Wohin mit dem Atom-Müll? - Hessen bei Endlager-Suche raus
Hessen ist nicht mehr Teil der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll. Das teilte die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) im niedersächsischen Peine mit.
Auch Rheinland-Pfalz, Berlin, Sachsen und das Saarland kommen nicht mehr infrage. Das letzte Wort für die Auswahl des Standortes hat aber der Bundestag.
Bundesweit weniger als fünf Prozent Fläche geeignet
Auf der Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll haben die zuständigen Fachleute die deutsche Landesfläche auf weniger als fünf Prozent in anderen Bundesländern eingegrenzt. In diesen Gebieten hält die BGE die geologischen Bedingungen nach eigenen Angaben grundsätzlich für geeignet. Damit ist nun die gesamte Fläche Deutschlands in Bearbeitung.
Entscheidung liegt beim Bundestag
Die Suche nach einem endgültigen Aufbewahrungsort für den deutschen Atommüll ist damit aber noch längst nicht vorbei. Bis Ende 2027 will die BGE dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Standortregionen für die oberirdische Erkundung vorschlagen. Das BASE wiederum bewertet diese Vorschläge für das Bundesumweltministerium. Die finale Entscheidung über diese zu erkundenden Standortregionen trifft am Ende der Bundestag.
Standort soll bis 2050 feststehen
Bis spätestens 2050 soll ein Lager für rund 27.000 Kubikmeter hoch radioaktiven Atommüll gefunden werden, der in mehr als 60 Jahren Atomkraft angefallen ist. Der Standort soll Sicherheit für eine Million Jahre bieten. Derzeit lagert deutscher Atommüll in 16 oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Bundesländern. Die letzten deutschen Atomkraftwerke gingen im April 2023 außer Betrieb.