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Corona-Ticker: Einheitliche Regeln gegen 3. Welle

Corona-Ticker - Einheitliche Regeln gegen dritte Welle

Mit bundesweit einheitlichen Regeln soll die dritte Corona-Welle in Deutschland gebrochen werden. Dazu soll das Infektionsschutzgesetz im Eilverfahren nachgeschärft werden - so der Plan der Bundesregierung. Einen Entwurf zur Gesetzänderung hat der Bund den Ländern und Fraktionen geschickt.

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech will seinen Corona-Impfstoff jetzt auch bei Jugendlichen ab 12 Jahren einsetzen. In den USA sei ein Antrag auf Erweiterung der bestehenden Notfallzulassung eingereicht worden, teilte der US-Partner Pfizer mit.  Auch bei anderen Zulassungsbehörden weltweit sollen "in den kommenden Tagen" ähnliche Anträge eingereicht werden.

Nach Alsfeld startet auch die nordhessische Stadt Baunatal als Corona-Modellstadt und zwar schon ab Montag.

Hessenweite Inzidenz bei 120,6

In Hessen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut heute bei 120,6 und damit leicht über dem Bundesschnitt von 120,6. Die höchste Inzidenz in Hessen weist der Kreis Hersfeld-Rotenburg auf - mit 216,2. Die niedrigste Inzidenz hat der Kreis Bergstraße mit 71,8.

+++ Protest in mehreren Städten für "Zero-Covid"-Strategie +++

10.04.2021, 14:27 Uhr

Für strengere Corona-Maßnahmen sind am Samstag Menschen in mehreren Städten Deutschlands auf die Straße gegangen. In Bremen und Hannover protestierten insgesamt mehr als 200 Bürger. In Göttingen waren 20 bis 50 Menschen bei einer "Zero-Covid"-Demo auf der Straße, sagte eine Polizeisprecherin. In Berlin beteiligten sich rund zwei Dutzend Menschen an einer Kundgebung vor dem Hauptgebäude der Charité. In Deutschland und Österreich waren Aktionen in 30 Städten geplant. Die Teilnehmer forderten unter anderem drei Wochen bezahlte Pause und wandten sich gegen den "Infektionsherd Arbeitsplatz". Die Profitinteressen der Unternehmen müssten hinter der Gesundheit der Menschen zurückstehen, hieß es in dem Aufruf zu den Kundgebungen.

+++ Mehr als 100 Gäste: Treffen in Pariser Restaurant aufgelöst +++

10.04.2021, 14:03 Uhr

Eine Versammlung von mehr als einhundert Menschen in einem illegalen Restaurant in Paris hat die Polizei in der Nacht zu Samstag aufgelöst. Veranstalter und Besitzer des Lokals wurden festgenommen, schrieb die Polizei auf Twitter. Die Gäste der Versammlung im Pariser Nordosten erhielten demnach gebührenpflichtige Verwarnungen. Bereits am Freitag hatte die Polizei eine Zusammenkunft etlicher Menschen in einem Restaurant in Saint-Ouen-sur-Seine nördlich von Paris beendet. Auch hier kam es zu Geldstrafen und zu Festnahmen. Der Sender BFMTV berichtete von 62 Gästen der illegalen Versammlung. Wegen der angespannten Corona-Situation sind Restaurants und Bars in Frankreich geschlossen.

+++ Bouffier warnt vor Alleingängen bei Beschaffung von Corona-Impfstoff +++

10.04.2021, 12:41 Uhr

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat vor Alleingängen der Bundesländer bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gewarnt. Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V für sein Bundesland bestellt habe, habe ihn "überrascht", sagte Bouffier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Bisher hatten wir eine Verständigung: Der Bund beschafft den Impfstoff und verteilt ihn nach der Einwohnerzahl an die Länder." Falls Bayerns Beispiel Schule mache, müsse man über die Verteilung reden, meinte Bouffier. "Ich kann doch niemandem in Hessen klarmachen, dass jetzt ein Land Millionen Impfdosen mehr hat, aber bundesweit immer noch das Gleiche bekommt." 

