Einzelhandel legt 2025 zu - Mehr Umsatz im Weihnachtgeschäft
Der deutsche Einzelhandel kann am Ende eines schwierigen Jahres eine positive Bilanz vorweisen - trotz Wirtschaftskrise. Auch im Weihnachtsgeschäft sind die Umsätze nach ersten Schätzungen gestiegen.
Der deutsche Einzelhandel hat im vergangenen Jahr trotz Konjunkturflaute bessere Geschäfte gemacht. Preisbereinigt stieg der Umsatz um 2,7 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach vorläufigen Erkenntnissen mitteilte.
Das Plus geht allerdings unter anderem auf die Umstrukturierung eines großen Internet- und Versandhändlers zurück, durch die bislang nicht in Deutschland erfasste Umsätze berücksichtigt wurden. Betroffen war vor allem das erste Halbjahr. Bei dem Unternehmen soll es sich um Amazon handeln.
Besonders stark stieg der Umsatz laut den Statistikern im Versand- und Onlinehandel mit einem Plus von preisbereinigt gut zehn Prozent. Im Einzelhandel mit Lebensmitteln wuchsen die Einnahmen 2025 zum Vorjahr real um 1,1 Prozent und bei Nicht-Lebensmitteln um 3,7 Prozent.
Mit den Ergebnissen liegt der Einzelhandel preisbereinigt nur minimal unter dem Rekordjahr 2021, als die Branche den bisher höchsten Umsatz seit Beginn der Zeitreihe 1994 erzielt hatte, wie die Statistiker erklärten.
Zuwächse im Weihnachtsgeschäft
Auch im Weihnachtsgeschäft konnten die Einzelhändler demnach zulegen. Nach vorläufigen Erkenntnissen setzten sie im Dezember 2025 preisbereinigt 3,2 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat. Gemessen am Dezember 2021, als der bisher höchste Umsatz in einem Dezember seit 1994 erzielt wurde, war der reale Umsatz allerdings vier Prozent niedriger.
Die Konsumstimmung in Deutschland ist zwar gedämpft, da viele Verbraucher die gestiegenen Preise spüren und viele Sorgen um ihren Job haben. Allerdings haben seit mehr als zwei Jahren die Löhne stärker angezogen als die Inflation, die zuletzt auf moderatem Niveau lag.
Zu Jahresanfang hat sich die Konsumlaune der Menschen in Deutschland aufgehellt, wie die Forschungsinstitute GfK und NIM berichteten. Demnach erwarten die Verbraucher höhere Einkommen auch wegen der jüngsten Mindestlohnanhebung und sind wieder eher bereit, mehr Geld auszugeben.