beute" gemacht hätte und Rheinland-Pfalz zum "SPD-Selbstbedienungsladen" geworden sei." Nach der Wahl machten sich CDU und SPD den Staat einfach gemeinsam zur Beute.

Angesichts solch scharfer Worte entschied sich Hering nun, das Angebot nicht anzunehmen. "Ich war mir der Signalwirkung eines solchen Schrittes in dieser Art nicht bewusst und kann die in diesen Tagen geäußerte Kritik nachvollziehen." Für ihn habe im Vordergrund gestanden, seine Erfahrungen, Netzwerke und Leidenschaften für den Sport und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Verbindung mit sozialen und karitativen Zielen einzubringen.

"Die Annahme eines solchen Postens würde bei vielen den Eindruck hinterlassen, es gehe um hochdotiertes "Postengeschachere“", sagte Hering der dpa weiter. "Ich würde mit einem solchen Schritt dazu beitragen, die Verdrossenheit gegenüber der Politik und Politikern in diesen Zeiten weiter zu fördern und Vertrauen zu untergraben." Das sei das Gegenteil von all jenem, wofür er sich in seiner politischen Laufbahn eingesetzt habe.

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