+++ Mehr als 2.000 neue Corona-Fälle in Hessen gemeldet +++

10.04.2021, 09:31 Uhr

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen steigt weiter. Innerhalb eines Tages wurden nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) 2025 neue Fälle registriert. Die landesweite Inzidenz, also die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, lag bei 123,6 nach 111,8 am Vortag. Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser lagen nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin von Samstag 409 Covid-19-Patienten, von denen 186 beatmet wurden (Stand 8.19 Uhr). 1701 von 1940 verfügbaren Intensivbetten waren belegt, auch von Menschen mit anderen Krankheiten.

+++ Rheingau Musik Festival plant einen der größten mobilen Konzertsäle +++

10.04.2021, 09:01 Uhr

Das Rheingau Musik Festival (RMF) will im Corona-Sommer 2021 einen der größten mobilen Konzertsäle Europas aufbauen und auch erstmals ein Fußballstadion nutzen. Damit sollen die nötigen Mindestabstände zwischen den Zuschauern gewährleistet sein. Trotz aller Unwägbarkeiten wegen der Pandemie plant das 1987 gegründete Festival in diesem Sommer laut seiner Sprecherin Sabine Siemon eine Rekordzahl von Konzerten: Inklusive Wiederholungen von Musikdarbietungen bei verringerter Zuhörerzahl am selben Tag sollen es 208 sein. 

+++ Charité besorgt über dritte Pandemie-Welle +++

10.04.2021, 08:28 Uhr

Die Berliner Charité betrachtet mit großer Sorge die Entwicklungen in der dritten Pandemie-Welle. "Wenn die Anzahl schwer kranker Covid-Patienten die zweite Welle übertrifft, kommen wir in eine kritische Situation", sagte Martin Kreis, Vorstand für die Krankenversorgung in Deutschlands größter Uniklinik. Die Zahl der Neuzugänge auf den Intensivstationen der Charité sei in den vergangenen beiden Wochen deutlich gestiegen, sagte Kreis. Besonders betroffen sei nun die Altersgruppe zwischen 30 und 60, die bislang wenig Chancen auf Impfungen hatte. So sei eine Reserve-Intensivstation wieder vollständig geöffnet worden. Darüber hinaus wurden planbare Operationen, die aufgeschoben werden können, abgesagt.

+++ Einheitliche Regeln gegen die dritte Corona-Welle - Experten besorgt +++

10.04.2021, 07:08 Uhr

Mit bundesweit einheitlichen Regeln soll die dritte Corona-Welle in Deutschland gebrochen werden. Dazu soll das Infektionsschutzgesetz im Eilverfahren nachgeschärft werden - so der Plan der Bundesregierung. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnt dabei vor Zerwürfnissen mit den Ländern. "Es darf keine Front zwischen Bund und Ländern geben. Wir sind darauf angewiesen, dass wir diese Pandemie gemeinsam bekämpfen", sagte Brinkhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Er begrüße aber den Vorstoß für mehr Einheitlichkeit.

+++ Bisher 42 Fälle von Sinusvenenthrombose nach Astrazeneca-Impfung +++

10.04.2021, 05:31 Uhr

In Deutschland sind bislang 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca bekannt. Das berichtete das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen am Freitagabend. Die 42 Fälle der speziellen Form sehr seltener Hirnvenenthrombosen seien bis zum 2. April gemeldet worden, in 23 Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) gemeldet worden. Mit Ausnahme von sieben Fällen seien Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren betroffen gewesen.

Sieben Fälle einer Sinusvenenthrombose wurden den Angaben zufolge nach Impfung mit dem Biontech-Impfstoff gemeldet, drei Frauen im Alter von 34 bis 81 Jahren und vier Männer im Alter von 81 bis 86 Jahren seien betroffen gewesen.

