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Eltern verlieren digitalen Kinderzimmer Überblick

Was machen die Kids online? - Viele Eltern laut Studie ahnungslos

Social-Media-Altersgrenzen
© Jan Woitas/dpa

In vielen Haushalten in Deutschland gibt es kaum Regeln für die Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen.

In mehr als der Hälfte der Familien gibt es keine Zeitlimits für Handys. Gleichzeitig fordern viele Eltern strengere Altersregeln für Social Media und Handyverbote an Schulen.

Die Mehrheit der Erziehungsberechtigten in Deutschland verzichtet bei ihren Kindern auf strenge zeitliche Beschränkungen am Smartphone und eine konsequente Überwachung der Social-Media-Aktivitäten. Wie die "Postbank Digitalstudie 2026" zeigt, haben viele Mütter und Väter gar keinen genauen Überblick mehr darüber, wie intensiv und womit der eigene Nachwuchs seine Zeit in der digitalen Welt verbringt.

Für repräsentative Studie wurden im Mai über 3.000 Menschen in Deutschland befragt, darunter 732 Personen mit Kindern im Haushalt. Aus den Ergebnissen ergibt sich ein überraschend freizügiges Bild des digitalen Alltags in den Familien: In 65 Prozent der Haushalte gibt es keinerlei zeitliche Beschränkungen für die tägliche Handynutzung. Auch in den Abendstunden wird der Konsum kaum reguliert - in zwei Dritteln der Familien existiert kein Handyverbot vor dem Schlafengehen.

Kaum Regeln für Instagram und Co. 

Auffällig ist die lockere Einstellung der Eltern beim Umgang des Nachwuchses mit sozialen Netzwerken wie TikTok, Instagram und YouTube. In 57 Prozent der Familien fehlen klare Regeln zur Social-Media-Nutzung durch Minderjährige völlig. Viele Eltern vertrauen stattdessen auf die Eigenverantwortung der Kinder und kontrollieren die Nutzung bewusst nicht. 

Vor allem bei Erziehungsberechtigten ab 40 Jahren ist dies der Fall: 61 Prozent in dieser Altersgruppe überprüfen die Inhalte und Aktivitäten ihrer Kinder im Netz nicht oder nur sehr unregelmäßig. Das ist umso brisanter, da fast die Hälfte (47 Prozent) der unter 18-Jährigen laut Angaben der Eltern täglich mehr als eine Stunde in diesen sozialen Netzwerken verbringt.

Mehrheit für Altersbeschränkung bei Social Media

Gleichzeitig spricht sich eine überwältigende Mehrheit von 86 Prozent der Befragten für eine Altersbeschränkung bei der Nutzung von Social Media aus. Lediglich 14 Prozent halten eine Altersbeschränkung für unsinnig. 44 Prozent sagen, dass die Nutzung von sozialen Medien wie TikTok, YouTube oder Instagram erst ab 16 Jahren oder älter erlaubt sein soll. 27 Prozent würden dies bereits ab der Altersgruppe von 14 bis 15 Jahren gestatten. 10 Prozent sehen die Schwelle schon bei 12 bis 13 Jahren, 3 Prozent in der Altersgruppe 10 bis 11 Jahre. 

In Haushalten ohne Kinder sieht man das Thema strenger als in Familien mit Kindern. Die Kinderlosen plädieren zu 48 Prozent für eine Altersbeschränkung von mindestens 16 Jahren bei der Nutzung von Social Media. In Haushalten mit Kindern sind es nur 31 Prozent. 

Immer jünger, immer vernetzter 

Aus der Postbankstudie geht auch hervor, dass das digitale Leben der Kinder immer früher beginnt. Die Mehrheit der Heranwachsenden (54 Prozent) erhält ihr erstes eigenes Smartphone zwischen dem neunten und zwölften Lebensjahr. Jedes fünfte Kind besitzt sogar schon spätestens mit acht Jahren ein eigenes Gerät. Hier zeigt sich auch ein deutlicher Generationenunterschied bei den Eltern: Jüngere Eltern (unter 40 Jahren) statten ihren Nachwuchs tendenziell früher mit mobilen Geräten aus - ein Viertel von ihnen übergibt das erste Handy bereits vor dem neunten Geburtstag. Bei den älteren Eltern tun dies nur 14 Prozent.

Wenn Vorgaben gemacht werden, konzentrieren sich diese meist auf das physische Zusammenleben und schulische Pflichten: Für 51 Prozent der befragten Eltern ist das Smartphone während der Mahlzeiten tabu, jeder Zweite verbietet den Bildschirm bei den Hausaufgaben und in der Schule. Auch der Zugriff auf bestimmte Apps oder Webseiten wird in rund der Hälfte der Familien untersagt.

Doch gerade außerhalb der eigenen vier Wände stoßen Eltern an ihre Grenzen. Da sie dort kaum eigene Regeln durchsetzen können, wird der Ruf nach Institutionen lauter: Eine überwältigende Mehrheit von 82 Prozent der Eltern (und 83 Prozent der Deutschen insgesamt) befürwortet ein Handyverbot an Schulen. Als Hauptgrund geben 51 Prozent an, dass die Geräte schlicht den Unterricht und die Konzentration der Schüler stören.

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