Wenn es doch anders kommt - Mehr Recht und Schutz für Pauschalreisen
Kostenlose Stornierung bei “höherer Gewalt” und Geld zurück in 14 Tagen. Pauschalreisende sollen künftig mehr Rechte haben, wie die neuen EU-Regeln vorgeben.
Das Europaparlament hat entschieden: im Falle von Stornierungen sollen Reisende künftig mehr Rechte haben. Die Mitgliedstaaten stimmten jetzt einem mit dem EU-Parlament ausgehandelten Rechtstext final zu.
Mit den Neuregelungen werden etwa Bedingungen für eine kostenlose Stornierung erweitert. Wenn Reisende wegen "höherer Gewalt" stornieren müssen, darf der Reiseveranstalter keine Stornogebühren verlangen. Außerdem muss die Rückerstattung innerhalb von 14 Tagen leisten.
Gutscheine können zukünftig abgelehnt werden
Neue Regelungen zu Reisegutscheinen gibt es auch. Zwar können Gutscheine als Entschädigung angeboten werden, Reisende können diese Option allerdings ablehnen. Die Gutscheine müssen mindestens den Wert der sonst fälligen Erstattung haben, mindestens zwölf Monate gültig und einmal übertragbar sein.
Mehr Infos gefordert
Die Regeln schreiben den Anbietern zudem klar vor, welche Informationen sie Reisenden etwa zu Stornogebühren, aber auch Barrierefreiheit oder Zahlungsmodalitäten zur Verfügung stellen müssen.
Die Mitgliedstaaten haben nun knapp zweieinhalb Jahre Zeit, die EU-Richtlinie in nationale Gesetzgebung zu gießen.