+++ "Top Gun"-Fortsetzung mit Tom Cruise erneut vertagt +++

10.04.2021, 02:25 Uhr

Schon 2020 sollte der Actionfilm "Top Gun: Maverick" mit Hollywood-Star Tom Cruise ein Highlight des Kinosommers werden. Doch wegen der Corona-Pandemie kam es zu Aufschüben - von Juli 2020 auf Dezember, dann auf Juli 2021. Nun müssen sich die Fans noch länger gedulden. Die Neuauflage des Blockbusters "Top Gun" aus dem Jahr 1986 soll nun erst Mitte November in den USA anlaufen, wie das Studio Paramount am Freitag bekanntgab.

+++ BDI warnt vor hartem Lockdown inklusive Betriebsschließungen +++

10.04.2021, 00:43 Uhr

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat vor einem harten Lockdown mit Betriebsschließungen gewarnt. "Vier Wochen Lockdown in der Industrie bedeuten viele Wochen mehr Produktionsausfall", sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Man könne nicht eine ganze Gesellschaft in den Lockdown schicken, so Russwurm. "No-Covid ist eine schöne Vorstellung. Aber sie funktioniert nur als Gedankenexperiment", sagte er. "Wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben. Bürgerinnen, Bürger und die Wirtschaft brauchen keine Symbolpolitik und nicht immer neue Ad-hoc Aktionen, sondern realistische Lösungen."

+++ USA: Biontech und Pfizer wollen Impfstoff ab 12 Jahren einsetzen +++

09.04.21, 20:09 Uhr

Die Hersteller Pfizer und Biontech wollen ihren Corona-Impfstoff in den USA künftig auch bei Jugendlichen ab zwölf Jahren einsetzen. Ein Antrag auf die Erweiterung der bestehenden Notfallzulassung für den Impfstoff sei bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) eingereicht worden, erklärte der US-Pharmakonzern Pfizer. Ähnliche Anträge sollen "in den kommenden Tagen" weltweit auch bei anderen Zulassungsbehörden folgen. Bisher ist der Einsatz des Impfstoffs in den USA erst ab 16 Jahren zugelassen.

Eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt, hieß es unter Berufung auf Ende März veröffentlichte Ergebnisse. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Hersteller haben auch bereits eine klinische Studie für Babys ab sechs Monaten und jüngere Kinder begonnen. US-Experten rechnen jedoch nicht vor Anfang nächsten Jahres mit der Zulassung eines Impfstoffs für diese Altersgruppe.

+++ Corona-Fall: Zwei Spiele von Frankfurts Basketballern verlegt +++

09.04.21, 18:30 Uhr

Wegen eines positiven Corona-Tests bei den Fraport Skyliners aus Frankfurt sind zwei Spiele des Basketball- Bundesligisten verlegt worden. Wie die Liga mitteilte, werden die Partien am Sonntag beim Spitzenreiter MHP Riesen Ludwigsburg sowie am Mittwoch bei s. Oliver Würzburg verschoben. Nachholtermine stehen noch nicht fest. Der namentlich nicht genannte Spieler wurde unverzüglich isoliert, alle anderen Spieler und Teammitglieder negativ getestet.

+++ Rheinland-Pfalz beschließt Ausnahmen für Geimpfte +++

09.04.21, 18:15 Uhr

Für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen gelten in Rheinland-Pfalz künftig Ausnahmen von der Testpflicht und der Absonderungspflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet. Das beschloss das Kabinett , wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Fünf Prozent der Rheinland-Pfälzer haben laut Robert Koch-Institut bislang zwei Impfungen bekommen.

Der Nachweis über den vollständigen Impfschutz müsse den Betreibern - also etwa den Anbietern körpernaher Dienstleistungen oder der Außengastronomie - schriftlich oder digital nachgewiesen werden. Diese Änderung gilt ab Sonntag, zunächst bis zum 25. April.

Die Pflicht zur Absonderung von Mitbewohnern und Kontaktpersonen nach der Einreise aus einem Risikogebiet gilt von Montag an nicht mehr für vollständig Geimpfte. Voraussetzung ist, dass keine Symptome einer Coronavirus-Erkrankung vorliegen und die Einreise nicht aus einem Virusmutantengebiet erfolgte.

+++ Nächtliche Ausgangssperre im Main-Kinzig-Kreis nach Gerichtsurteil aufgehoben +++

09.04.21, 15:34 Uhr

Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat einem Eilantrag gegen die nächtliche Ausgangssperre im Main-Kinzig-Kreis stattgegeben, wie sie in der Allgemeinverfügung vom 3. April 2021 befristet bis zum Ablauf des 18. April 2021 festgesetzt worden war. In dem am Freitag zugestellten Beschluss entschied das Gericht nach Angaben einer Sprecherin, dass die angefochtene Allgemeinverfügung voraussichtlich rechtswidrig sei.

+++ Hessen will keinen eigenen Corona-Impfstoff besorgen +++

09.04.21, 15:11 Uhr

Hessen will sich bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff an die Vereinbarung halten, dass der Bund als Käufer auftritt und die Dosen nach Bevölkerungsanteil an die Länder verteilt. "Sollten einzelne Länder aus dieser Vereinbarung ausscheren, muss womöglich über die Verteilung der Impfstoffe durch den Bund neu verhandelt werden", erklärte ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden auf Anfrage. Bayern hatte am Mittwoch einen Vorvertrag über 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V unterzeichnet, Mecklenburg-Vorpommern zog am Donnerstag mit einer Option auf eine Million Dosen nach.

+++ Baunatal ab Montag Modellstadt +++

09.04.2021, 13:22 Uhr

Nach Alsfeld startet auch die nordhessische Stadt Baunatal als Corona-Modellstadt und zwar schon ab Montag. Das hat die Stadt gerade mitgeteilt. Baunataler dürfen mit tagesaktuellem negativen Corona-Test shoppen und ab Donnerstag sogar auch ins Kino gehen. Auch die Außengastronomie öffnet. 

+++ Intensivmediziner enttäuscht über Absage von Corona-Gipfel +++

09.04.2021, 12:14 Uhr

Deutschlands Intensivmediziner sind enttäuscht über die Absage des Corona-Gipfels von Bund und Ländern. "Das ist eine enttäuschende neue Situation", sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Er könne nur hoffen, dass es stattdessen zeitnahe alternative politische Entscheidungen gebe. Die Divi forderte erneut einen umgehenden harten Lockdown von zwei bis drei Wochen, um die Zahl der Neuinfektionen in der Pandemie zu drücken.

+++ Bund und Länder wollen Infektionsschutzgesetz verschärfen +++

09.04.2021, 11:48 Uhr

Bund und Länder wollen das Infektionsschutzgesetz ändern, um bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu schaffen. Sie wollten eine Regelung für das Vorgehen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner schaffen, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin mit.

+++ Ministerpräsidentenkonferenz für Montag abgesagt +++

09.04.2021, 11:44 Uhr

Die für den kommenden Montag geplante nächste Bund-Länder-Runde zum Vorgehen in der Corona-Pandemie fällt aus. Es werde in der kommenden Woche gar keine Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin mit.

+++ Neuer Impfrekord: Spahn blickt positiv auf Impfstart bei den Hausarztpraxen +++

09.04.2021, 11:00 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) blickt positiv auf den Einstieg der Hausarztpraxen in die Corona-Impfungen. "Beim Impfen sind wir auf einem guten Weg. In den vergangenen Tagen wurden so viele Menschen geimpft, wie nie zuvor", sagte Spahn in Berlin. Demnach habe es am Donnerstag mit 719.000 Impfungen an einem Tag einen weiteren Tagesrekord gegeben.

+++ Niederlande: Astrazeneca nur für Personen über 60 +++

09.04.2021, 10:54 Uhr

Die Niederlande werden weiterhin Personen jünger als 60 Jahre nicht mit dem Astrazeneca-Präparat impfen. Das entschied Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Abend in Den Haag. Damit weicht er von einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) ab, die sich am Mittwoch weiterhin für eine uneingeschränkte Nutzung des Impfstoffes ausgesprochen hatte. Grund sind seltene Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen nach einer Astrazeneca-Impfung. Das Land hatte bereits vor der EMA-Entscheidung die Nutzung des Impfstoffes eingeschränkt.

+++ RKI-Chef: Regionale Lockerungen bei hohen Inzidenzen "bedenklich" +++

09.04.2021, 10:54 Uhr

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat regionale Lockerungen der Maßnahmen in der Corona-Pandemie trotz hoher Fallzahlen kritisiert. "In einigen Regionen wird aktuell bei Sieben-Tage-Inzidenzen um 100 gelockert", sagte Lothar Wieler in Berlin. Angesichts der sich zuspitzenden Lage in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen sei das "bedenklich - zumindest solange wirksame zusätzliche Konzepte der Pandemie-Eindämmung fehlen".

+++ CoviMedical stoppt kostenlose Tests +++

09.04.2021, 10:14 Uhr

Vorerst gibt es keine Gratis-Corona-Tests mehr beim privaten Testzentrumsbetreiber CoviMedical aus Dillenburg. Mehr als 250.000 kostenlose Schnelltests haben die CoviMedical-Testcenter bisher deutschlandweit durchgeführt - kostet die Betreiber hohe Millionenbeträge, sagt der Pressesprecher zu FFH. Das Geld musste CoviMedical demnach bisher vorlegen, die Kosten habe die Kassenärztliche Vereinigung bisher nicht zurückgezahlt, so der Sprecher weiter. Solange keine Bürgschaft erfolge, würden nur noch bereits bestehende Buchungen an den insgesamt 18 Standorten im FFH-Land abgearbeitet. 

+++ Intensivmediziner fordern sofortigen Lockdown +++

09.04.2021, 09:36 Uhr

Deutschlands Intensivmediziner haben einen harten und umgehenden Lockdown von zwei bis drei Wochen gefordert. Die Lage in den Kliniken sei zutiefst besorgniserregend, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. "Es brennt. Die Lage ist sehr dramatisch. Jeder Tag zählt." Es gebe einen ungebremsten und dramatischen Anstieg von Covid-Patienten. Ihr Alter liege nun zumeist zwischen 40 und 70. Bei den unter 50-Jährigen sterbe jeder fünfte Intensivpatient, bei den Älteren im Schnitt jeder zweite, sagte Marx.

+++ Spahn: Parteienstreit runterfahren und in Lockdown gehen +++

09.04.2021, 09:36 Uhr

Gesundheitsminister Jens Spahn hat eindringlich für konsequente und bundeseinheitliche Maßnahmen gegen die steigenden Corona-Infektionszahlen geworben. "Ich empfehle uns allen, den Parteienstreit - Wahljahr hin oder her - herunterzufahren und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, die Bekämpfung der Pandemie", sagte der CDU-Politiker in Berlin. "Es braucht einen Lockdown, um die aktuelle Welle zu brechen." Eine Bund-Länder-Runde sei eigentlich das richtige Format, um neue Maßnahmen zu beschließen. "Aber wenn manche schon die Einschätzung der Lage nicht teilen, dann wird es natürlich schwierig", kritisierte Spahn. Die für Montag geplante Bund-Länder-Runde zu verschieben und nur eine kurze Rücksprache zu halten, reiche angesichts der Infektionslage jedenfalls nicht aus.

+++ Erneut Sicherheitslücke bei einem Corona-Schnelltestanbieter +++

09.04.2021, 09:36 Uhr

Durch eine Sicherheitslücke in der Software eines Corona-Schnelltestanbieters konnten erneut Unbefugte auf Testergebnisse und andere sensible Daten zugreifen. Entdeckt wurde die Schwachstelle durch das Hackerkollektiv "Zerforschung". Der betroffene Anbieter Eventus Media International (EMI) aus Dortmund hat nach Angaben der IT-Experten die Lücke mittlerweile geschlossen. Über den Vorfall hatten zuerst die ARD-Sender rbb, NDR und MDR berichtet. Über die Lücke konnten nach Angaben von "Zerforschung" bundesweit mindestens 17.000 Registrierungen für Testtermine eingesehen werden. Außerdem waren die Daten von rund 7000 Testergebnissen ungeschützt im Netz, darunter auch die Adressdaten der EMI-Kunden. 

+++ Günther Jauch mit Corona infiziert +++

09.04.2021, 09:16 Uhr

Günther Jauch ("Wer wird Millionär?") hat sich laut RTL mit dem Coronavirus infiziert. Wie sein Haussender in Köln mitteilte, muss der 64-Jährige deshalb zum ersten Mal seit 31 Jahren krankheitsbedingt bei einem Moderationsjob ausfallen. Publikumsliebling Jauch sollte nach bisheriger Planung ab kommender Woche laut Bundesregierung für die Corona-Schutzimpfung werben. Dafür nennen Bürgerinnen und Bürger aber eben auch Prominente honorarfrei ihre Gründe, warum sie persönlich bereit für die Schutzimpfung sind.

+++ Mehr als 1900 Corona-Neuinfektionen registriert +++

09.04.2021, 07:36 Uhr

In Hessen sind innerhalb eines Tages weitere 1973 Corona-Infektionen registriert worden. Nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) stieg die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Zusammenhang stehen, um 13 auf insgesamt 6454. Die landesweite Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, lag laut RKI bei 111,8 nach 112,5 am Vortag. 1711 von 1945 verfügbaren Intensivbetten waren zuletzt belegt, auch von Menschen mit anderen Krankheiten.

+++ Trotz höherer Inzidenz: Rostocks OB will Pilotprojekt fortsetzen +++

09.04.2021, 07:15 Uhr

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) hat an die Landes- und Bundesregierung appelliert, trotz steigender Infektionszahlen das Pilotprojekt zur Lockerung von Kontaktbeschränkungen fortführen zu können. "Wir beobachten die Zahlen. Bei allen Parametern liegen wir im Plan, wir haben keinen Anlass zur Sorge", sagte Madsen der Deutschen Presse-Agentur. Im Rahmen des Projekts waren etwa die Zulassung von 777 Zuschauern im Ostseestadion beim Heimspiel von Hansa Rostock gegen den Halleschen FC, eine Premiere im Volkstheater und Öffnungen im Einzelhandel möglich. Noch am 21. März hatte in Rostock die Sieben-Tage-Inzidenz bei 22,0 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern gelegen, am Sonntag lag sie bei 76,5, am Donnerstag bei 63,1. Laut Robert Koch-Institut sind die jüngsten Zahlen wegen der Feiertage aber noch nicht verlässlich.

+++ Termin für Ministerpräsidentenkonferenz wackelt +++

09.04.2021, 05:15 Uhr

Die Spitzen der Regierungsfraktionen von Union und SPD dringen vor der nächsten Bund-Länder-Runde auf eine breite Debatte im Bundestag über die Corona-Lage - damit wird eine Verschiebung des für Montag geplanten Treffens immer wahrscheinlicher. Auch eine Regierungserklärung könne ein geeigneter Rahmen für die Diskussion über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie sein, schrieben die Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus (CDU), Rolf Mützenich (SPD) und der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

+++ RKI registriert 25.464 Corona-Neuinfektionen und 296 neue Todesfälle +++

09.04.2021, 05:00 Uhr

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 25.464 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 296 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI geht jedoch davon aus, dass sich in den Ferien meist weniger Menschen testen lassen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führe. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 21.888 Neuinfektionen und 232 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 110,4. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 105,7 an.

+++ Laschet stützt Vorstoß für mehr Rechte des Bundes im Corona-Kampf +++

09.04.2021, 04:45 Uhr

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) unterstützt den Unionsvorstoß für mehr Rechte des Bundes im Kampf gegen die Corona-Pandemie. "Leider haben die vergangenen Tage und Wochen gezeigt, dass zu wesentlichen Fragen keine Einigkeit unter den Ländern besteht", sagte der CDU-Bundesvorsitzende der Deutschen Presse-Agentur. Es müsse aber gehandelt werden. "Daher finde ich den Vorschlag aus der Unionsfraktion richtig, dass in dieser kritischen Phase der dritten Welle die Bundesregierung die Grundregeln der Virusbekämpfung verbindlich festlegen kann".

Konkret bedeute das, dass Abstandsgebote, Maskenpflicht, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen bundeseinheitlich geregelt werden sollten, so Laschet.

+++ Lehrergewerkschaft wirft Ländern russisches Roulette bei Schulen vor +++

09.04.2021, 02:59 Uhr

Der Verband Bildung und Erziehung hat den Öffnungskurs einiger Bundesländer bei den Schulen in der Pandemie heftig kritisiert. "Dass es anscheinend immer noch Bundesländer gibt, die Schulen in Hochinzidenzgebieten offenhalten wollen, ist unverantwortlich", sagte der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft, Udo Beckmann, nach Beratungen der Kultusminister von Bund und Ländern, die am Donnerstagabend zu Ende gegangen waren. "Wir wissen: Seitdem die Schulen geöffnet sind, steigen im Alterssegment der Schülerinnen und Schüler, gerade bei Jüngeren, die Neuinfektionen rapide."

+++ In den USA ist inzwischen jeder Fünfte voll gegen Corona geimpft +++

09.04.2021, 00:35 Uhr

In den USA ist inzwischen etwa jeder Fünfte vollständig gegen Corona geimpft: Von den rund 330 Millionen Einwohnern des Landes sind 66 Millionen abschließend geimpft, wie Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag zeigten. In Bezug auf die Zahl der bislang impfberechtigten Erwachsenen - rund 260 Millionen Menschen - ergebe sich eine Impfquote von 25 Prozent.

+++ Slowakische Arzneimittelkontrolle kritisiert Sputnik-Hersteller +++

08.04.2021, 22:45 Uhr

In der Slowakei hat das staatliche Institut für Arzneimittelkontrolle SUKL einen kritischen Bericht über den russischen Impfstoff Sputnik V veröffentlicht - und damit Russland verärgert. Die gelieferten Impfstoffe seien nicht in allen Details identisch mit den zuvor in der renommierten Fachzeitschrift Lancet beschriebenen, hieß es in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorlag. Moskau forderte als Reaktion darauf den gelieferten Impfstoff wieder zurück.

Die slowakischen Kontrolleure monierten, dass auch Informationen aus anderen Ländern, in denen Sputnik V bereits eingesetzt wurde, wegen mangelnder Übereinstimmung nicht auf die an die Slowakei gelieferten Vakzine anwendbar seien. "Diese Vakzine haben nur den Namen gemeinsam." 

+++ KMK beschließt: Abiturprüfungen finden in diesem Jahr statt +++

08.04.21, 19:48 Uhr

Die Abiturientinnen und Abiturienten in Deutschland sollen ihre Prüfungen in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie ablegen. Die Kultusministerinnen und Kultusminister lassen die Abschlussprüfungen im Schuljahr 2020/2021 durchführen, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) nach einer Mitteilung vom Donnerstag beschlossen hat.

+++ Landkreis Gießen: Nächtliche Ausgangssperre wird aufgehoben +++

08.04.21, 17:34 Uhr

Der Landkreis Gießen hebt die nächtliche Ausgangssperre zur Kontaktbeschränkung gegen die Ausbreitung des Coronavirus auf. Das hat der Kreis mitgeteilt. Der Verwaltungsstab des Landkreises habe demnach die Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre beschlossen, nachdem der Landkreis Gießen am siebten Tag in Folge eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 aufweist, Das Gesundheitsamt habe die Testbefunde, die wegen der Osterfeiertage ausstanden, berücksichtigt.

+++ RKI meldet Impfrekord +++

08.04.21, 14:53 Uhr

Neuer Impfrekord in Deutschland. Alleine gestern wurden laut Robert-Koch-Institut über 650.000 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Das sind beinahe doppelt so viele wie beim letzten Höchstwert Ende März. Seit gestern wird auch in Hausarztpraxen gegen Corona geimpft. In Hessen verimpften die Hausärzte über 22.000 Impfdosen und damit sogar etwas mehr als die Impfzentren im Land. Ob die Impfquote jetzt konstant so hoch bleibt, ist ungewiss. Bislang haben die Ärzte nur sehr wenig Impfstoff erhalten und der ist in vielen Praxen womöglich schon aufgebraucht.

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